Samstagsplausch 15 / 2018

Lange war ich nicht mehr beim Samstagsplausch dabei, was ich sehr schade fand. Aber die Grippe hatte mich so richtig außer Gefecht gesetzt und ich tue mich immer noch sehr schwer damit, wieder so richtig in die Gänge zu kommen. Außerdem habe ich ziemlich viel darüber nachgedacht, ob ich das Bloggen nicht doch aufgebe, weil ich einfach keine Lust habe, mich mit den (nicht mehr so) neuen Datenschutzgesetzen zu beschäftigen. Das strengt mich an, und wirklich auf der sicheren Seite ist man ohnehin nicht, egal, was man da reinschreibt. Andererseits ist dies ein bewusst werbefreier Blog, wenn ich Bücher, Wolle oder andere Dinge vorstelle, habe ich die grundsätzlich selber gekauft (oder in der Bibliothek ausgeliehen), und eigentlich dürfte ich da nichts zu befürchten haben. Das ist mir wichtig und mit ein Grund, warum ich auf der eigenen Domain blogge und nicht bei einem anderen Anbieter, bei dem die Werbung ungefragt und ungeprüft zwangsläufig dazu gehört. Nun gut, so einfach lasse ich mich nicht unterkriegen, mit der DGSVO beschäftige ich mich an dem langen Wochenende über den ersten Mai und dann sehe ich mal weiter.
In den vergangenen Wochen habe ich nicht sehr viel auf die Reihe bekommen. Nach der Arbeit war ich meist so erledigt, dass ich es so gerade eben noch bis zur regulären Bettzeit ausgehalten  habe, aber zum Stricken, Häkeln, sonstwas reichte die Kraft meistens nicht mehr. Und wenn, habe ich mühsam geheime Projekte gestrickt, über die ich nichts erzählen möchte. Aber damit bin ich jetzt durch, einen Teil muss ich noch waschen und spannen und dann ist es gut. Ich bin sehr erleichtert.
Ein paar Blogposts schlummern immer noch im Hintergrund. Einige davon muss ich noch mal ein wenig umschreiben und Verlinkungen rausnehmen, und wenn ich dann Bilder gemacht habe, schalte ich die frei. Es sind, wie ich finde, ganz interessante Dinge dabei.
Glücklicherweise steht jetzt der Frühling in den Startlöchern und die Tage sind wieder länger hell. Das tut gut und motiviert auch ein wenig, lange liegengelassenes endlich anzupacken. Dieses Wochenende habe ich schon ein wenig geschafft und bin sehr froh darüber. Es scheint also tatsächlich langsam aufwärts zu gehen und das ist auch gut so.

Startet gut in die neue Woche und lasst Euch nicht ärgern.

Den Samstagsplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

Erwischt …

… hat mich Mitte vergangener Woche die Virusgrippe. Damit war meine gesamte Wochenend-Planung zerschossen, wollte ich doch zur Herzensfreundin nach Würzburg fahren, von dort mit ihr gemeinsam weiter nach Konstanz zum Bodensee-Treffen, um anschließend noch ein paar Tage in Würzburg eine Pause vom Alltag zu machen. Nachuntersuchung vom operierten, noch immer nicht wieder guten Knie inklusive. Stattdessen also Krankenlager, hohes Fieber, Schüttelfrost, Arztbesuche. Heute ist der erste Tag, an dem das Fieber nicht mehr so hoch ist und ich mal eine Weile am Computer sitzen kann. Fieberfrei geht allerdings auch am sechsten Tag noch anders. So fies erwischt hat es mich schon seit vielen Jahren nicht mehr. Von meiner Enttäuschung über das lange geplante und dringend benötige Erholungswochenende, das nun auf der Strecke geblieben ist, muss ich Euch sicher nichts erzählen. In Kombination mit dem Fieber und der Erschöpfung habe ich am Wochenende viele Tränen vergossen.

Strick- und lesetechnisch ist hier auch nicht viel passiert, aber ich denke, dass es nun langsam aufwärts geht und ich dann auch wieder öfter hier schreiben kann.
Bleibt bloß gesund, der diesjährige Virus ist richtig fies und, wie man mir beim Arzt sagte, auch äußerst hartnäckig. Gebt auf Euch acht.

