Samstagsplausch 45 / 2017

Diese Woche war so angefüllt mit Aktivitäten und Überlegungen, dass sie sehr schnell vergangen ist. Manchmal ist mir das fast schon ein wenig unheimlich, wie sehr die Zeit rennt.

Ich habe mir in dieser Woche viele Gedanken über meine Weihnachtspäckchen gemacht und hatte – hoffentlich – gute Ideen. Mit den ersten Geschenken habe ich auch schon angefangen und bin noch recht zuversichtlich, dass ich alles rechtzeitig fertig bekomme. Ich glaube, so früh war ich noch nie. Trotzdem wird es gegen Ende bestimmt wieder hektisch, so wie in jedem Jahr kommt Weihnachten wie immer sehr überraschend.

Um meine Mutter zu entlasten, helfe ich ihr in diesem Jahr bei einem Weihnachtsbrunch. Das haben wir noch nie gemacht, aber selber kochen kommt dieses Jahr nach dem Unfall meiner Mutter nicht infrage und Restaurants an Weihnachten sind auch ein sehr zweifelhaftes Vergnügen. Überfüllt und laut und gegessen wird entweder spät oder unter Zeitdruck (weil schon die nächste Tischbelegung im Anmarsch ist), das mögen wir nicht. Also Brunch. Ich suche noch nach kleinen Ideen, die man möglichst schon einige Tage vorher vorbereiten kann. Habt Ihr da Vorschläge für mich? So viel Zeit habe ich ja leider auch nicht, weil ich dann schon wieder arbeiten werde, aber trotzdem noch Therapie- und Arzttermine habe, gerade in der Woche vor den Feiertagen.

Gestrickt habe ich in dieser Woche kleine, einfache Kindercowls aus übrig gebliebenen Knäueln. Drei Stück habe ich gemacht, die ich jetzt in Kartons packen werde, die dann zur Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ gehen sollen. Eine gute Freundin von mir ist schon ein paar Mal mitgefahren, wenn die Päckchen in Rumänien oder in der Ukraine verteilt worden sind und hat sehr berührende Bilder von der Freude der Kinder mitgebracht. Wenn man das im Kopf hat, geht einem das Dauergejammer in diesem Land noch viel mehr auf die Nerven als ohnehin schon. Und man schüttelt den Kopf über so eine bescheuerte Diskussion, ob die Geschäfte an Heilig Abend geöffnet werden sollen, nur weil das in diesem Jahr ein Sonntag ist. Lasst doch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern da auch mal einen freien Sonntag und plant einfach ein bisschen besser, liebe Leute. Und nein, auch das Argument mit den „frischen Lebensmitteln“ zieht da bei mir nicht.

So, nun scheint gerade ein wenig die Sonne bei uns und ich düse noch mal schnell in den Garten. Die Korkenzieherhasel muss dringend verkleinert werden. Die abgeschnittenen Zweige nehme ich nächstes Wochenende mit zu einem Stricktreffen. Die lassen sich gerade in dieser Zeit immer so schön dekorieren und wenn man sie kaufen muss, sind sie ziemlich teuer. Es wäre schade, die Zweige einfach so wegzuwerfen. Später lese ich dann noch mal, was bei Euch so los gewesen ist in dieser Woche.

Den Samstagsplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

Freitagsfüller 447 – 14

1. Im November freue ich mich am meisten auf meinen Geburtstag, gleich am 1. November („Geboren unter dem Schutz aller Heiligen“ sagte damals der Arzt direkt nach der Geburt zu meiner Mutter. Ich glaube irgendwie, die haben das gar nicht mitbekommen.)
2. Draußen ist ganz typisches Novemberwetter, grau und regnerisch, und ich bin im warmen Wohnzimmer auf dem Sofa bei Kaffee und Keksen und fühle mich absolut privilegiert, dass es mir so gut geht.
3. Es ist genau hier, in diesem Zimmer in dem ich immer wieder den Blick in den Garten genießen kann, sogar jetzt zu dieser herbstlichen Jahreszeit.
4. Wolle verspinnen am Spinnrad beruhigt mich.
5. Wasser beeindruckt mich mit seiner ganzen, unbändigen Kraft und ich genieße es einfach, am Meer zu sein und mit dem Blick den weit entfernten Horizont zu erfassen.
6. Meine Tochter hat eine ungewöhnliche Ähnlichkeit mit meiner Großmutter mütterlicherseits. Nicht ganz so zufällig ist, dass sie auch ihren Namen trägt.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Fernsehabend, morgen habe ich geplant,  Freunde zu treffen, die ich schon ganz schön lange nicht mehr gesehen habe und Sonntag möchte ich versuchen, endlich eines meiner Großprojekte fertig zu machen
Den Freitagsfüller gibt es jede Woche bei Barbara. Obwohl ich dort leider nicht kommentieren kann, versuche ich,  möglichst regelmäßig dabei zu sein.

