Was von den Vorsätzen übrig blieb, Teil 1

Für dieses Jahr hatte ich mir ja tatsächlich vorgenommen, meinen Stash zu verkleinern. Das nehme ich mir dauernd vor, finde dann eine supertolle Anleitung, die ich sofort in Angriff nehmen muss – und habe nicht die passende Wolle. Kennt Ihr auch, oder? In den ersten Wochen des Jahres habe ich tatsächlich noch Wolle gekauft, aber inzwischen halte ich mich an meinen Plan. Und da ich ja auch mal runtergeladene Anleitungen von Ravelry durchsehen wollte, mache ich es jetzt anders herum. Ich suche Wolle in meinem Stash aus und schaue dann nach einer tollen Anleitung. Die meisten Projektideen habe ich ja mal runtergeladen und gespeichert, weil sie mir gut gefielen, von daher findet sich dann auch meistens etwas.

Am Ostersamstag haben wir uns mit den Strickfreundinnen in einem Woll-Laden getroffen und ein wunderbares österliches Stricktreffen gemacht. Das passte auch deswegen ganz gut, weil ich noch einen nicht unerheblichen Gutschein für diesen Laden hatte. Und tatsächlich habe ich nur Wolle ausgesucht, die ich zur Ergänzung für anderes Material brauchen kann. Okay, ein einsames Knäuel Sockenwolle musste mit, ohne, dass es dafür schon eine konkrete Idee gab – abgesehen mal von der Idee, es tatsächlich zu Socken  zu verstricken, zählt das schon? Wir hatten einen wunderbaren Tag, das war erholsamer als die anderen freien Tage, wie ein kleiner Urlaub. Auch wenn es mir manchmal schwer fällt, mich aufzuraffen, bin ich immer ganz froh, wenn ich dann doch mitgehe.

Zusätzlich habe ich noch zwei Restedecken angefangen, das mache ich ja gerne, um große Mengen aus meinem Stash zu verstricken. Dafür habe ich mir tatsächlich Reste zusammen gesucht, von fertigen Projekten, Knäuel, aus denen ich nur irgendeine Kleinigkeit gestrickt habe und eine Handvoll von Knäuel und Strängen, von denen ich nicht mehr weiß, wie um alles in der Welt die in meinem Wollvorrat gekommen sind. Angefangen habe ich als Langzeit-Projekt eine gestrickte Decke, dreifädig und diagonal gestrickt – da setze ich immer einen neuen Faden an, wenn das aktuelle Knäuel zu Ende ist. Von dieser Sorte Decken habe ich schon mehrere gestrickt und weiß, dass da einiges an Wolle verarbeitet wird. Und diese Decken sind sehr begehrt, ich habe schon so eine Ahnung, wer begehrliche Blicke darauf werfen wird (und sie dann auch fertig mitnehmen darf).  Die zweite Restedecke wird gehäkelt. Als Granny-Stripes-Decke, also das Muster der Granny-Squares nur in Reihen gehäkelt. Da verwende ich das Garn zweifädig, eine Farbe enthält immer hellgrau in irgendeiner Form (warum habe ich eigentlich so viel Grau in meinem Vorrat?), der zweite Faden ist tatsächlich nur ein Rest von bis zu maximal 10g. Von meinem Anfang bin ich sehr begeistert, das wird mit Sicherheit auch eine schöne Decke. Bilder zeige ich Euch, wenn es vorzeigbares gibt.

2 Antworten auf „Was von den Vorsätzen übrig blieb, Teil 1“

  1. Socken Wolle zählt nie zum stash, das ist ein Naturgesetz.

    Liebe Grüße aus dem Pott
    Martina

    1. Vielen Dank für diese Info. Das war mir bislang entgangen, erleichtert mich aber sehr, habe ich doch nun einen deutlich kleineren Stash und einen guten Grund auch weiterhin große Mengen an Sockenwolle zu horten und zu kaufen. Puh. Du rettest mir den Tag.
      Liebe Grüße von der Waterkant in den Pott
      Kristin

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