Samstagsplausch 3 / 2018

Diese Woche flog wieder einfach nur so vorbei. Ich war wie schon in den letzten Wochen jeden Tag mit Therapien beschäftigt, so dass für andere Dinge wenig Zeit blieb. So langsam fängt es an, sich zu stauen und ich werde einige Zeit damit zubringen müssen, alles wieder auf Vordermann zu bringen. Aber das wird schon.

Der Sturm ist an uns vorüber gezogen und hat uns nicht erwischt. Nur die Zügen fielen aus oder fuhren deutlich langsamer und manchmal hat es mehr oder weniger heftige Schneeschauer gegeben, es war aber nicht windiger als es ohnehin schon  in den vergangenen Tagen gewesen ist. Wir haben Glück gehabt.

Am vergangenen Wochenende habe ich ein paar Maschenmarkierer gebastelt, ganz einfache, ganz schnelle, aber zur Zeit ist diese  Sorte mein absoluter Favorit, weil sie einfach überall universell einzusetzen sind und auch ganz leicht.

Und bei unserem Besuch beim Möbelschweden habe ich mir die Grundlagen für eine Lightbox mitgebracht, den Rest habe ich auf die Schnelle in unserem Bastelladen neben der Post besorgt. Ich freue mich schon auf das Gestalten und habe mir auch schon einen Spruch ausgesucht, der mit gut gefällt. Ich habe geplant, daran an diesem Wochenende noch anzufangen.

Ihr merkt, es gibt nicht viel zu erzählen über diese Woche, vielleicht wird die nächste ein wenig spannender.
Wie Eure Woche war, lese ich jetzt in Euren Berichten nach.

Den Samstagsplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

Willkommen 2018

Seid Ihr gut angekommen im neuen Jahr? Hier war es ruhig, wie immer. Ich mag keine großen lauten Feiern mit zwanghafter Fröhlichkeit und bin eher Morgenmensch als Nachteule – was das lange Aufbleiben schwierig macht. Nun ja, es ist geschafft. Allerdings kam mir vor, dass dieses Mal viel mehr in die Luft geschossen  und geknallt wurde als in den Vorjahren. Vielleicht waren noch mehr Menschen mit mir froh, dass dieses blöde Jahr nun endlich vorbei war.

Für 2018 habe ich mir einiges vorgenommen. So viel, dass ich schon weiß, dass ich nicht alles schaffen kann. Aber das ist egal, so habe ich wenigstens eine kleine Auswahl und kann mir aussuchen, was ich machen möchte. Es gibt keinen Grund, mich unter Druck zu setzen. Und zeitliche Reserven sind nur begrenzt vorhanden.

2017 habe ich 30 Bücher gelesen. Gelesen meint: Ich habe sie zu Ende gelesen. Bestimmt 10 Bücher habe ich nach mehr oder weniger Seiten zur Seite gelegt und nicht weiter gelesen. Die habe ich auch nicht mitgezählt. Ich habe keine Ahnung, ob ich mehr oder weniger als in den Vorjahren gelesen habe, weil ich es bislang noch nicht notiert habe. Aber mir gefällt diese Übersicht so gut, dass ich es in diesem Jahr fortführen werde. Und hoffentlich ähnlich viele Bücher lesen kann.

2017 habe ich auch viel gehandarbeitet. Das lag ja nahe, weil ich mich das halbe Jahr, dass ich nicht arbeiten durfte, irgendwie beschäftigen musste. Leider fehlt mir dazu die Dokumentation, das werde ich in diesem Jahr auf jeden Fall anders machen.
2018 möchte ich mich gerne intensiv mit Fair-Isle-Stricken beschäftigen. Dazu kam mir der Vorschlag einer Freundin, zusammen einen Fair-Isle-Schal zu stricken und das gemeinsam mit noch zwei weiteren Mitstrickerinnen zu dokumentieren, sehr recht. Für das Garn habe ich mich schon entschieden, aber ich muss wohl erst noch einen Geburtstags-Gutschein für weitere Farben einlösen. Bis dahin werde ich noch meine eigenen Notizen zu diesem Thema zusammenstellen und vervollständigen. Fair Isle sollte ja schon 2017 mein Thema sein und ich habe damals schon Vorarbeit geleistet.

