Frisch vom Rädchen

An dem freigeschaufelten Nachmittag wollte ich eigentlich auf der Terrasse sitzen, die Sonne genießen und ein wenig spinnen. Leider hat es dann heute geregnet. Uff. Aber gut. Dem großen Wohnzimmer-Fenster sei Dank, dass ich im Trockenen saß und dabei trotzdem guten Blick in den Garten hatte. Man muss halt flexibel sein, oder?

Jetzt ist die Spule voll, das Garn versponnen und muss nur noch gezwirnt werden. Und ich kann endlich anfangen, das tolle Shetland-Garn zu verspinnen, dass ich Anfang des Jahres gekauft habe. Darauf freue ich mich schon seit Wochen. Und da ich auf einem anderen Spinnrad verzwirne, ist das Ashford-Traditionel jetzt frei. Das „Zwirn-Spinnrad“ muss ohnehin erst zum Doktor, da löst sich dauernd das Schwungrad, das Zwirnen wird wohl noch warten müssen.

Das fertige Garn ist für ein See-You-Tuch vorgesehen. Ich habe bereits zwei andere Rottöne von diesem Wolle-Seide-Gemisch versponnen und hoffe, dass die Farben auch im versponnenen Zustand gut harmonieren.

Samstagsplausch 12 / 2017

Die Woche ging sehr schnell vorbei. Kein Wunder, war hier doch Urlaub angesagt. Letzte Woche hatte ich ja schon erzählt, dass ich viel geplant habe für die freien Tage. Eine ganze Menge davon habe ich geschafft, nicht alles, aber das wusste ich auch schon vorher. Da hätte ich noch einen Monat Urlaub dranhängen  müssen. Aber einiges ist weg – und den Rest mache ich, wenn der Sohn wieder auszieht und sowieso das Haus auf den Kopf gestellt werden muss, um all seine Sachen wieder einzusammeln. So ist der Plan, ob es auch so kommt, bleibt abzuwarten.
Was habe ich denn nun gemacht in dieser Woche? Gelesen: von Cecilia Ahern, „Der Glasmurmelsammler“. Tatsächlich ist es mein erstes Buch von dieser Autorin und so recht kann ich die Begeisterung noch nicht nachvollziehen. Vielleicht kommt da ja noch.
Gestrickt habe ich wenig, aber immerhin ein neues Teil angefangen. Es wird der 36-Color-Shawl von Safri-Design. Auf dem Bild sind die ersten 18 Farben, die kühlen Farben.

Statt zu stricken, habe ich eher gehäkelt und passend zu meiner Moorland-Decke aus den Resten noch einen kleinen Kranz gemacht. Zugegeben: eine nutzlose Häkel-Spielerei, aber Spaß hat es gemacht. Den Kranz hatte ich mal in einem Kommentar zu einem Beitrag in dem Blog von Lucy gefunden und habe den ein wenig verändert nachgearbeitet. Die Anleitung für das gehäkelte Schaf ist auch von Lucy. Die Perspektive vom Foto  ist definitiv verbesserungswürdig – ich arbeite noch daran.


Den geplanten Ausflug nach Bremerhaven fand auch statt. Leider war das Eisbärenkind hinter den  Kulissen (warum, ließ sich leider nicht ermitteln), aber eine kurze Internet-Recherche vor dem Ausflug hatte ohnehin schon ergeben, dass Lilli inzwischen 15 Monate alt ist und so gar nichts teddymäßiges mehr an sich hat, sondern wie ein fast ausgewachsener Eisbär aussieht – nur noch nicht so groß. Dafür gab es den Vater zu bestaunen, der es sich im Käfig in der Sonne gemütlich gemacht hatte.


So ein Eisbär hat eine beeindruckende Größe und niedlich ist er eigentlich auch nur als kleines Jungtier. Neben den großen Tieren gab es eine ganze Reihe kleinerer Tiere, die in der Nordsee heimisch sind. (Und auch einige, die aus anderen Regionen kommen.) Zu dem Zoobesuch schreibe ich aber noch mal einen gesonderten Blog-Post.

In der kommenden Woche ist wieder Arbeit angesagt, aber die nächsten Wochen haben ja noch viele lange Wochenenden im Angebot. Und das ist auch gut so.

Jetzt bin ich erstmal gespannt, was Ihr so in dieser Woche gemacht habt und lese eine Runde.

Dieser Beitrag geht zu Andrea zum Samstagsplausch. Danke für die Idee, Andrea.

