Samstagsplausch 8 / 2017

Diese Woche war dank dreier Urlaubstag von Montag bis Mittwoch  ziemlich ruhig. Ich habe die unverhofft zu Hause verbrachten Tage (Ihr erinnert Euch: eigentlich war ja eine Reise nach Würzburg geplant) mit einer Mischung aus Kreativem und Haushalt gestaltet. So konnte ein bisschen Liegengebliebenes abgearbeitet werden und aktuelle und zukünftige Projekte aller Art habe ich geplant und weiter voran getrieben. Glücklicherweise konnte ich meine Starteritis bremsen und habe nicht noch etwas Neues angefangen. Darüber bin ich dann doch ein bisschen froh.

Die Moorland-CAL-Decke geht jetzt dem Ende entgegen, es müssen nur noch die vier Runden der Umrandung gehäkelt werden. Einerseits finde ich das schade, andererseits hat das Häkeln sehr viel Zeit in Anspruch genommen und wenn die Decke fertig ist, bleibt wieder Luft für die eigentlichen Pläne für dieses Jahr. Vermutlich hole ich dann erst einmal die schon angefangene Häkeldecke wieder in den Ufo-Korb und schaue mal, ob ich die nicht als Erstes meiner Langzeitprojekte fertig machen kann. Gerade bin ich so gut drin im Häkeln. Bilder von der fertigen Moorland-Decke zeige ich dann hoffentlich in der nächsten Woche.

Das Sternkissen ist fertig und wartet auf einen neuen Besitzer. So sieht es jetzt aus:

Mir gefällt es sehr gut und vermutlich wird es auch nicht das letzte bleiben, wenigstens ein Kissen in Grün werde ich noch stricken (müssen).

An dem dänischen Schal stricke ich noch, ich denke aber, auch der wird in der nächsten Woche fertig.

Und was war noch diese Woche? Naja, der Frühling streckt seine ersten Boten im Vorgarten aus:

Das habe ich natürlich freudig begrüßt. Das sicherste Zeichen für mich, dass es endlich wieder heller und wärmer werden muss, ist, dass ich gelbe Blumen kaufe oder in meinen Handarbeiten Gelb immer wieder auftaucht. Dieses Jahr waren es die gelben Blumen, die den Weg zu mir fanden.

Ist schon manchmal seltsam, wie wir Menschen so ticken und was für Verhaltensweisen man an sich selber entdeckt.

Die nächste Woche wird insgesamt wieder stressiger, weil schon allerhand Termine auf mich warten und nicht alle davon nur positiv sind. Aber neben dem Fertigstellen der Decke und des dänischen Tuches möchte ich auf jeden Fall das erste meiner geplanten Stickprojekte starten. Und das sind dann ja schon wieder gute Aussichten, oder?

Der Samstagsplausch wird von  Andrea von Karminrot  betreut und man kann dabei eine ganze Menge neuer Blogs finden. Ich bin heute das zweite Mal dabei und freue mich immer noch über die vielen neuen Blogs, die ich so gefunden habe und über die tolle Idee.

Samstagsplausch – 7 / 2017

Bei Streifzügen durch andere Blogs fand ich den Samstagsplausch. An jedem Wochenende erzählt man ein wenig von seiner Woche, seinen Wochenendplänen, von gelesenen Büchern und was man sonst noch so macht. Organisiert wird das von Andrea von Karminrot und man kann dabei eine ganze Menge neuer Blogs finden. Und so habe ich mich entschlossen, auch mitzuschreiben. Ist auch eine schöne Idee, das Blog wieder mehr zu beleben.