Zusätzlich würde ich gerne eine Temperaturendecke stricken oder häkeln. Aber da bin ich mir unsicher, welches Garn ich verwenden möchte. Vorrangig würde ich gerne meinen Stash verkleinern, aber ich weiß nicht, ob ich da etwas passendes in einer großen Farbauswahl finde. Und bevor ich jetzt irgendwo einen Großeinkauf mache, stelle ich das eher zurück. Oder es ergibt sich noch etwas, dann kann ich es ja später nacharbeiten, die täglichen Wetterdaten notiere ich mir ohnehin in meinem Bullet-Journal.

Natürlich wird auch noch das eine oder andere auf mich zukommen, von dem ich jetzt noch nichts weiß. Ich habe eine Buch-Idee im Kopf, aber mir ist noch nicht ganz klar, ob ich das alles schaffen kann. Fünf Projekte für das Buch sind schon fertig, für zwei, drei weitere habe ich das Material griffbereit liegen. Ich denke noch daran rum und bin mir unschlüssig. Wie so oft in den vergangenen Jahren, wenn es um Buchideen ging.
Ich möchte vor allem aus dem Stash stricken und häkeln, auch wenn ich mir Wollkäufe nicht verkneifen möchte. Vermutlich 2019 werden sich hier Dinge leider ändern (und das nicht zum Guten, fürchte ich) und wahrscheinlich wird es dann finanziell anders aussehen. Da wäre ich gerne gerüstet.
Außerdem möchte ich nach schon vorhandenen Anleitungen stricken. Vor ein paar Tagen habe ich auf der Suche nach einem bestimmten Cowl mal durch meine Favoriten und Anleitungen bei Ravelry geklickt und war doch einigermaßen überrascht, wie viele tolle Anleitungen da völlig vergessen schlummern. Da muss sich was dran ändern, es wird Zeit, sie aus der Versenkung zu holen.
Und vermutlich wird es mehr kleine Projekte geben, Handstulpen, Cowls, Socken. Ich habe so unendlich viele Tücher gestrickt und möchte einfach mal etwas anderes machen.

Auch Sticken möchte ich gerne mehr. Dazu habe ich zwei angefangene und ein neues Projekt bereit liegen. Ja, es ist schon ziemlich voll in meiner Handarbeitsecke *seufz*

Und dann wären da noch  zwei ganz andere Projekte, die mich umtreiben: ein Art-Book und eine Roombox, also ein Künstlerbuch mit gehandarbeiteten Seiten und ein Raum eines Puppenhauses. Das Grundgerüst für die Roombox steht schon bereit. Aber weil es da um Dinge geht, von denen ich wenig bis gar keine Ahnung habe, Holzbearbeitung z.B., muss ich da auch erst mal sehen, ob ich das  hinkriege und wo ich im Zweifelsfall Unterstützung bekomme.

Zu guter Letzt starte ich dann auch im Februar/März noch eine Fortbildung zu einem Thema, von dem ich schon seit Kindesbeinen träume. Da muss sich in dieser Zeit zeigen, ob ich das Zeug dazu habe oder doch über ein mieses Niveau nicht hinauskomme. Da bin ich sehr gespannt.

Ihr merkt, mein 2018 wird sehr spannend. Ich mache jetzt erst mal unfassbar viele Pläne, umwerfen kann ich immer noch alles, wenn mir das Leben – so wie in 2017, als ich auch hochfliegende Pläne hatte, die dann zusammen mit mir Mitte Februar die Treppe runtergefallen sind und leider liegen blieben – nicht wieder dazwischen funkt. Auf der anderen Seite brauche ich aber auch genau diese Pläne und Ablenkungen, um nicht an den Anforderungen des Lebens zu verzweifeln. Von daher: alles ist gut.