Samstagsplausch 11 / 2017

Die vergangene Woche war sehr unspektakulär. Endlich mal. Ich hätte gegen eine Phase der „gepflegten Langeweile“ tatsächlich auch mal nichts einzuwenden. Aufregungen hatten wir in den vergangenen Jahren wirklich überreichlich.
Und weil die Woche so unspektakulär war, bin ich auch ein wenig zum Stricken gekommen. Eine Mütze hatte sich die Freundin des Sohnes gewünscht. Letztlich habe ich sie zwei Mal gestrickt, weil mir die erste Version nicht gefiel und dann glücklicherweise auch nicht so richtig gepasst hat. Bei der zweiten Variante habe ich dann das Bündchen geändert, einen halben Mustersatz mehr gestrickt und einen größeren Pompom gemacht.
Das Bündchen habe ich doppelt gestrickt und dafür die Maschen provisorisch über einen gehäkelten Maschenaufschlag aufgenommen. Irgendwo hatte ich ein Video gesehen, dass man den ganz einfach aufziehen kann und dann alle Maschen problemlos wieder aufnehmen kann. Das hat bei mir nur so semigut funktioniert. Ich hatte keine Lust nach dem Video zu suchen und habe das dann halt aus der Erinnerung gemacht. Vermutlich habe ich da einen Fehler eingebaut und so war der Faden vom Anschlag sehr seltsam um jede zweite Masche gewickelt. Wäre das nicht gewesen, hätte es prima funktioniert. Nun ja, es ist auf jeden Fall einen zweiten Versuch wert.

Das zweite Strickstück der Woche waren ein paar angeschlagene Socken. Damit wollte ich unbedingt mal das Addi-Sockenwunder ausprobieren. Ich hatte vergeblich versucht, es hier irgendwo zu bekommen und habe es dann schließlich von einer lieben Strickfreundin geliehen bekommen. Glücklicherweise geliehen, weil ich sehr schnell gemerkt habe, dass das nichts für mich ist. Vermutet hatte ich das schon, weil ich mit 50er und 40er Rundnadeln auch schon nicht stricken kann. Aber ehrlich, die Nadeln sind schon sehr kurz, also wirklich sehr, sehr kurz. Ich brauche da mehr zum Anfassen und stricken halt einfach mit dem Nadelspiel oder mit zwei 60er Rundnadeln. Es ist ja nicht so, dass es keine Alternativen gäbe.

Gelesen habe ich nach dem schottischen Krimi nun einen, der in Schleswig-Holstein spielt. Die Ermittler sind sich in ihrer Art allerdings ähnlich, ein bisschen „dösig“ und „paddelig“ in ihrer Art, aber trotzdem mit einem Auge für Kleinigkeiten und der Fähigkeit, das alles zu einem Gesamtbild zusammen zu fügen und das Rätsel zu lösen. Der Küsten-Krimi „Rote Grütze mit Schuss“ von Krischan Koch ist relativ leichte Unterhaltung, die Spaß macht. Trotzdem werde ich als nächstes definitiv keinen Krimi lesen. Als bekennender Serien-Junkie ist mir das mit Monk-Folgen, Barnaby, Lewis, Miss Marple und Elementary dann tatsächlich ein bisschen viel Krimi und ich habe gemerkt, dass ich anfange, einzelne Folgen mit den Büchern zu vermischen  und mich an manchen Stellen wundere, warum das auf einmal anders ist.

Die nächste Woche wird hoffentlich ganz anders sein. Ich habe nämlich Urlaub. Pläne habe ich sehr viele, vor allem muss das Haus mal umgekrempelt werden und es sind einige kleinere Reparaturen nötig. Natürlich wird das Stricken nicht zu kurz kommen und Ausflüge sind auch geplant – ich würde sooo gerne mal nach dem Eisbären-Kind im Bremerhavener Zoo am Meer schauen und hoffe, dass mir das Wetter keinen allzu großen Strich durch die Planung macht.

Dieser Beitrag wandert zum Samstagsplausch bei Andrea.

Das dänische Tuch

Im vergangenen Oktober waren ein paar Strickfreunde und ich das zweite Mal gemeinsam auf einer Strickreise in Dänemark. Wir mieten dann ein Ferienhaus, dass groß genug für unsere Wünsche ist und verbringen eine Woche gemeinsam mit Kochen, Stricken, Spinnen, Spazieren gehen, Diskutieren. Vor allem mit viiiiiel Stricken. Natürlich gehören auch Shopping-Touren zu wolligen Ausflugszielen mit zu unserem Standardprogramm und unser aller Lieblingsladen ist in der Nähe von Ringköbing, das am oberen Ende vom gleichnamigen Fjord liegt. Bei der Planung hatten wir natürlich schon darauf geachtet, dass wir nicht all zu weit entfernt unser Haus mieten.

