Samstagsplausch 40 / 2017

Letzten Samstag habe ich von dem Strickstück erzählt, dass ich unbedingt fertig machen muss. Nun ja, es ist noch immer nicht fertig und nun wird es  wirklich allerhöchste Eisenbahn. Stattdessen überlege ich, ob ich nicht ein Bestseller-Sachbuch schreiben soll. Titel: „Wie prokrastiniere ich richtig oder: Aufschieben für Anfänger“. Was ist mir nicht alles eingefallen, um mich vor der Arbeit zu drücken, auf die ich keine Lust hatte. Beispiel gefällig? Ich gehe in die Küche, um das Mittagessen vorzubereiten. Eigentlich wäre noch reichlich Zeit … Ich schäle die Kartoffeln. Und bringe den Biomüll raus in die Tonne am Ende des Gartens. Ach ja, der restliche Müll könnte  auch raus. Dann fällt mein Blick auf die geschenkten Äpfel. Kuchen backen, okay, das ist eine gute Idee. Ich schäle die Äpfel und mache den Teig. Ich bringe den Biomüll raus. Dann räume ich die Küche auf, dazu muss ich erst mal die Spülmaschine ausräumen und teilweise wieder einräumen. Nun ist es Zeit für die restlichen Vorbereitungen für das Mittagessen. Und plötzlich war der komplette Vormittag weg und mein Strickstück kein bisschen weiter. So kann man halt auch seine Zeit vertrödeln. Und das Tochterkind zog ein langes Gesicht, weil es weder an der Zubereitung des Essens noch an der des Kuchens beteiligt war. Könnt Ihr auch gut aufschieben, wenn Ihr zu Dingen keine Lust habt? Wie auch immer, an diesem Wochenende ist die letzte Gelegenheit, das Geschenk fertig zu  machen, nun gibt es kein Zurück mehr. Und genau das wollte ich vermeiden, indem ich so früh angefangen habe.

Der Rest der Woche war eher durchwachsen. Mein Notebook, an dem ich hauptsächlich geschrieben habe, hat erst geschwächelt und dann sein Leben doch noch ausgehaucht. Weil ich nicht so genau weiß, was ich nun kaufen muss und das Geld für diesen ungeplanten Austausch eigentlich auch nicht mal eben so übrig habe, nutze ich nun das noch ältere Notebook vom ausgezogenen Sohn, der das hier gelassen hat. An die völlig andere Tastatur muss ich mich erst gewöhnen. Und wenn ich einen Weg gefunden habe, die Bilder von der Speicherkarte auf das Notebook zu kriegen, kann ich auch die Blogposts hochladen, die ich schon geschrieben habe.
Mitte der Woche hat uns hier der Sturm sehr in Atem gehalten. Weil keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fuhren (und es bislang noch immer nicht tun), musste ich mehrfach nach Bremen ausrücken und die Familie dort mit dem Auto einsammeln. Jedesmal waren andere Teile der Wegstrecke wegen umgefallener Bäume gesperrt, dafür kenne ich jetzt neue Schleichwege. So ganz grundsätzlich mag ich diese Naturgewalten, die uns immer mal wieder zeigen, dass wir nicht alles kontrollieren können. Das ist auch gut so.
Fertig geworden sind wenigstens Sockenpaare aus meiner UFO-Aktion #ichbineinufoholmichhierraus und ich habe eine sehr berührende Liebesgeschichte gelesen. Aber das zeige ich Euch alles noch. Wenn das mit den Bilder klappt.

Kommt gut in die neue Herbstwoche und macht es Euch mit Tee, Keksen und Handarbeitszeug gemütlich.

Den Samstagsplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

4 Antworten auf „Samstagsplausch 40 / 2017“

  1. Oh, ich dachte ich stände alleine auf weiter Flur, mit dem davor drücken, meine aufgestauten Arbeiten fertig zu machen.
    Auf unseren Straßen liegen immer noch die abgerissenen Äste und gestürzten Bäume herum. Zum Glück nicht mehr direkt auf der Fahrbahn.
    Ich wünsche dir noch eine schöne Restwoche
    Andrea

  2. Ja das aufschieben kenne ich auch gut. Aber es hilft leider nicht. Seufz. Auch ich hatte heute noch einige Schwierigkeiten mit den öffentlichen in die Stadt zu kommen. Ich war beim Stricktreff bei Herrn U.
    Dir ein schönes Wochenende und viel Erfolg mit dem Geschenk. Herzlichen Gruß Sylvia

  3. Oh ja, es gibt tausend wichtige Dinge zu tun, bevor man damit anfängt, was eigentlich auf dem Programm steht. 🙂 Einen schönen Sonntag wünsche ich dir. Regula

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