Samstagsplausch 44 / 2017

Mein Samstagsplausch ist heute ein Sonntagsplausch, wofür es eigentlich gar keinen Grund gibt. Außer vielleicht dem, dass ich gestern keine Lust auf den Computer hatte.
Die letzte Woche ist einfach nur so vorbei geflogen. Lag vielleicht an dem ungewöhnlichen Feiertag am Dienstag und der Tatsache, dass ich am Mittwoch Geburtstag hatte. Meine Familie hat mich sehr verwöhnt und mir dänischen Kuchen besorgt. Geschenke gibt es bei uns nicht großartig, aber ich bekam das tolle Puzzle, dass ich mir ein paar Tage vorher in Bremerhaven ausgesucht hatte. Nun liegt es hier auf dem Esstisch und wartet darauf, dass ich zusammensetze.

Stricktechnisch habe ich  nicht viel hinbekommen. Mein Plan für die vergangene Woche war, ein neues Tuch zu beginnen. Eines in der Fair Isle Technik, die ich ja in diesem Jahr unbedingt lernen wollte. Zumindest war das der Plan am Anfang dieses Jahres. Ich hatte mich dann auch einige Wochen lang intensiv damit beschäftigt und begonnen, eine kleine Broschüre zu erstellen, über die Insel Fair Isle, über die Anfänge der Stricktechnik und die ersten Funde dazu und mit einer Strickanleitung zur Gunnisterman-Purse. Davon habe ich auch einige gestrickt, mit dem Hintergedanken, diese dann zusammen mit meinen schriftlichen Ergebnissen an Freunde zu verschenken. Dann stürzte ich auf der Treppe, verdrehte mir das Knie und das Unheil dieses Jahren nahm seinen bekannten Verlauf. Die starken Schmerzmittel, die ich relativ schnell bekam, machten mich sehr müde, die Kraft und die Konzentration reichten für die Arbeit, aber für mehr nicht. So blieb das mit dem Fair Isle Stricken auf der Strecke. Jetzt endlich aber wollte ich das schon Angelesene und in Kleinteilen erprobte gerne größer umsetzen, suchte mir das Muster für das schon so lange angeschmachtete Tuch, bestellte das Buch und das Material und legte los. Und ribbelte. Und startete erneut. Und ribbelte. Immer wieder von vorne, bis mir aufging, dass ich wohl erst noch etwas anderes in dieser Technik stricken muss, bevor ich mit dem Tuch anfangen kann. Und wieder bestellte ich Material und während ich darauf wartete, studierte ich Youtube-Videos mit Anleitungen zur Technik. Wenn schon, denn schon – dieses Mal wollte ich auch gleich mit dem beidhändigen Stricken üben. Aber ganz ehrlich, meins ist das beidhändige Stricken nicht. Ich habe einfach ein Problem mit der Fadenspannung auf der rechten Hand. Und vielleicht auch gerade nicht ausreichend Geduld, so lange zu warten, bis es kein Problem mehr ist sondern Routine. Ich möchte nun erst mal mein Probestück, eine Hülle für mein Tablet, zu Ende stricken und dann noch einmal mit dem Tuch beginnen. Dann kriege ich vielleicht auch noch die Kurve, meine Aufzeichnungen zu vervollständigen.

Nun werde ich noch ein wenig bei Euch lesen und dann verschwinde ich auf das Sofa, heute steht zwingend „V wie Vendetta“ auf dem Programm. Bei Euch auch? Ist doch schließlich in meinem Lieblingsland heute Guy Fawkes Day. Und vielleicht kennt Ihr das ja:

Remember, remember
the Fifth of November
Gunpowder, treason and plot;
I see no reason
why gunpowder treason
Should ever be forgot.

Macht es gut und startet gut in die neue Woche.