Bei diesem Besuch habe ich mir eine Strickpackung für ein gestreiftes Tuch mitgenommen, dass ich nun gestrickt habe. Und in Gedanken war ich dabei immer wieder in den Dünen, am Strand, am Meer, habe das Meeresrauschen gehört, den Wind und die Möwen. Sehr besinnlich und sehr erholsam.

Das Tuch ist ein langgezogenes Dreieck, bei dem an beiden Seiten in gleichmäßigen Abständen zugenommen wird. Die Materialpackung ist ziemlich knapp bemessen gewesen, ich bin mit dem Garn für die angegebene Streifenfolge nicht hingekommen, obwohl ich sogar mit der gleichen Nadelstärke gestrickt habe. Das war in diesem Fall aber egal, so habe ich  halt ein wenig improvisieren müssen und wer nicht weiß, wo ich etwas geändert habe, sieht das auch nicht. An den Ecken waren eigentlich Kreise angedacht, die habe ich  mir gespart und aus den wenigen kleinen Resten noch kleine Blümchen gehäkelt, die ich dann aufgenäht habe.
Ich bin hochzufrieden mit meinem neuen Schal-Tuch und ich denke, ich werde es oft tragen..

Die Moorland-Decke

Schon seit Kindesbeinen an bin ich ein großer England-Fan. Als ich das erste Mal mit meinen Eltern nach England fuhr, sagte ich: „Jetzt bin ich zu Hause.“ Meine Eltern waren darüber natürlich ziemlich überrascht – aber dieses Gefühl hat sich bis heute gehalten. Ich fühle mich dort wirklich heimisch, mehr als mir das hier in Deutschland glückt. Nach meiner Schulzeit und der anschließenden Ausbildung habe ich versucht, aus Deutschland wegzugehen. Aber damals brauchte man für die Arbeit im Ausland, auch im EU-Ausland, noch eine Arbeitserlaubnis. Und die bekam man nur, wenn der Arbeitgeber wirklich schlüssig begründen konnte, warum ein Einheimischer die Arbeit nicht auch übernehmen kann. Ein paar Mal war ich kurz davor, bekam dann aber die Arbeitserlaubnis nicht oder war unter den Bewerbern „nur“ die Nummer 2. So blieb ich halt hier, aber den Traum, irgendwann in England oder Schottland zu leben, habe ich nie aufgegeben – allerdings ist er inzwischen ganz tief verborgen, ich denke, meine gesundheitliche Verfassung wird ein Leben in einem anderen Land, unter anderen Bedingungen schwierig machen. Hauptsächlich, weil mir inzwischen der Mut zu so einem Schritt fehlt. Und wer weiß, wohin der Weg von Großbritannien nach dem Brexit geht.

Gut, Schluss damit, mit dem eigentlichen Post hat das hier nämlich gar nichts zu tun. Die Moorland-Decke soll doch hier im Mittelpunkt stehen. Als ich von dem Crochet-Along von Lucy von Attic24 las, war mir völlig klar, dass ich den unbedingt mithäkeln muss. Lucys Idee: Eine Häkeldecke nach einem Foto. Lucy lebt in England, in Yorkshire, irgendwo in der Nähe vom Leeds and Liverpool Canal. Im hügeligen Yorkshire gibt es viel Heide und ein Foto von diesen Heide-Hügeln nahm Lucy als Vorbild für die Decke. Als Material wählte sie ein Kunstfasergarn in 15 verschiedenen Farbtönen in Braun, Grün, Lila und Blau. Zu bestellen als Materialpaket. Das habe ich gemacht, ohne lange nachzudenken. Und war da das erste Mal sehr überrascht, dass eine Lieferung aus England schneller bei mir zu Hause war, als so manche Bestellung, die innerhalb von Deutschland unterwegs war. Das Garn war übrigens vor der Versandbenachrichtigung bei mir zu Hause.
Anfang Januar ging es dann los. Gehäkelt wurden jeweils 40 Reihen pro Clue, je 2 Reihen in einer Farbe und in einem Wellenmuster. Zu Anfang musste man ganz schön aufpassen, damit es auch Wellen blieben, aber es wurde dann schnell einfacher. Nachdem ich erst geglaubt habe, dass ließe sich zügig weghäkeln, wurde ich schnell eines besseren belehrt. Das  zog sich ganz schön und viel anderes habe ich in den Wochen, in denen der Crochet-Along lief, nicht geschafft. Dafür war ich dann aber am Wochenende nach dem letzten Clue mit der Decke fertig. Und stolz, weil sie einfach schön geworden ist.

