Meine Weihnachts-Ringel-Socken

Ringelsocken finde ich immer besonders hübsch, leider stricke ich sie viel zu selten. Im vergangenen Herbst aber bot Stricki-Stracki ein Ringellllabo an und ich konnte nicht widerstehen. Kurz vor Weihnachten kam das erste Knäuel bei mir an: weiß, weihnachtsrot, weihnachtsgrün, weihnachtsblau und mit Glitzer. Sooo schön. Da habe ich nicht lange gezögert, die Socken sofort angeschlagen und über die Weihnachtstage gestrickt.

Bei bestimmten Sorten von Ringelsocken mag ich es nicht, wenn die Ferse die Abfolge der Farben unterbricht oder verändert.  So werden die Ringel ja auch schmaler, wenn man den Zwickel, wie z.B. bei der Herzchenferse, strickt. Dann überlege ich mir, eine nachträglich eingestrickte Ferse zu machen. So war das auch bei diesen Socken.

Bei der nachträglich eingestrickten Ferse wird über die Maschen, über die man sonst die Fersen strickt, ein Kontrastfaden eingestrickt. Das sollte möglichst ein glatter Faden sein – Baumwolle funktioniert immer gut. Bei mir war der Kontrast nicht so riesig, aber es hat trotzdem geklappt. Dafür lasst Ihr den Kontrastfaden außen an den Socken hängen und strickt über die Maschen für die Ferse. Den Faden abschneiden und auch dieses Ende einfach hängen lassen. Über die gerade gestrickten Maschen wird nun mit dem eigentlichen Arbeitsfaden noch einmal gestrickt. Der Kontrastfaden lässt sich entfernen und die Maschen können wieder für die Ferse aufgenommen werden.

Wenn der Socken dann insgesamt fertig ist, nehme ich die Maschen für die Ferse wieder auf. Dafür nehme ich mir zwei dünne Rundstricknadeln und nehme unter dem Kontrastfaden die Maschen wieder auf die Nadel. Die rechte Masche ist ja V-förmig und ich nehme das rechte Füßchen jeder Masche auf die Rundstricknadel. Wenn ich alle Maschen aufgenommen habe (unbedingt mitzählen), ziehe ich die Rundnadel durch, bis die Maschen auf dem Seil liegen.

Danach mache ich das gleiche mit den oberen Maschen. Wenn ich auch hier alle Maschen aufgenommen habe, ziehe ich auch wieder an der Nadel. Danach löse ich den Hilfsfaden vorsichtig aus dem Gestrick und habe dann alle Maschen für die Ferse auf den beiden Rundstricknadeln.

Die Ferse selber stricke ich dann wahlweise mit Rundnadeln oder einem Nadelspiel und zwar so wie die Bändchen-Spitze. Allerdings ziehe ich bei der nachträglich eingestrickten Ferse nicht die letzten 8 Maschen zusammen. Ich behalte insgesamt 12 oder 16 Maschen auf den Nadeln (jeweils 6 oder 8 auf jeder Seite). Diese Maschen werden am besten im Maschenstich zusammen genäht. Der Maschenstich widersetzt sich  mir leider hartnäckig und weil ich nicht so empfindlich bin, drehe ich den Socken auf links und stricke die Maschen mit dem 3-Needle-Bind-off zusammen. Das wird allerdings ein wenig dicker und ist für Menschen mit empfindlichen Füßen nicht zu empfehlen.

Mich stört in diesem Fall nicht, dass die Ferse aus einfachem, weißen Sockengarn gestrickt ist und nicht glitzert. Dafür läuft das schöne Ringelmuster genau gleich über den ganzen Socken.

2 Antworten auf „Meine Weihnachts-Ringel-Socken“

  1. Wunderschön, Deine Weihnachtssocken. Wegen der Ferse: hast Du schon mal einfach den Faden zum Fersestricken von der anderen Seite des Knäuels genommen? Ich mach das immer, wenn die Farben weiterlaufen sollen.

    Liebe Grüß
    Ruthy

    1. Vielen Dank für das Lob. Und für die tolle Idee. Nein, darauf wäre ich tatsächlich nicht gekommen, es bliebe aber immer noch das Problem mit dem Spickel, bei dem die Streifen dann ja kürzer würden. Aber ich werde das sicher auch mal probieren.
      Liebe Grüße
      Kristin

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