Lebenszeichen

Am Samstag bin ich 10 Tage nach der OP aus dem Krankenhaus entlassen worden und die Familie hat mich nach Hause geholt. Am Donnerstag geht es dann in die unvermeidliche AHB (Anschlussheilbehandlung). Ich erspare Euch die fiesen Details aus dem Krankenhaus, und sage nur so viel, dass meine vorherige Panik nicht unbegründet war. Aber gut, diese Etappe auf dem Weg zum Cyborg liegt jetzt hinter mir und ich hoffe, dass es nun aufwärts geht. Wenn die Schmerzen noch nachlassen würden, könnte ich tatsächlich sogar mal wieder lächeln. Im Moment ist das noch eher gequält.

Tatsächlich habe ich im Krankenhaus sogar ein wenig gestrickt, den Schal stelle ich vor, sobald ich Fotos gemacht habe – oder Fotos habe machen lassen. Es ist ein tolles Muster und ich werde ziemlich sicher noch einen weiteren Schal dieser Art stricken.
Nun überlege ich, was genau ich mit in den Reha nehme. Möglichkeiten gäbe es viele, ich kann mich nur nicht entscheiden. Ich würde zu gerne etwas Neues ausprobieren, weiß aber nicht, ob mich das dann ausreichend fesselt. Und noch viel weniger weiß ich, wann ich mobil genug sein werde, etwas anderes zu besorgen, wenn es tatsächlich langweilig wird. Nur meine Pläne für die Wochen, die ich dann noch zu Hause sein werde, bevor ich wieder arbeiten kann, stehen schon fest: dann will ich unbedingt ein paar Dinge an der Nähmaschine ausprobieren. So lange man also noch Pläne machen kann, gibt es Hoffnung.

Blogpause

Auch wenn ich gerade erst wieder so richtig angefangen habe zu bloggen, muss ich jetzt eine Pause ankündigen. In der nächsten Woche werde ich operiert und habe eine lange Zeit in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen vor mir. Dort hat man in der Regel ja keinen wirklichen guten Intenet-Empfang, so dass es vermutlich mit dem Bloggen erst mal schwierig wird. Am ehesten werdet Ihr Neuigkeiten von mir über Instagram lesen können, das klappt auch ganz gut vom Handy aus.

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Sommer mit tollem Wetter und eine schöne Zeit.

Bis bald
Eure Kristin

Freitagsfüller 423 – 4

1. Bei Milka fällt mir immer besonders deutlich auf, wie sehr sich das Angebot an Schokolade verändert hat, so viele „stylische“ Sorten und immer weniger „traditionelle“ Geschmacksrichtungen.
2. London ist total meine Stadt und vieles dort finde ich einfach spektakulär.
3. Ich verstehe nicht, warum wir uns als Gesellschaft gefühlt gerade wieder rückwärts bewegen, ich hatte angenommen, dass wir da schon viel weiter sind.
4. Es gibt in der Musik ganz viel Songs, die sind einfach zeitlos.
5. Das Gefühl von Wind auf der Haut und Sand unter den Füßen ist für mich Erholung pur, im Herbst geht es wieder in ein Haus in Dänemark, 50m vom Strand entfernt. Ich freue mich total auf die Zeit dort.
6. Wenn ich an einem ruhigen Tag bei angenehmen Wetter mit dem Spinnrad auf der Terrasse sitzen kann, ist das  wie für mich gemacht.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend auf dem Sofa, mit Strickzeug und Fernsehen , morgen habe ich geplant, im Haus noch einiges zu machen und Sonntag möchte ich einfach nur meine Ruhe haben!
Den Freitagsfüller gibt es jeden Freitag bei Barbara. Vielen Dank dafür.