Hier habe ich die Mrs. Beeton für die Decke zweckentfremdet. Sie war aber nicht böse.

Die Decke liegt jetzt neben mir auf dem Sofa und ich freue mich jeden Tag daran. Sie ist so richtig schön „hyggelig“, wie die Dänen sagen würden – aber das ist eine andere Geschichte und die soll ein anderes Mal erzählt werden.

Samstagsplausch 10 / 2017


Mein Samstagsplausch ist heute ein Sonntagsplausch, gestern war ich mit ein paar Strickfreundinnen bei einem Zugsocking unterwegs. Wir sind mit dem Zug von Bremen nach Osnabrück gefahren und haben dort der Wollperle einen Besuch abgestattet. Vor vielen Jahren sind wir schon einmal dort gewesen und hatten damals einen wunderbaren Tag. Das hat uns ermuntert, noch einmal dorthin zu fahren – das und die unfassbare Auswahl an Knöpfen. Das Wetter hat toll mitgespielt, es war wohl der erste Tag, der so richtig den nahenden Frühling erahnen ließ. Osnabrück ist eine lebendige, moderne, junge Stadt, ein Besuch dort lohnt sich allemal. Es war also ein rundum gelungener Tag, wir hatten Spaß, haben schöne Wolle und Knöpfe gesehen und gekauft, gut gegessen und viel gelacht.

Der wohl wichtigste Tag der vergangenen Woche war der Dienstag. Da hat der Sohn erfolgreich seine Masterarbeit verteidigt und damit sein Studium beendet. Nun darf er sich „Master of Desaster“ …. ähm … natürlich „Master of Science“ nennen. Ich bin so unfassbar stolz auf ihn. Er hat es auch unter manchmal schwierige Bedingungen geschafft, seinen anspruchsvollen Studiengang abzuschließen und sich immer durchgebissen. Seinen Durchhaltewillen habe ich oft bewundert. Nun kommt der schwierigere Teil: die Jobsuche. Trotz des immer so laut beklagten Fachkräfte-Mangels ist es für Hochschul-Absolventen schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden. Ohne Erfahrung mögen die Firmen niemanden einstellen. Ungefähr ein Jahr dauert es durchschnittlich, bis Ingenieure nach dem Studium eine Anstellung finden, selbst wenn sie einen so seltenen Studiengänge geschafft haben wie der Sohnemann und Fachkräfte in diesem Bereich genauso selten wie gesucht sind. Aber gut, es wird schon werden.

Gestrickt habe ich fast gar nicht, weil ich wieder jeden Abend unterwegs sein musste. Und das, was dann trotzdem auf den Nadeln war, habe ich wieder aufgezogen, weil Fehler drin waren (es hat wohl nicht so viel Sinn, übermüdet noch zu stricken *seufz*) oder es nicht so richtig passt. Aber die Aussichten sind besser, in der kommenden Woche arbeite ich nur vier Tage und habe ab Freitag dann eine Woche Urlaub. Dringend benötigt und für Hausarbeit, Dachboden-Aufräumen und Ausruhen verplant. Danach sind es dann ja nur noch ein paar Tage bis Ostern und ein paar lange Wochenenden im Mai. Ich finde, das sind gute Aussichten.

Nach dem Abschluss des letzten Buches musste ich erstmal überlegen, was ich nun tatsächlich lesen möchte. Ich fand an vielen Stellen Hinweise auf interessante Titel, habe mich dann aber entschieden, erstmal meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) zu sichten und fand dort einen schottischen Krimi. Nun amüsiere ich mich über Hamish Macbeth, einen Constabler in den schottischen Highlands, der im ersten Band der Serie mit einem toten Mitglied einer Anglergruppe konfrontiert wird. Vom Stil her ist es ein wenig wie die Miss Marple Bände von Agatha Christie. Und weil sie auch nicht so umfangreich sind, lassen sie sich schnell lesen. Vermutlich wird es nicht der letzte Band mit dem rothaarigen, eigenwilligen Polizisten, der auch schon mal eines seiner Hühner vernimmt, gewesen sein, den ich lese.

