Willkommen 2018

Seid Ihr gut angekommen im neuen Jahr? Hier war es ruhig, wie immer. Ich mag keine großen lauten Feiern mit zwanghafter Fröhlichkeit und bin eher Morgenmensch als Nachteule – was das lange Aufbleiben schwierig macht. Nun ja, es ist geschafft. Allerdings kam mir vor, dass dieses Mal viel mehr in die Luft geschossen  und geknallt wurde als in den Vorjahren. Vielleicht waren noch mehr Menschen mit mir froh, dass dieses blöde Jahr nun endlich vorbei war.

Für 2018 habe ich mir einiges vorgenommen. So viel, dass ich schon weiß, dass ich nicht alles schaffen kann. Aber das ist egal, so habe ich wenigstens eine kleine Auswahl und kann mir aussuchen, was ich machen möchte. Es gibt keinen Grund, mich unter Druck zu setzen. Und zeitliche Reserven sind nur begrenzt vorhanden.

2017 habe ich 30 Bücher gelesen. Gelesen meint: Ich habe sie zu Ende gelesen. Bestimmt 10 Bücher habe ich nach mehr oder weniger Seiten zur Seite gelegt und nicht weiter gelesen. Die habe ich auch nicht mitgezählt. Ich habe keine Ahnung, ob ich mehr oder weniger als in den Vorjahren gelesen habe, weil ich es bislang noch nicht notiert habe. Aber mir gefällt diese Übersicht so gut, dass ich es in diesem Jahr fortführen werde. Und hoffentlich ähnlich viele Bücher lesen kann.

2017 habe ich auch viel gehandarbeitet. Das lag ja nahe, weil ich mich das halbe Jahr, dass ich nicht arbeiten durfte, irgendwie beschäftigen musste. Leider fehlt mir dazu die Dokumentation, das werde ich in diesem Jahr auf jeden Fall anders machen.
2018 möchte ich mich gerne intensiv mit Fair-Isle-Stricken beschäftigen. Dazu kam mir der Vorschlag einer Freundin, zusammen einen Fair-Isle-Schal zu stricken und das gemeinsam mit noch zwei weiteren Mitstrickerinnen zu dokumentieren, sehr recht. Für das Garn habe ich mich schon entschieden, aber ich muss wohl erst noch einen Geburtstags-Gutschein für weitere Farben einlösen. Bis dahin werde ich noch meine eigenen Notizen zu diesem Thema zusammenstellen und vervollständigen. Fair Isle sollte ja schon 2017 mein Thema sein und ich habe damals schon Vorarbeit geleistet.

Zusätzlich würde ich gerne eine Temperaturendecke stricken oder häkeln. Aber da bin ich mir unsicher, welches Garn ich verwenden möchte. Vorrangig würde ich gerne meinen Stash verkleinern, aber ich weiß nicht, ob ich da etwas passendes in einer großen Farbauswahl finde. Und bevor ich jetzt irgendwo einen Großeinkauf mache, stelle ich das eher zurück. Oder es ergibt sich noch etwas, dann kann ich es ja später nacharbeiten, die täglichen Wetterdaten notiere ich mir ohnehin in meinem Bullet-Journal.

Natürlich wird auch noch das eine oder andere auf mich zukommen, von dem ich jetzt noch nichts weiß. Ich habe eine Buch-Idee im Kopf, aber mir ist noch nicht ganz klar, ob ich das alles schaffen kann. Fünf Projekte für das Buch sind schon fertig, für zwei, drei weitere habe ich das Material griffbereit liegen. Ich denke noch daran rum und bin mir unschlüssig. Wie so oft in den vergangenen Jahren, wenn es um Buchideen ging.
Ich möchte vor allem aus dem Stash stricken und häkeln, auch wenn ich mir Wollkäufe nicht verkneifen möchte. Vermutlich 2019 werden sich hier Dinge leider ändern (und das nicht zum Guten, fürchte ich) und wahrscheinlich wird es dann finanziell anders aussehen. Da wäre ich gerne gerüstet.
Außerdem möchte ich nach schon vorhandenen Anleitungen stricken. Vor ein paar Tagen habe ich auf der Suche nach einem bestimmten Cowl mal durch meine Favoriten und Anleitungen bei Ravelry geklickt und war doch einigermaßen überrascht, wie viele tolle Anleitungen da völlig vergessen schlummern. Da muss sich was dran ändern, es wird Zeit, sie aus der Versenkung zu holen.
Und vermutlich wird es mehr kleine Projekte geben, Handstulpen, Cowls, Socken. Ich habe so unendlich viele Tücher gestrickt und möchte einfach mal etwas anderes machen.

Auch Sticken möchte ich gerne mehr. Dazu habe ich zwei angefangene und ein neues Projekt bereit liegen. Ja, es ist schon ziemlich voll in meiner Handarbeitsecke *seufz*

Und dann wären da noch  zwei ganz andere Projekte, die mich umtreiben: ein Art-Book und eine Roombox, also ein Künstlerbuch mit gehandarbeiteten Seiten und ein Raum eines Puppenhauses. Das Grundgerüst für die Roombox steht schon bereit. Aber weil es da um Dinge geht, von denen ich wenig bis gar keine Ahnung habe, Holzbearbeitung z.B., muss ich da auch erst mal sehen, ob ich das  hinkriege und wo ich im Zweifelsfall Unterstützung bekomme.

Zu guter Letzt starte ich dann auch im Februar/März noch eine Fortbildung zu einem Thema, von dem ich schon seit Kindesbeinen träume. Da muss sich in dieser Zeit zeigen, ob ich das Zeug dazu habe oder doch über ein mieses Niveau nicht hinauskomme. Da bin ich sehr gespannt.

Ihr merkt, mein 2018 wird sehr spannend. Ich mache jetzt erst mal unfassbar viele Pläne, umwerfen kann ich immer noch alles, wenn mir das Leben – so wie in 2017, als ich auch hochfliegende Pläne hatte, die dann zusammen mit mir Mitte Februar die Treppe runtergefallen sind und leider liegen blieben – nicht wieder dazwischen funkt. Auf der anderen Seite brauche ich aber auch genau diese Pläne und Ablenkungen, um nicht an den Anforderungen des Lebens zu verzweifeln. Von daher: alles ist gut.