Samstagsplausch 20 / 2017

Diese Woche ging es vorrangig um Müdigkeit. Schwüles Wetter setzt mir immer ziemlich zu und in Kombination mit den fiesen Nebenwirkungen der Schmerzmedikation hätte ich wohl die ganze Woche durchschlafen können. Hab ich aber nicht.
Dieses Wochenende wird vermutlich das letzte, sehr stressige in der nächsten Zeit sein. Am Himmelfahrts-Wochenende findet der Umzug statt, an dem ich dann nur noch am Rande beteiligt bin. Mein Part ist weitgehend erledigt, jetzt ist der Rest der Familie am Zug. Auch nicht schlecht.
An dem Wochenende wird auch mein Koffer abgeholt, damit der rechtzeitig mit mir an der Klinik ankommt, zu der ich mich am Freitag vor Pfingsten über ziemlich genau 500km auf den Weg mache. Pfingsten verbringe ich mit der Herzensfreundin aus Würzburg, die mich dann am Dienstag zur Aufnahme in die Klinik begleitet und mich am Mittwoch bis in den OP bringt. Es wird auch Zeit, ich habe die starken Schmerzen so satt und hätte das nun endlich hinter mir. Die ersten Tage nach der Operation werden sehr fies sein, aber wenn ich möchte, dass es irgendwann besser wird, muss ich da durch.
Gestrickt habe ich tatsächlich auch in der letzten Zeit, aber was wirklich vorzeigbares kann ich nicht vorweisen. Außer vielleicht das Paar Babysocken, dass ich für die neugeborene Tochter eines Arbeitskollegen gestrickt habe.

Leider habe ich etliche angefangene Projekte, an denen ich abwechselnd immer mal stricke. Fertig wird so natürlich nichts, aber das ist dann halt gerade so. Es stört mich nicht.
Nachdem ich auch mehrere Bücher beinahe zeitgleich angefangen habe, habe ich da zumindest mal entschieden, dass ich eines davon jetzt zu Ende lese, um wenigstens diesen Stapel zu verringern. Ich habe mich entschlossen, meine gelesenen Bücher in Zukunft genauer vorzustellen und Rezensionen in eigenen Blogbeiträgen dazu zu schreiben. Vielleicht ist das für Euch ja auch interessant. Dem Wollkistchen wird jetzt also noch ein Bücherkistchen zur Seite gestellt (mit eigenem Instagram-Account), mehr dazu erzähle ich Euch in den nächsten Tagen.

Bevor ich nun ins Bett gehe, schaue ich noch mal, was Ihr so erlebt habt in der vergangenen Woche und wie Eure Pläne für das Wochenende sind. Danke an Andrea, die den Samstagsplausch jede Woche auf den Weg bringt.

Freitagsfüller 422 – 3

1.  Meine Füße  sind durch die Humpelei mit dem kaputten Knie gerade ziemlich belastet und zu allem Überfluss hat mich jetzt auch noch eine Mücke unter dem Fuß gestochen – drei Mal, dieses dumme Biest.
2.  Gelegentlich überkommt mich mal das Bedürfnis nach gesalzenen Kartoffelchips, auch wenn ich genau weiß, wie viele Kalorien so eine Tüte hat 🙁
3.  Ich lernte schon in jungen Jahren, dass man alles hinterfragen sollte und gleichzeitig, dass man nichts für selbstverständlich halten darfUnd inzwischen weiß ich, dass ich nichts weiß.
4.   Mein Bibliotheksausweis ist immer  aktiviert, was aber kein Wunder ist, schließlich arbeite ich da.
5.   Es ist wirklich traurig und bedrückt mich sehr, dass eine liebe Arbeitskollegin und Freundin sehr schwer an Krebs erkrankt ist.
6.   Sehr vieles möchte ich unbedingt in diesem Jahr noch besuchen, aber durch die anstehende Knie-Operation und die lange Zeit, die es anschließend dauert, bis ich wieder halbwegs laufen kann, wird vermutlich fast nichts davon möglich sein.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Wochenend-Einstieg mit Strickzeug und einem guten Film auf dem Sofa , morgen habe ich geplant, ganz viele Dinge von meiner sehr langen To-Do-Liste abzuarbeiten und Sonntag möchte ich mit der Familie den 80ten Geburtstag meiner Mutter feiern!

Den Freitagsfüller gibt es jeden Freitag bei Barbara. Vielen Dank dafür.

Samstagsplausch 19 / 2017

Im Moment rennt die Zeit, es ist so viel zu tun. Aber ein Ende ist in Sicht und dann ist Zeit genug, sich auszuruhen.
Dieses Wochenende  nutze ich tatsächlich hauptsächlich zum Ausruhen. Zum Stricken, Lesen – natürlich auch, um ein paar Dinge abzuarbeiten, die meine endlos scheinende To-Do-Liste noch hergibt.