Bevor ich  jetzt wieder das Strickzeug in die Hand nehme, werde ich eine Runde bei den Teilnehmern des Samstagsplausch lesen und schauen, wie bei Euch so die Woche gelaufen ist. Veranstaltet wird der Samstagsplausch von Andrea.

Eins von Zweitausendsiebzehn

Es ist tatsächlich auch endlich das ersten Paar Socken in diesem Jahr fertig geworden. Gut, fertig ist es schon länger, nur gezeigt hatte ich es noch nicht. Trotzdem: wenn ich wirklich 17 Paar in 2017 stricken will, muss ich mich wohl ranhalten. Wie auch immer, es sind ja noch Socken auf den Nadeln. Diese hier wenigstens sind fertig und wärmen jetzt vielleicht schon die Füße einer jungen Frau.

Samstagsplausch 9 / 2017

Diese Woche war, wie ich ja schon erwartet hatte, pickepackevoll. Es blieb nur wenig Zeit für die wirklich schönen Dinge des Lebens, aber das muss ja nun auch nicht immer sein.
Am vergangenen Samstag wurde die Moorland-Decke fertig. Leider war noch keine Gelegenheit für Fotos, weil das  Wetter entweder wirklich unterirdisch war oder die Sonne schien, wenn ich bei der Arbeit war und Wolken aufgezogen waren, wenn ich dann daheim war. Nun gut, das läuft nicht weg und da ich sie nach dem Original gestrickt habe, sowohl nach dem Originalmuster wie auch mit dem Originalgarn, kann man ja überall im Netz sehen, wie sie aussieht. Aus den Resten will ich an diesem Wochenende noch einen Kranz  häkeln, der mit einem kleinen Schaf verziert werden soll. Das sah ich bei einer Kreativen, die eigentlich auch mithäkeln wollte und es gefiel mir so gut.

Tatsächlich war am Sonntag dann auch noch ein wenig Zeit, mal wieder ans Spinnrad zu gehen. Die erste Spule meines aktuellen Wolle-Seide-Mischgarns ist fertig geworden. Das ist der dritte Rotton einer solchen Mischung und eigentlich hatte ich geplant, aus diesen Tönen anschließend einen See-You-Shawl zu stricken. Aber die Menge an Garn ist so groß, dass ich wohl noch einmal darüber nachdenken werde, damit nicht wieder so viele Reste übrig bleiben. Wenigstens ist aber mal wieder die Lust am Spinnen erwacht und ich werde jetzt sehen, dass ich ein wenig regelmäßiger ans Spinnrad komme. Wenn die Tage länger und heller werden, schaffe ich auch wieder mehr.

Gelesen habe ich in der vergangenen Woche den letzten Band von der Kai-Meyer-Trilogie „Die Seiten der Welt„. Der erste Band hatte mich ganz schwer begeistert, ob seiner Kreativität und seiner vielen tollen Ideen rund um das Thema Buchstaben, Lesen und Bücher. Durch den zweiten Band habe ich mich  ziemlich gequält, da ist der Funke nicht übergesprungen, aber der dritte Band hat mich nun wieder in seinen Bann gezogen. Schade, wenn man so gute Bücher gelesen hat, ist es, wenn sie dann ausgelesen sind, immer so ein bisschen wie „in ein tiefes Loch“ fallen und man klammert sich an die Hoffnung, dass man etwas findet, was diese Lücke schließen kann. Geht Euch das auch so?

Geplant habe ich in der vergangenen Woche eine ganze Menge, immer die Zeit zwischen zwei Terminen nutzend oder beim Anstehen an der Kasse oder strickend auf der Zugfahrt zur oder von der Arbeit. Kleinere Arbeiten habe ich schon vorbereitend erledigt, die Stoffe sind teilweise zugeschnitten und versäubert, für alles gibt es einfache Skizzen und Karteikarten, auf denen die einzelnen Schritte und Angaben aufgeschrieben sind. Das wird noch spannend, weil ich nicht abschätzen kann, ob und wann davon etwas fertig wird, und ob ich die geplanten Dokumentationen dazu umsetzen kann. Ich habe gerade irre viele Ideen im Kopf und würde am liebsten alles gleichzeitig anfangen. Natürlich ist das Quatsch, der Verstand weiß das, aber die Finger möchten es lieber anders.

So, nun muss ich schnell los, Geburtstagblumen für morgen besorgen und dann lese ich eine Runde bei Euch, starten werde ich wie immer bei Andrea. Habt eine wunderbare Woche.