Samstagsplausch 10 / 2017


Mein Samstagsplausch ist heute ein Sonntagsplausch, gestern war ich mit ein paar Strickfreundinnen bei einem Zugsocking unterwegs. Wir sind mit dem Zug von Bremen nach Osnabrück gefahren und haben dort der Wollperle einen Besuch abgestattet. Vor vielen Jahren sind wir schon einmal dort gewesen und hatten damals einen wunderbaren Tag. Das hat uns ermuntert, noch einmal dorthin zu fahren – das und die unfassbare Auswahl an Knöpfen. Das Wetter hat toll mitgespielt, es war wohl der erste Tag, der so richtig den nahenden Frühling erahnen ließ. Osnabrück ist eine lebendige, moderne, junge Stadt, ein Besuch dort lohnt sich allemal. Es war also ein rundum gelungener Tag, wir hatten Spaß, haben schöne Wolle und Knöpfe gesehen und gekauft, gut gegessen und viel gelacht.

Der wohl wichtigste Tag der vergangenen Woche war der Dienstag. Da hat der Sohn erfolgreich seine Masterarbeit verteidigt und damit sein Studium beendet. Nun darf er sich „Master of Desaster“ …. ähm … natürlich „Master of Science“ nennen. Ich bin so unfassbar stolz auf ihn. Er hat es auch unter manchmal schwierige Bedingungen geschafft, seinen anspruchsvollen Studiengang abzuschließen und sich immer durchgebissen. Seinen Durchhaltewillen habe ich oft bewundert. Nun kommt der schwierigere Teil: die Jobsuche. Trotz des immer so laut beklagten Fachkräfte-Mangels ist es für Hochschul-Absolventen schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden. Ohne Erfahrung mögen die Firmen niemanden einstellen. Ungefähr ein Jahr dauert es durchschnittlich, bis Ingenieure nach dem Studium eine Anstellung finden, selbst wenn sie einen so seltenen Studiengänge geschafft haben wie der Sohnemann und Fachkräfte in diesem Bereich genauso selten wie gesucht sind. Aber gut, es wird schon werden.

Gestrickt habe ich fast gar nicht, weil ich wieder jeden Abend unterwegs sein musste. Und das, was dann trotzdem auf den Nadeln war, habe ich wieder aufgezogen, weil Fehler drin waren (es hat wohl nicht so viel Sinn, übermüdet noch zu stricken *seufz*) oder es nicht so richtig passt. Aber die Aussichten sind besser, in der kommenden Woche arbeite ich nur vier Tage und habe ab Freitag dann eine Woche Urlaub. Dringend benötigt und für Hausarbeit, Dachboden-Aufräumen und Ausruhen verplant. Danach sind es dann ja nur noch ein paar Tage bis Ostern und ein paar lange Wochenenden im Mai. Ich finde, das sind gute Aussichten.

Nach dem Abschluss des letzten Buches musste ich erstmal überlegen, was ich nun tatsächlich lesen möchte. Ich fand an vielen Stellen Hinweise auf interessante Titel, habe mich dann aber entschieden, erstmal meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) zu sichten und fand dort einen schottischen Krimi. Nun amüsiere ich mich über Hamish Macbeth, einen Constabler in den schottischen Highlands, der im ersten Band der Serie mit einem toten Mitglied einer Anglergruppe konfrontiert wird. Vom Stil her ist es ein wenig wie die Miss Marple Bände von Agatha Christie. Und weil sie auch nicht so umfangreich sind, lassen sie sich schnell lesen. Vermutlich wird es nicht der letzte Band mit dem rothaarigen, eigenwilligen Polizisten, der auch schon mal eines seiner Hühner vernimmt, gewesen sein, den ich lese.

Bevor ich  jetzt wieder das Strickzeug in die Hand nehme, werde ich eine Runde bei den Teilnehmern des Samstagsplausch lesen und schauen, wie bei Euch so die Woche gelaufen ist. Veranstaltet wird der Samstagsplausch von Andrea.

2 Antworten auf „Samstagsplausch 10 / 2017“

  1. Hallo Kristin,
    erst einmal will ich deinem Sohnemann gratulieren. Und dann dir, das du einen Prachtkerl durch die Zeit geholfen hast.
    Zugsocking habe ich noch nie mitgemacht. Stell ich mir aber sehr schön vor.
    Wenn ein Buch gut gewesen ist, dann kann ich mich auch immer schwer für ein neues begeistern. Ideen habe ich meistens genug. Nur hat es das Neue dann wirklich schwer.
    Liebe Grüße
    und eine schöne Woche
    Andrea
    (Dein Link beim Samstagsplausch, führet immer wieder zu meiner Seite zurück, weshalb du vielleicht weniger Resonanz auf deinen Post hattest. Tut mir Leid. Ich habe das erst heute gesehen und repariert.)

    1. Hallo Andrea,
      Danke für die Glückwünsche, ich gebe sie gerne an meinen Sohn weiter. Ende April ist die Akademische Feierstunde mit der Überreichung der Zeugnisse, dann werde ich sicher noch das eine oder andere Tränchen wegwischen müssen. Keiner sagt einem, dass die Kinder so schnell groß werden.
      Zugsocking macht Spaß, wenn man mit den richtigen Leuten unterwegs ist. Wir sind vor ein paar Jahren schon einmal von einer Journalistin und einem Fotografen begleitet worden, die für das Bahn-Magazin einen Artikel gemacht haben. Als Resonanz darauf sind wir kurz danach mit zwei verschiedenen Fernsehteams unterwegs gewesen. Und in einer Nachmittags-Sendung beim NDR gelandet. Sehr interessant. Weitere Fernsehanfragen, die danach kamen, habe ich abgelehnt. Aus Gründen.
      Ich lese jetzt erst mal ein paar schnelle, einfache, englische Krimis aus meinem Stapel. Das schafft auch dort ein bisschen Luft und unterhält mich ganz passabel. Ich bin noch auf der Suche nach einem neuen „großen“ Lesevergnügen. Aber da wird schon noch was kommen.
      Hab ich beim Verlinken etwas falsch gemacht? Ich versuche, beim nächsten Mal besser aufzupassen. Danke für die Hilfe.
      Die Hälfte der Woche ist fast geschafft, hab noch eine schöne Restwoche.
      Schöne Grüße
      Kristin

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