Meine Planung ein bisschen durcheinander geworfen hat, dass ganz, ganz kurzfristig der Bereich vor der Haustür neu gepflastert wird. Es werden nämlich gerade die Wege zwischen den Häusern neu gepflastert und nachdem die Baustelle schon seit Oktober hier vor der Tür ist und es darum endlos viel Ärger gab, wird jetzt endlich weitergemacht. Gestern Abend kam das Angebot, den Eingangsbereich auch neu zu machen. Heute früh um 6 Uhr kamen dann die Handwerker, nahmen die alten Steine weg und legten die neuen. Das ging flott und ist jetzt natürlich viel besser als die alten, dreckigen, teils abgesackten Waschbeton-Steine, die ich ohnehin nicht wirklich leiden kann. Wenn der ganze Weg fertig ist, wird das endlich wieder gut aussehen und ich kann da lang „krücken“ ohne weiter Angst haben zu müssen, dass ich stürzen könnte.

Im Garten blüht auch in Norddeutschland endlich der Flieder und es duftet so schön. Auch deswegen kommt morgen die Lieblingstochter und verbringt ihren Tag hier. Eigentlich ist sie heute Abend auf einer Feier hier im Ort und sie kommt deswegen, aber ich weiß, dass sie den Flieder auch so sehr mag. Vielleicht schaffen wir es dann auch mal, die Bücherhüllen zu nähen, die wir uns vorgenommen haben.

Macht es Euch alle schön und genießt das Wochenende, wie immer wird es viel zu schnell wieder vorbei sein.

Den Samstagplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

Samstagsplausch 18 / 2017

Mein Samstagsplausch ist in dieser Woche ein Sonntagsplausch. Was auch mal ganz schön ist.

In der vergangenen Woche haben wir eine große Hürde genommen: der Sohn hat eine Wohnung in Wetzlar. Am Dienstag bin ich sehr früh am Morgen in den Zug nach Gießen gestiegen und habe mich dort mit dem Sohn getroffen. Den Nachmittag über haben wir uns dann verschiedene Wohnung in Wetzlar angesehen und sind schon ziemlich verzweifelt gewesen, als wir an der letzten Adresse ankamen. Doch die Wohnung ist ganz schön, liegt in einer ruhigen Seitenstraße und sehr günstig zur kommenden Arbeitsstelle. Leider ist sie ziemlich runtergewirtschaftet und erfordert einiges an Renovierungsarbeit, aber man kann sie sich wirklich hübsch machen. Und sie hat einen wunderbaren Ausblick über ein kleines Tal mit bewaldeten Hügeln im Hintergrund. Das passt schon. Danach sind wir dann wieder in den Wagen gestiegen und noch die 400 km nach Hause gefahren. Ziemlich genau 18 Stunden nachdem ich das Haus am Morgen verlasse hatte, kamen wir wieder zu Hause an. Das war extrem anstrengend für mich und ich war froh, dass ich noch einen Tag frei hatte, bevor ich wieder zur Arbeit musste.
Mit den Renovierungsarbeiten habe ich nun nichts zu tun und die Organisation vom Umzug und die vorbereitenden Arbeiten sind keine große Herausforderung mehr für mich.

Gestern habe ich dann endlich meinen Geburtstags-Gutschein von meinen Strickmädels eingelöst. Ich bin schon näher am nächsten Geburtstag dran, als der letzte zurückliegt und das wurde Zeit. Außerdem wollte ich das noch unbedingt vor der Operation erledigen, weil ich danach ja ungefähr ein halbes Jahr lang kein Auto fahren darf. Wir hatten also einen netten Vormittag im Wollgeschäft und ich habe mir ein paar tolle Projekte für die Zeit im Krankenhaus und in der Reha ausgesucht. Das ist dann etwas, worauf ich mich bei allem Ungemach, das mich erwartet, wirklich freuen kann.

Hoffentlich bis dahin fertig sollte mein 36-Colors-Schal sein. Da bin ich jetzt inzwischen bei den warmen Farben angekommen. Nachdem ich mich erst ein wenig schwer getan habe, läuft es jetzt ganz gut und mir macht der Schal Spaß. Die Lust am Stricken ist also zurück, alles wieder im grünen Bereich und ich bin reichlich erleichtert.

Den Samstagplausch gibt es jede Woche bei Andrea und ich werde jetzt nachsehen, wie die Woche bei den anderen Mitschreibenden war.

