Samstagsplausch 39 / 2017

Neununddreißigste Woche – ist das nicht unglaublich, wie schnell das Jahr bis hierher vergangen ist?  Schon sind wir fast im letzten Quartal angekommen. Und eigentlich warte ich noch auf den Sommer, das war ja hier im Norden irgendwie nichts. Nun ist schon Herbst. Aber ich mag diese Jahreszeit, wenn sich die Blätter verfärben und der Nebel schwermütig über das Land wabert. Nebel haben wir hier oft, ist ja auch kein Wunder, weil wir so direkt neben einem großen Moor leben.

An diesem Wochenende möchte ich endlich etwas fertig machen, was schon lange hier liegt. Ich habe sehr früh damit angefangen, um es jetzt so lange aufzuschieben, dass die Zeit schon knapp zu werden droht. Da muss ich also ran. Nebenbei überlege ich noch, einen Ausflug zum Möbelschweden zu machen und freue mich, dass ich das Tochterkind gleich abholen kann und wir dann noch ein paar Einkäufe der „netten“ Art (das Kind braucht Wolle *gg*) erledigen müssen. Was tut man nicht alles, um der ungeliebten Aufgabe zu entfliehen. Aber es hilft trotzdem nichts, auch wenn ich zehnmal lieber an die Nähmaschine gehen würde. Oder schon die erste Weihnachtsidee umsetzen möchte. Das Geschenk muss fertig werden an diesem Wochenende.

Was ich auf jeden Fall heute noch machen muss, ist Apfelkuchen backen. Ich bekam von einer Square-Dance Freundin nämlich Äpfel geschenkt. Nicht so viele, dass es für Apfelkompott reichen würde, aber die perfekte Menge für einen Apfelkuchen. Es gibt fast nichts Schöneres an einem Wochenende, als den Duft von frisch gebackenem Kuchen, der durch das ganze Haus zieht.

Bevor ich nun so richtig ins Wochenende starte, lese ich mal, was bei Euch so passiert ist. Kommt gut durch das Wochenende und startet dann gut in die neue Woche, die ja vielleicht auch für Euch mit freien Tagen beginnt.

Den Samstagsplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

Freitagsfüller 441 – 10

 1. Ich bin stolz, dass ich zwei so wunderbare und tolle Kinder habe.
2. Der Kofferraum des Autos ist definitiv nicht der richtige Platz für ein Wolllager.
3. Um den Hals gefallen ist mir eine schwer kranke Freundin, als ich ihr ein Sternkissen als Begleitung zu den Chemotherapien geschenkt habe.
4. Die Wahlberichterstattung zur Bundestagswahl am vergangenen Wochenende war für mich zuviel Drama.
5. Gestern Abend haben wir uns zum gemeinsamen Stricken getroffen, wie schon seit fast 13 Jahren an jedem zweiten Donnerstag.
6. Dahlien sind für die mich die schönsten Herbstblumen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine neue Folge von den Oxford-Krimis, morgen habe ich geplant, endlich ein paar Dinge fertig zu machen, die ich am übernächsten Wochenende unbedingt brauche und Sonntag möchte ich einen Apfelkuchen backen
Den Freitagsfüller gibt es jeden Freitag bei Barbara. Vielen Dank dafür.

I’m back

Nachdem ich wochenlang den Computer völlig ignoriert habe und mich ohnehin nur zu ganz wenig aufraffen konnte, bin ich jetzt bereit, mich wieder mit dem World Wide Web einzulassen. Dazu gehört dann auch, endlich das Blog wieder zu reaktivieren.

In den vergangenen Wochen tobte das Leben, nur leider zeigte es sich nicht wirklich von der guten Seite. So manchen Tag war ich reichlich verzweifelt, aber geholfen hat das nicht. Mir nicht und den Menschen in meiner Umgebung auch nicht. Deswegen versuche ich nun, wieder nach vorne zu schauen statt nur auf den Boden. Das positive Denken ist nicht wirklich meine Königsdisziplin – aber ich arbeite daran. Es liegen noch schwierige Monate vor mir, dessen bin ich mir bewusst, aber man wächst ja schließlich an seinen Herausforderungen. Wünsche ich mir jedenfalls.

Ich habe in den letzten Wochen ganz schön viel gestrickt und gelesen und es sind sogar schon ein paar Bilder dazu entstanden. So kann ich Euch nach und nach zeigen, was hier passiert ist und welche Ideen mich gerade bewegen.
Mein Knie macht langsame Fortschritte, aber vom Alltag bin ich da noch weit entfernt. So geht halt noch nur wenig – es bleibt nicht viel mehr übrig, als das zu akzeptieren. Mehrmals die Woche bin ich zur Physiotherapie und zum Reha-Sport unterwegs und auch zu Hause mache ich nebenher noch viel, um die Beweglichkeit zu trainieren. Die Ärzte sind so weit zufrieden, im Gegensatz zu mir wundern sie sich nicht, dass mir die Genesung so schwer fällt und erklären mir auch immer wieder, warum das so ist. Gut, dazu sind sie ja auch die Fachleute.

Ich wünsche Euch noch einen schönen „Robinson-Tag“ und dann einen guten Start in das Wochenende. Vielleicht könnt Ihr es mit einem Brückentag ja sogar verlängern.