Den Samstagsplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

6 Antworten auf „Samstagsplausch 44 / 2017“

  1. Upps, Knie ist ja noch viel schlimmer als so ein Knöchel. Da steckt ja noch viel mehr Bewegung drin.
    Fair Isle stricken, habe ich noch zu keinem Plan gemacht. Ich habe vor Jahren mal so etwas in der Art gestrickt. Einen Pullover, den meine Schwester abgestaubt hatte. Inzwischen ist der wieder bei mir und wenn es sehr kalt ist, kann ich ihn tragen.
    Mach mal, das wird bestimmt ein besonderes Stück.
    Liebe Grüße
    Andrea

    1. Liebe Andrea,
      alles, was uns Schmerzen macht und uns in irgendeiner Weise einschränkt, ist schlimm. Haben muss das niemand, aber den einen oder die andere ereilt es trotzdem. Man muss dann versuchen, sich nicht unterkriegen zu lassen und das Beste daraus zu machen.
      Vor vielen Jahren habe ich auch schon mal Fair Isle gestrickt, einen Pullover in verschiedenen Brauntönen, abgesetzt mit weißem Angora. Das muss so in den Achtzigern gewesen sein. Den Pulli gibt es schon lange nicht mehr, aber damals habe ich ihn viel getragen. Leider habe ich das damals nicht richtig gelernt und sehr umständlich gestrickt. Nun möchte ich gerne wissen, wie es richtig geht. Und das mit dem Jahresthema ist irgendwie wo ein Faible von mir, das mache ich schon mehr oder weniger erfolgreich seit vielen Jahren.
      Ich hoffe, Du hattest eine angenehme Woche.
      Schöne Grüße
      Kristin

  2. Ooh weh.. das hört sich ja gar nicht gut, Du Arme! Dann wünsche ich Dir eine ganz schnelle gute Besserung, Kristin! Und Du versuchst Dich am beidhändigen Stricken.. guck ehrfurchtsvoll! Ganz viel Erfolg! Herzlichst, Nicole

    1. Vielen Dank für die guten Wünsche. Ich bin gerade sehr egoistisch und nehme, was ich kriegen kann. Dieses Knie braucht mehr Geduld, als ich übrig habe und übrig haben möchte. Es nutzt aber nichts, einen Weg zurück gibt es auch nicht. Das wird schon.
      Das beidhändige Stricken fällt mir noch schwer, aber ich habe jetzt eine Idee gehabt, wie ich es üben kann. Mal schauen, ob ich das auch so umsetzen kann. Ich werde weiter berichten.
      Hab noch eine schöne Woche.
      Grüßle
      Kristin

  3. Ich musste lachen, als ich Deinen Spruch zum Guy Fawkes Day las, denn sofort lag er wieder auf meinen Lippen. Hätten doch meine Englischlehrer mehr mit Sprüchen, Reimen, Rhythmen und Liedtexten gearbeitet….
    Dieses Jahr scheint ja bei so manchem gesundheitlich im Argen zu liegen, da schließe ich mich an.
    Viel Glück bei Deinen Strickversuchen, ich würde gern das Ergebnis mal sehen.
    Liebe Grüße
    Andrea

    1. Ja, mir fällt dieser Spruch auch immer wieder ein. Und lachen muss ich dann auch immer. Ich kannte ihn schon aus dem Englisch-Unterricht, und das wurde wieder lebendig, als meine Kinder ihn dann lernen mussten.
      2017 scheint es tatsächlich in sich zu haben. Ich bin froh, dass es bald vorbei ist, wenn ich auch weiß, dass sich das Leben nicht an Kalender und Jahreswechsel hält. Aber es ist immerhin eine Hoffnung. Vielleicht wird man mit zunehmendem Alter aber auch einfach nur immer dünnhäutiger.
      Strickergebnisse zeige ich, sobald etwas vorzeigbares dabei ist. Im Moment ruht es, weil ich noch die letzten Cowls für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ stricke.
      Bis bald und schöne Grüße
      Kristin

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