Es tut sich was

Nachdem das Blog nun schon eine ganze Weile stabil läuft, denke ich, dass es an der Zeit ist, ihn zu erweitern und auszubauen. Ich habe schon mal ein paar zusätzliche Seiten angelegt, auf denen Ihr in Zukunft Anleitungen von mir finden könnt, die (noch) nicht über Ravelry verfügbar sind. Die noch ganz neu sind oder schon ziemlich alt, aber in Zeitschriften veröffentlicht, die längst vergriffen sind.
Eine Seite ist meinen Büchern gewidmet, jenen, die ich alleine erstellt habe, aber auch jenen, an denen ich beteiligt war. Dort verlinke ich zu Amazon, sage aber ausdrücklich, dass ich davon finanziell nicht profitiere. Es ist nach wie vor so, dass es mir wichtig ist, das Blog werbefrei zu halten und auch wenn ich hier Dinge vorstelle und Verlinkungen einbaue, so geschieht das, weil ich das so möchte und weil ich von den Produkten überzeugt bin, nicht weil ich auf diese Weise Geld verdiene.
Und dann schauen wir einfach mal, was mir noch so alles einfällt. Ideen hätte ich genügend, oft mangelt es einfach an der Zeit. Ein Phänomen, dass Ihr alle sicher auch nur zu gut kennt.

2017 – Pläne und wie das Leben dazwischen funkt ;-)

Das neue Jahr ist nun schon fast vier Wochen alt, aber ich denke, ich kann Euch immer noch von meinen kreativen Plänen für 2017 berichten.

Jedes Jahr nehme ich mir vor, bestimmte Dinge zu erledigen. Im vergangenen Jahr waren es meine UFOs, die ich abarbeiten wollte. Das ist mir sogar fast gelungen, ein angefangenes Strickstück ist noch da, an dem arbeite ich aber auch noch und es geht der Vollendung entgegen.
Dieses Jahr habe ich vor, vorrangig an der Beendigung verschiedener Großprojekte zu stricken. Über die Jahre haben sich Reste-Decke angesammelt, die ich begeistert angefangen habe, dann aber blieben sie irgendwie liegen. Ich bin sicher, Ihr kennt das auch. An einigen Decken ist der größte Teil der Arbeit gemacht, es fehlt „nur noch“ die Ausarbeitung, was ja auch noch genügend Arbeit ist. An anderen Decken muss noch viel gearbeitet werden und ich bin mir jetzt schon sicher, dass ich nicht alles in diesem Jahr schaffen werde. Das macht aber nichts, es muss ja auch noch genügend Zeit dafür sein, neuen und spannende Projekte anzufangen.

Und wie das Leben manchmal so spielt, habe ich das Jahr mit einem neuen Deckenprojekt begonnen und die alten erst mal schnöde liegen gelassen. Aber Lucy von Attic24 hat so eine tolle Decke entworfen, da konnte ich nicht widerstehen. Lucy, die in Yorkshire in England lebt, hat ein Foto ihrer Gegend verwendet und das als Grundlage für eine gehäkelte Decke genommen. Wer mich kennt, weiß, ich liebe England und ich liebe Yorkshire. Da war diese Decke sozusagen Pflichtprogramm. Anfang Januar ging es mit der Häkelei los und ich bin eifrig dabei. Leider habe ich völlig unterschätzt, dass so eine Decke sehr viel Arbeit macht und Häkeln deutlich anstrengender für mich ist als Stricken. So schaffe ich es immer so gerade eben die wöchentlichen „Rationen“, aber mehr  auch nicht. Das ist nicht so clever gewesen, aber hinterher ist man ja sowieso immer schlauer.

Neben den Großprojekten möchte ich in diesem Jahr auch endlich mal die Fair-Isle-Strickerei mehr in den Fokus stellen. Dafür recherchiere ich gerade intensiv über die Shetland-Inseln (zu denen Fair Isle gehört), über die Schafe, über die Geschichte der Fair-Isle-Strickerei und – weil ich weiß, dass das für diese Strickerei entscheidend ist – über Farbkombinationen. Die Stricktechnik an sich ist mir durchaus schon vertraut, aber mehr Hintergrundinformationen dazu sind sicher auch nicht verkehrt.

Um alle Ideen zu kanalisieren und aufzubewahren, habe ich schon im vergangenen Jahr angefangen, ein „Creative Journal“ zu führen. Darin finden sich Informationen zu beendeten und laufenden Projekten, Pläne, Übersichten und Ideensammlungen. Die Grundidee basiert auf dem „Bullet Journal„, mit dem ich schon seit mehr als einem Jahr sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Nun wisst Ihr erst mal, worauf Ihr Euch in diesem Jahr einstellen müsst. Es ist viel in Bewegung und in Arbeit, ich habe ein paar tolle Sachen gefunden, die ich Euch  zeigen werde.