Samstagsplausch 44 / 2017

Mein Samstagsplausch ist heute ein Sonntagsplausch, wofür es eigentlich gar keinen Grund gibt. Außer vielleicht dem, dass ich gestern keine Lust auf den Computer hatte.
Die letzte Woche ist einfach nur so vorbei geflogen. Lag vielleicht an dem ungewöhnlichen Feiertag am Dienstag und der Tatsache, dass ich am Mittwoch Geburtstag hatte. Meine Familie hat mich sehr verwöhnt und mir dänischen Kuchen besorgt. Geschenke gibt es bei uns nicht großartig, aber ich bekam das tolle Puzzle, dass ich mir ein paar Tage vorher in Bremerhaven ausgesucht hatte. Nun liegt es hier auf dem Esstisch und wartet darauf, dass ich zusammensetze.

Stricktechnisch habe ich  nicht viel hinbekommen. Mein Plan für die vergangene Woche war, ein neues Tuch zu beginnen. Eines in der Fair Isle Technik, die ich ja in diesem Jahr unbedingt lernen wollte. Zumindest war das der Plan am Anfang dieses Jahres. Ich hatte mich dann auch einige Wochen lang intensiv damit beschäftigt und begonnen, eine kleine Broschüre zu erstellen, über die Insel Fair Isle, über die Anfänge der Stricktechnik und die ersten Funde dazu und mit einer Strickanleitung zur Gunnisterman-Purse. Davon habe ich auch einige gestrickt, mit dem Hintergedanken, diese dann zusammen mit meinen schriftlichen Ergebnissen an Freunde zu verschenken. Dann stürzte ich auf der Treppe, verdrehte mir das Knie und das Unheil dieses Jahren nahm seinen bekannten Verlauf. Die starken Schmerzmittel, die ich relativ schnell bekam, machten mich sehr müde, die Kraft und die Konzentration reichten für die Arbeit, aber für mehr nicht. So blieb das mit dem Fair Isle Stricken auf der Strecke. Jetzt endlich aber wollte ich das schon Angelesene und in Kleinteilen erprobte gerne größer umsetzen, suchte mir das Muster für das schon so lange angeschmachtete Tuch, bestellte das Buch und das Material und legte los. Und ribbelte. Und startete erneut. Und ribbelte. Immer wieder von vorne, bis mir aufging, dass ich wohl erst noch etwas anderes in dieser Technik stricken muss, bevor ich mit dem Tuch anfangen kann. Und wieder bestellte ich Material und während ich darauf wartete, studierte ich Youtube-Videos mit Anleitungen zur Technik. Wenn schon, denn schon – dieses Mal wollte ich auch gleich mit dem beidhändigen Stricken üben. Aber ganz ehrlich, meins ist das beidhändige Stricken nicht. Ich habe einfach ein Problem mit der Fadenspannung auf der rechten Hand. Und vielleicht auch gerade nicht ausreichend Geduld, so lange zu warten, bis es kein Problem mehr ist sondern Routine. Ich möchte nun erst mal mein Probestück, eine Hülle für mein Tablet, zu Ende stricken und dann noch einmal mit dem Tuch beginnen. Dann kriege ich vielleicht auch noch die Kurve, meine Aufzeichnungen zu vervollständigen.

Nun werde ich noch ein wenig bei Euch lesen und dann verschwinde ich auf das Sofa, heute steht zwingend „V wie Vendetta“ auf dem Programm. Bei Euch auch? Ist doch schließlich in meinem Lieblingsland heute Guy Fawkes Day. Und vielleicht kennt Ihr das ja:

Remember, remember
the Fifth of November
Gunpowder, treason and plot;
I see no reason
why gunpowder treason
Should ever be forgot.

Macht es gut und startet gut in die neue Woche.

Den Samstagsplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.