Meine Woche war ziemlich durchwachsen und begann mit einem Treppensturz. Glücklicherweise ist nicht sooo viel passiert, aber für eine schmerzhafte Überdehnung der Bänder im rechten Knie hat es dann doch gereicht. Hätte nicht zwingend sein müssen. Und weil das an schlechtem Karma wohl noch nicht gereicht hat, ist auch noch meine geplante Wochenend-Reise ausgefallen. Die Herzensfreundin, die ich besuchen wollte, ist leider ziemlich krank geworden und so wurde nichts aus dem „Zugsocking und mehr“ nach Würzburg. Aber ihre Gesundheit geht vor und wir holen das nach. Trotzdem war das keine leichte Entscheidung und es geht uns beiden damit nicht wirklich gut, wir haben uns so sehr auf die gemeinsame Zeit gefreut und uns auch eine ganze Weile schon nicht mehr gesehen.
Die freien Tage, die sich nun ergeben haben (ich wollte bis Mittwoch in Würzburg bleiben), werde ich jetzt für einen vorgezogenen Frühjahrsputz nutzen. Nicht, dass ich so begeistert putze, aber wenn das erledigt ist, habe ich das weg und kann die kommenden Wochenenden sinnvoller nutzen – und, hmmm, nötig ist es halt auch. Von ein paar kleineren, schon angefangenen Dingen habe ich gestern einiges fertig gemacht: Druckknöpfe angebracht, ein Bild gebügelt und gerahmt, einer handgemachten Puppe eine Frisur verpasst. Ich zeige Euch das in den nächsten Tagen. Irgendwie liegt hier schon wieder ganz viel rum, es wäre ganz schön, wenn ich davon mal einiges wegschaffen könnte. Im Moment schwirren mir nämlich noch ganz viele Ideen im Kopf rum. Auslöser für einige davon war ein langes Gespräch mit meiner Künstlerin-Schwägerin, dass wir Weihnachten geführt haben. Mein Bruder und seine Frau leben in der Schweiz und wir sehen uns leider nur sehr selten, auch weil mein Bruder viel unterwegs ist. Meine Schwägerin hatte sich mit dem Thema „Artbooks“ beschäftigt und wir hatten gemeinsam bei Pinterest einiges dazu angesehen. Nachdem ich in den letzten Jahren ja irgendwie nicht allzu viele Ideen hatte, hole ich das jetzt anscheinend innerhalb weniger Wochen nach. Ich komme fast nicht mehr hinterher, mir Notizen und Planungsentwürfe zu machen und mir fällt immer wieder noch etwas Neues ein. Ein wirklich tolles Gefühl, hatte ich doch schon Angst, mir würden gar keine Ideen mehr kommen. Und gleichzeitig bietet sich so die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren, die mich auch schon lange, teilweise schon seit vielen Jahren anlächeln. Sehr inspirierend.
Neben all den vielen Notizen und der regulären Arbeit habe ich auch gerade wieder eine intensive Lesephase. Ganz aktuell lese ich zurzeit „Das Haus in der Nebelgasse“ von Susanne Goga. Der Roman über eine junge Lehrerin spielt im London von 1900 und erzählt von den Geheimnissen einer Schülerin, verwoben in die Geschichte der Stadt London. Im Anhang findet man Lesetipps und Links zu den verwendeten historischen Stadtplänen von London. Die Geschichte ist spannend erzählt und vermittelt viel von der Atmosphäre der Stadt um diese Zeit. Stilistisch überzeugt es mich nicht immer so ganz, aber darüber kann ich – des Lesevergnügens wegen – gut hinwegsehen. London ist ja ohnehin meine Stadt und ich lasse keine Gelegenheit aus, darüber zu lesen – wenn ich schon nur gelegentlich dorthin reisen kann.
Auf den Stricknadeln habe ich gerade das zweite Sternkissen. Gedacht war es ursprünglich als Geschenk, aber damit kam mir dann jemand zuvor. Auch gut, so bleibt das wunderbare, lilafarbene Kissen wohl hier. So lange zumindest, bis es jemand lautstark bewundert und dafür mitnehmen darf. Mir fallen schon ein paar Kandidaten ein, die dafür in frage kämen *gg*. Außerdem habe ich noch ein gestreiftes Tuch auf den Nadeln, für das ich mir das Material letztes Jahr aus dem Strickurlaub in Dänemark mitgebracht habe. Wenn ich daran stricke, habe ich das Bild von uns allen in unserem dänischen Ferienhaus vor Augen, von Dünen, vom Meer, von den mitgebrachten Spinnrädern und bin sehr dankbar, dass wir schon zum zweiten Mal gemeinsam einen „verstrickten“ Urlaub dort gemacht haben. Kann ich nur empfehlen.

Die nächste Woche wird durch die Urlaubstage deutlich entspannter sein. Darauf freue ich mich. Habt alle ein schönes Wochenende und startet am Montag gut in die neue Woche.

Spinntreffen Tuch

Im vergangenen Jahr war das jährliche Spinntreffen in Plön. Wir hatten eine wunderbare Zeit mit tollen  Menschen, die ich teilweise schon viele, viele Jahre kenne. Weil ich Lust auf ein neues Projekt hatte, habe ich dort ein Tuch angefangen. Aus Garnen, die dort zum Tausch oder Kauf angeboten wurden. Die Grundlage ist ein Muster von Drops, das ich allerdings abgewandelt habe. Meine Streifen sind deutlich breiter und auch die gekräuselten Abschnitte sind doppelt gestrickt, obwohl die Anleitung dort nur einen einfachen Faden vorsah. Weil wir im Anschluss an das Stricktreffen noch zu einem Strick-Urlaub nach Dänemark gefahren sind und ich dort mit der  Herzensfreundin gemeinsam ein anderes Tuch fertig stricken wollte, blieb dieses Tuch liegen. Inzwischen ist es fertig geworden. Zuerst war ich mir nicht schlüssig, ob es mir gefällt, aber je länger es auf Mrs. Beeton hängt, desto mehr mag ich es.