 

 

 

 

Samstagsplausch 52 / 2017

Der letzte Samstagsplausch in diesem Jahr. Eine gute Gelegenheit für einen Jahresrückblick. Aber nein, das mache ich nicht. Schon lange nicht mehr und aus gutem Grund nicht. Ich versuche lieber nach vorne zu schauen, statt nach hinten zu blicken zu Dingen, die ich ohnehin nicht mehr ändern kann und aus denen ich (vielleicht) gelernt habe, was es zu lernen gab.

Das Weihnachtsfest war bei uns eher durchwachsen und abgesehen von den Begegnungen mit meinem Bruder und seiner Frau und einer kurze Stippvisite der Kinder eher unspektakulär. Der Völlerei an den Feiertagen zeigen wir schon seit Jahren die rote Karte und das bekommt uns allen gut. Und auf große Geschenkorgien verzichten wir auch.

Viel spannender waren da die Tage nach den Feiertagen. Ich mag diese Zeit sehr – wenn ich mich davor hüte, nach hinten zu schauen und in den Jahresendblues zu verfallen (das klappt inzwischen immer besser und ich bin froh darüber, s.o.). In diesem Jahr habe ich zwischen den Jahren entschieden, dass meine Bücher so wertvoll sind, dass sie hinter Glas müssen. Und so sind wir zum Möbelschweden gefahren und haben zu den Billy-Regalen Glastüren gekauft. Sieht sehr edel aus. Netter Nebeneffekt: weniger Staubwischen-müssen. Bis vor zweieinhalb Jahren standen die Bücher an dieser Stelle, die jetzt die Glastüren bekam, in offenen Regalen ohne Rückwand. Und unter einer offenen Treppe. Die Regale mit Rückwand waren schon eine große Verbesserung, ich hoffe, dass ich jetzt endgültig die richtige Lösung gefunden habe. Und Bücher in Vitrinenschränken: das sieht schon echt ziemlich professionell aus. Mein Buchhändlerinnenherz jubelt laut.
Neben dem (kurzen) Shopping-Ausflug habe ich so Sortierkram gemacht, viel auf- und umgeräumt, mein Bullet-Journal für das nächste Jahr vorbereitet und viele, viele Pläne gemacht. Ich kann es kaum erwarten, dass endlich 2018 anfängt und ich loslegen kann. Nebenbei habe ich ein Buch zu Ende gelesen, ein paar Socken fertig gestrickt und ferngeschaut. Und Fahrkarten gekauft für das Bodensee-Stricktreffen im März. Ich freu mich total auf die Tage mit den anderen Strickbegeisterten und mir ist wurscht, dass ich dafür fast einmal diagonal durch das ganze Land reisen muss.

Nun steht der Jahreswechsel vor der Tür. Während die Kinder feiern sind, bleibe ich zu Hause, lese, stricke, schaue fern, mache Pläne. Und am 2. Januar hat mich der Alltag wieder. Arbeiten mit voller Stundenzahl und vielen Statistiken, die zu machen sind, Termine nach der  Arbeit an fast jedem Wochentag und gefühlt tausend Ideen im Kopf, die nichts mit der Arbeit zu tun haben. Das nächste Jahr wird spannend, hoffe ich.

Kommt Ihr alle gut in ein friedliches, freundliches, ruhiges und vor allem gesundes Neues Jahr 2018. Gebt auf Euch acht und alles wird gut.

Den Samstagsplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

Samstagsplausch 39 / 2017

Neununddreißigste Woche – ist das nicht unglaublich, wie schnell das Jahr bis hierher vergangen ist?  Schon sind wir fast im letzten Quartal angekommen. Und eigentlich warte ich noch auf den Sommer, das war ja hier im Norden irgendwie nichts. Nun ist schon Herbst. Aber ich mag diese Jahreszeit, wenn sich die Blätter verfärben und der Nebel schwermütig über das Land wabert. Nebel haben wir hier oft, ist ja auch kein Wunder, weil wir so direkt neben einem großen Moor leben.

An diesem Wochenende möchte ich endlich etwas fertig machen, was schon lange hier liegt. Ich habe sehr früh damit angefangen, um es jetzt so lange aufzuschieben, dass die Zeit schon knapp zu werden droht. Da muss ich also ran. Nebenbei überlege ich noch, einen Ausflug zum Möbelschweden zu machen und freue mich, dass ich das Tochterkind gleich abholen kann und wir dann noch ein paar Einkäufe der „netten“ Art (das Kind braucht Wolle *gg*) erledigen müssen. Was tut man nicht alles, um der ungeliebten Aufgabe zu entfliehen. Aber es hilft trotzdem nichts, auch wenn ich zehnmal lieber an die Nähmaschine gehen würde. Oder schon die erste Weihnachtsidee umsetzen möchte. Das Geschenk muss fertig werden an diesem Wochenende.

Was ich auf jeden Fall heute noch machen muss, ist Apfelkuchen backen. Ich bekam von einer Square-Dance Freundin nämlich Äpfel geschenkt. Nicht so viele, dass es für Apfelkompott reichen würde, aber die perfekte Menge für einen Apfelkuchen. Es gibt fast nichts Schöneres an einem Wochenende, als den Duft von frisch gebackenem Kuchen, der durch das ganze Haus zieht.

Bevor ich nun so richtig ins Wochenende starte, lese ich mal, was bei Euch so passiert ist. Kommt gut durch das Wochenende und startet dann gut in die neue Woche, die ja vielleicht auch für Euch mit freien Tagen beginnt.

Den Samstagsplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

I’m back

Nachdem ich wochenlang den Computer völlig ignoriert habe und mich ohnehin nur zu ganz wenig aufraffen konnte, bin ich jetzt bereit, mich wieder mit dem World Wide Web einzulassen. Dazu gehört dann auch, endlich das Blog wieder zu reaktivieren.

In den vergangenen Wochen tobte das Leben, nur leider zeigte es sich nicht wirklich von der guten Seite. So manchen Tag war ich reichlich verzweifelt, aber geholfen hat das nicht. Mir nicht und den Menschen in meiner Umgebung auch nicht. Deswegen versuche ich nun, wieder nach vorne zu schauen statt nur auf den Boden. Das positive Denken ist nicht wirklich meine Königsdisziplin – aber ich arbeite daran. Es liegen noch schwierige Monate vor mir, dessen bin ich mir bewusst, aber man wächst ja schließlich an seinen Herausforderungen. Wünsche ich mir jedenfalls.

Ich habe in den letzten Wochen ganz schön viel gestrickt und gelesen und es sind sogar schon ein paar Bilder dazu entstanden. So kann ich Euch nach und nach zeigen, was hier passiert ist und welche Ideen mich gerade bewegen.
Mein Knie macht langsame Fortschritte, aber vom Alltag bin ich da noch weit entfernt. So geht halt noch nur wenig – es bleibt nicht viel mehr übrig, als das zu akzeptieren. Mehrmals die Woche bin ich zur Physiotherapie und zum Reha-Sport unterwegs und auch zu Hause mache ich nebenher noch viel, um die Beweglichkeit zu trainieren. Die Ärzte sind so weit zufrieden, im Gegensatz zu mir wundern sie sich nicht, dass mir die Genesung so schwer fällt und erklären mir auch immer wieder, warum das so ist. Gut, dazu sind sie ja auch die Fachleute.

Ich wünsche Euch noch einen schönen „Robinson-Tag“ und dann einen guten Start in das Wochenende. Vielleicht könnt Ihr es mit einem Brückentag ja sogar verlängern.