Verwendet habe ich für die glatten Streifen einen Faden von einem Zauberball 100 in der Farbe Rauchzeichen zusammen mit einem Faden Lang Yarns Alpaca. Das fasst sich zusammen wunderbar weich und kuschelig an. Die gekräuselten Zwischenstreifen habe ich aus einem doppelt genommenen Soft Lamb von Ruppert gestrickt. Das Garn fasst sich deutlich fester an und bildet so einen schönen Kontrast zu den weichen Streifen. Verbraucht habe ich zwei Knäuel von den Zauberbällen, vier 25g-Knäuel vom Alpaca-Garn und zwei 50g-Bobbel vom Ruppert-Garn.

In diesem Jahr ist das Spinntreffen im Oktober in Solingen. Wenn  jemand von Euch Interesse an der Teilnahme hat, könnt Ihr Informationen dazu bei mir anfordern.

Kommt gut in die neue Woche und lasst Euch nicht ärgern 🙂

#useyourpinterestboards

Pinterest ist einer meiner Lieblings-Tummelplätze im Internet und eine fast unerschöpfliche Ideenquelle. Ich liebe das einfach mich da so durchzuklicken und hier und dort zu schauen. Wie an anderen Stellen auch, kommt relativ schnell eine bunte Sammlung zusammen – wenn da nur der Zeitfaktor nicht wäre. Und so sind auch dort, wie schon bei Ravelry oder im Bücherregal, viele tolle  Dinge geparkt und werden nicht genutzt. Zu meinen vielen Vorsätzen gehört in diesem Jahr dementsprechend auch, nicht nur meine Vorräte abzubauen, sondern auch die vorhandenen Anleitungen und Ideen zu nutzen.

Im Januar habe ich damit angefangen und als Erstes für meinen Haselzweig im Fenster ein paar Perlenspiralen gemacht. Dazu braucht es nicht sehr viel Material, es geht ziemlich schnell und ist mal etwas anderes. Die Idee stammt von diesem Pin und ist nach dieser Anleitungen nachgebastelt.

Und so sehen sie bei mir aus:

Und hier sind noch ein paar weitere Eindrücke:

Mir gefallen sie sehr gut und ich denke, man kann sie in verschiedenen Variationen verwenden, z.B. als Geschenkanhänger oder auch als Lesezeichen.
Natürlich lassen sich diese Draht-Perlen-Stränge auch in andere Formen biegen und sich dekorativ um Äste oder an Blumenvasen wickeln. Euch fällt dazu bestimmt noch mehr ein.

2017 – Pläne und wie das Leben dazwischen funkt ;-)

Das neue Jahr ist nun schon fast vier Wochen alt, aber ich denke, ich kann Euch immer noch von meinen kreativen Plänen für 2017 berichten.

Jedes Jahr nehme ich mir vor, bestimmte Dinge zu erledigen. Im vergangenen Jahr waren es meine UFOs, die ich abarbeiten wollte. Das ist mir sogar fast gelungen, ein angefangenes Strickstück ist noch da, an dem arbeite ich aber auch noch und es geht der Vollendung entgegen.
Dieses Jahr habe ich vor, vorrangig an der Beendigung verschiedener Großprojekte zu stricken. Über die Jahre haben sich Reste-Decke angesammelt, die ich begeistert angefangen habe, dann aber blieben sie irgendwie liegen. Ich bin sicher, Ihr kennt das auch. An einigen Decken ist der größte Teil der Arbeit gemacht, es fehlt „nur noch“ die Ausarbeitung, was ja auch noch genügend Arbeit ist. An anderen Decken muss noch viel gearbeitet werden und ich bin mir jetzt schon sicher, dass ich nicht alles in diesem Jahr schaffen werde. Das macht aber nichts, es muss ja auch noch genügend Zeit dafür sein, neuen und spannende Projekte anzufangen.

Und wie das Leben manchmal so spielt, habe ich das Jahr mit einem neuen Deckenprojekt begonnen und die alten erst mal schnöde liegen gelassen. Aber Lucy von Attic24 hat so eine tolle Decke entworfen, da konnte ich nicht widerstehen. Lucy, die in Yorkshire in England lebt, hat ein Foto ihrer Gegend verwendet und das als Grundlage für eine gehäkelte Decke genommen. Wer mich kennt, weiß, ich liebe England und ich liebe Yorkshire. Da war diese Decke sozusagen Pflichtprogramm. Anfang Januar ging es mit der Häkelei los und ich bin eifrig dabei. Leider habe ich völlig unterschätzt, dass so eine Decke sehr viel Arbeit macht und Häkeln deutlich anstrengender für mich ist als Stricken. So schaffe ich es immer so gerade eben die wöchentlichen „Rationen“, aber mehr  auch nicht. Das ist nicht so clever gewesen, aber hinterher ist man ja sowieso immer schlauer.

Neben den Großprojekten möchte ich in diesem Jahr auch endlich mal die Fair-Isle-Strickerei mehr in den Fokus stellen. Dafür recherchiere ich gerade intensiv über die Shetland-Inseln (zu denen Fair Isle gehört), über die Schafe, über die Geschichte der Fair-Isle-Strickerei und – weil ich weiß, dass das für diese Strickerei entscheidend ist – über Farbkombinationen. Die Stricktechnik an sich ist mir durchaus schon vertraut, aber mehr Hintergrundinformationen dazu sind sicher auch nicht verkehrt.

Um alle Ideen zu kanalisieren und aufzubewahren, habe ich schon im vergangenen Jahr angefangen, ein „Creative Journal“ zu führen. Darin finden sich Informationen zu beendeten und laufenden Projekten, Pläne, Übersichten und Ideensammlungen. Die Grundidee basiert auf dem „Bullet Journal„, mit dem ich schon seit mehr als einem Jahr sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Nun wisst Ihr erst mal, worauf Ihr Euch in diesem Jahr einstellen müsst. Es ist viel in Bewegung und in Arbeit, ich habe ein paar tolle Sachen gefunden, die ich Euch  zeigen werde.

Zum ersten, zum zweiten, zum dritten, zum …

… naja, hoffen wir mal, dass die Auktion jetzt vorbei ist.

Viele Jahre habe ich schon mit WordPress gebloggt. Mit einer der ersten Versionen – so lange, bis das so unbequem geworden ist, dass eine neue Version unumgänglich war. Weil ich, was Computer anbelangt, ja eher ein Laie bin, dauerte es ewig, bis das Blog wieder lief. Alle vorherigen Beiträge waren gelöscht, was durchaus auch nicht unbeabsichtigt geschehen ist, neue Beiträgen kamen. Ich habe mich in der neuen Version häuslich eingerichtet, kam mal mehr, mal schlechter zurecht, hatte aber irgendwann das Gefühl, es klappt alles einigermaßen. Und dann war von einem auf den anderen Tag alles verschwunden. Das Layout, die Texte, die Bilder. Das Aufspielen eines Backups war auch nicht  möglich. Dafür tauchten Fragmente der alten, eigentlich gelöschten Version wieder auf. Und ich war – vermutlich verständlicherweise – einigermaßen frustriert. Zum x-ten Mal habe ich die Bloggerei auf den Prüfstand gehoben, von allen Seiten beleuchtet und eine Entscheidung immer wieder verschoben. Aber es hat mir gefehlt, dieses Bloggen.

Dann habe ich angefangen, nach anderen Blogprogrammen zu suchen. Aber an allen gefundenen Angeboten hatte ich was zu mäkeln. Hab was ausprobiert auf einer Testseite, was nicht richtig lief. Nun bin ich doch wieder, unter neuen Voraussetungen technischer Art, bei WordPress gelandet. Und hoffe, dass ich bleiben kann und alles läuft. Vorsichtshalber werde ich aber im Sommer noch einen WordPress-Bildungsurlaub einschieben, der dann hoffentlich alle Ungereimtheiten beseitigt.

In der nächsten Zeit werde ich mich hier erstmal wieder einrichten. Den Header ändern, mit Farben spielen, Links einbauen und versuchen zu verstehen, wie WordPress für mich funktioniert. Wenn alles gut klappt, lade ich dann die Anleitungen wieder hoch, die mit der alten Version verschwunden sind.

Vielleicht ist ja von den früheren Lesern noch jemand hier und liest mit. Und vielleicht braucht die Welt ja noch einen weiteren, deutschen Strickblog, nachdem so viele in den vergangenen Jahren aufgehört haben. Ich lasse mich einfach überraschen. Abschalten kann ich ja im Zweifelsfall immer noch.