Samstagsplausch 28 / 2017

Seit ein paar Tagen bin ich nun wieder zu Hause und hoffe sehr, dass ich nicht so schnell wieder weg muss. Die letzten Wochen waren sehr schmerzhaft, anstrengend und mühsam und der Weg, der noch vor mir liegt, wird auch nicht leicht. Aber es hilft ja nichts, ich muss ihn nun notgedrungen weiter gehen.
In der Reha habe ich darüber nachgedacht, wie ich mich in den nächsten Wochen ablenken kann und ich habe viele Pläne gemacht, was ich machen möchte:

  • Lesen natürlich. Der Stapel ungelesener Bücher neben  meinem Bett umfasst 20 Titel und es ist von allem was dabei. Ich bin schon sehr gespannt, wie viele Bücher ich davon bis zum Ende des Jahres lesen werde. Einige davon werde ich Euch sicher vorstellen – und da warten noch Überraschungen auf Euch.
  • Natürlich möchte ich stricken. Vielleicht setze ich tatsächlich meine Buch-Idee noch um – dieses Mal möchte ich den anderen Weg versuchen: nicht der Verlag spricht mich an und schlägt mir etwas vor, sondern ich entwerfe Modelle und schlage dem Verlag ein fertiges Manuskript vor. Mag sein, dass das völlig nach hinten losgeht, das wäre mir aber egal. Im Zweifelsfall veröffentliche ich die Modelle dann einfach hier und bei Ravelry. Wäre für mich auch okay.
  • Und ich möchte neue Dinge ausprobieren, vor allem an der Nähmaschine. Nähen ist bislang noch nicht so mein Ding, abgesehen von ein paar Patchwork-Erfahrungen vor vielen Jahren und einfachen Dingen für den Hausgebrauch habe ich da noch nicht viel gemacht. Da ist noch Luft nach oben und Patchwork würde mich durchaus immer noch reizen. Andererseits brauche ich kein neues Hobby und noch mehr Material dafür, aber ich werde mich sicher mal dransetzen, während ich jetzt zu Hause bin. Allerdings werde ich mit Sicherheit keine Kleidung nähen, das hebe ich mir auf für die Zeit, wenn ich dann in Rente bin.

Jetzt heißt es für mich, erst mal entspannt zu bleiben und dem operierten Knie die Zeit zu geben, die es leider braucht um zu heilen. Geduld ist nicht so meine starke Seite, vor allem nicht, wenn es dabei um mich selber geht. Das geht wohl den meisten von uns so. In der nächsten Woche starten die Physiotherapie-Termine und ich werde Zeit mit der Tochter verbringen und ihr bei Bewerbungen helfen. Gedrückte Daumen für die Jobsuche des kleinen Kindes nehmen wir gerne.

Nun schaue ich mal, was bei Euch so los war und lese ein wenig aus den vergangenen Wochen nach. Gebt auf Euch acht.

Den Samstagplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

Lebenszeichen

Am Samstag bin ich 10 Tage nach der OP aus dem Krankenhaus entlassen worden und die Familie hat mich nach Hause geholt. Am Donnerstag geht es dann in die unvermeidliche AHB (Anschlussheilbehandlung). Ich erspare Euch die fiesen Details aus dem Krankenhaus, und sage nur so viel, dass meine vorherige Panik nicht unbegründet war. Aber gut, diese Etappe auf dem Weg zum Cyborg liegt jetzt hinter mir und ich hoffe, dass es nun aufwärts geht. Wenn die Schmerzen noch nachlassen würden, könnte ich tatsächlich sogar mal wieder lächeln. Im Moment ist das noch eher gequält.

Tatsächlich habe ich im Krankenhaus sogar ein wenig gestrickt, den Schal stelle ich vor, sobald ich Fotos gemacht habe – oder Fotos habe machen lassen. Es ist ein tolles Muster und ich werde ziemlich sicher noch einen weiteren Schal dieser Art stricken.
Nun überlege ich, was genau ich mit in den Reha nehme. Möglichkeiten gäbe es viele, ich kann mich nur nicht entscheiden. Ich würde zu gerne etwas Neues ausprobieren, weiß aber nicht, ob mich das dann ausreichend fesselt. Und noch viel weniger weiß ich, wann ich mobil genug sein werde, etwas anderes zu besorgen, wenn es tatsächlich langweilig wird. Nur meine Pläne für die Wochen, die ich dann noch zu Hause sein werde, bevor ich wieder arbeiten kann, stehen schon fest: dann will ich unbedingt ein paar Dinge an der Nähmaschine ausprobieren. So lange man also noch Pläne machen kann, gibt es Hoffnung.