Freitagsfüller 432 – 8

1. Schon wieder ist mehr als das halbe Jahr vorbei, das geht immer schneller je älter man wird. Ich finde das ein wenig gruselig.
2. Wenn man sich zu etwas überreden lässt, merkt man manchmal erst hinterher, dass es besser gewesen wäre, man hätte das abgewehrt.
3. Die beste Pizza der Welt wird hier in der Familie gemacht, wie wohl in jeder anderen Familie auch.
4. Die Zeit heilt alle Wunden, das ist definitiv eine Binsenweisheit, die Zeit lehrt uns nur, mit den Wunden zu leben.
5. Der Austausch von Zärtlichkeiten hilft bei chronischen Schmerzen, sagte die Therapeutin in der Reha. Die Antwort auf die Frage eines Mitpatienten, ob das zwingend seine Frau sein müsse oder ob das auch mit der Katze ginge, ging leider im allgemeinen Gelächter unter. Schade.
6. Das Wetter ist die Wurzel allen Übels. Aber eigentlich finde ich das sehr praktisch, so gibt es immer einen Schuldigen, der es noch nicht einmal mitbekommt.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen, verstrickten Fernsehabend, morgen habe ich geplant, endlich mal die Fotos auf den Rechner zu ziehen und ein paar Blogposts vorzubereiten und Sonntag möchte ich Zeit mit der Tochter verbringen!
Den Freitagsfüller gibt es an jeden Freitag hier. Vielen Dank dafür.

Samstagsplausch 28 / 2017

Seit ein paar Tagen bin ich nun wieder zu Hause und hoffe sehr, dass ich nicht so schnell wieder weg muss. Die letzten Wochen waren sehr schmerzhaft, anstrengend und mühsam und der Weg, der noch vor mir liegt, wird auch nicht leicht. Aber es hilft ja nichts, ich muss ihn nun notgedrungen weiter gehen.
In der Reha habe ich darüber nachgedacht, wie ich mich in den nächsten Wochen ablenken kann und ich habe viele Pläne gemacht, was ich machen möchte:

  • Lesen natürlich. Der Stapel ungelesener Bücher neben  meinem Bett umfasst 20 Titel und es ist von allem was dabei. Ich bin schon sehr gespannt, wie viele Bücher ich davon bis zum Ende des Jahres lesen werde. Einige davon werde ich Euch sicher vorstellen – und da warten noch Überraschungen auf Euch.
  • Natürlich möchte ich stricken. Vielleicht setze ich tatsächlich meine Buch-Idee noch um – dieses Mal möchte ich den anderen Weg versuchen: nicht der Verlag spricht mich an und schlägt mir etwas vor, sondern ich entwerfe Modelle und schlage dem Verlag ein fertiges Manuskript vor. Mag sein, dass das völlig nach hinten losgeht, das wäre mir aber egal. Im Zweifelsfall veröffentliche ich die Modelle dann einfach hier und bei Ravelry. Wäre für mich auch okay.
  • Und ich möchte neue Dinge ausprobieren, vor allem an der Nähmaschine. Nähen ist bislang noch nicht so mein Ding, abgesehen von ein paar Patchwork-Erfahrungen vor vielen Jahren und einfachen Dingen für den Hausgebrauch habe ich da noch nicht viel gemacht. Da ist noch Luft nach oben und Patchwork würde mich durchaus immer noch reizen. Andererseits brauche ich kein neues Hobby und noch mehr Material dafür, aber ich werde mich sicher mal dransetzen, während ich jetzt zu Hause bin. Allerdings werde ich mit Sicherheit keine Kleidung nähen, das hebe ich mir auf für die Zeit, wenn ich dann in Rente bin.

Jetzt heißt es für mich, erst mal entspannt zu bleiben und dem operierten Knie die Zeit zu geben, die es leider braucht um zu heilen. Geduld ist nicht so meine starke Seite, vor allem nicht, wenn es dabei um mich selber geht. Das geht wohl den meisten von uns so. In der nächsten Woche starten die Physiotherapie-Termine und ich werde Zeit mit der Tochter verbringen und ihr bei Bewerbungen helfen. Gedrückte Daumen für die Jobsuche des kleinen Kindes nehmen wir gerne.

Nun schaue ich mal, was bei Euch so los war und lese ein wenig aus den vergangenen Wochen nach. Gebt auf Euch acht.

Den Samstagplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

Freitagsfüller 430 – 6

Seit gestern bin ich aus der Reha zurück. Nun versuche ich, wieder so etwas wie einen Alltag zu finden, weil es mit der Rückkehr in den „richtigen“ Alltag mit Beruf und so, noch einige Monate dauern wird. Dazu gehört natürlich auch, dass ich gerne wieder bloggen möchte und so macht der Freitagsfüller heute den Anfang.

1. Thema Nr. 1  sind bei mir zur Zeit die Ideen, die ich mir in der Reha-Zeit für die kommenden Monate ausgedacht habe – ich bin sehr gespannt, was ich davon tatsächlich auch umsetzen kann.
2. Stricken halte ich, abgesehen vom Suchtfaktor, für völlig unbedenklich.
3. Gestern hätte ich fast einige Räume hier im Haus nicht mehr wiedererkannt, es hat sich viel verändert, seit der Sohn nun endgültig ausgezogen ist und alles aus seinem Zimmer mitgenommen hat.
4. Auf meinem Stapel ungelesener Bücher (SuB) liegen 20 sehr, sehr unterschiedliche Titel – damit, möglichst viele davon in den nächsten, noch arbeitsfreien Wochen nacheinander zu lesen, beginne ich nächste Woche.
5. Es würde helfen, wenn ich ein paar Ideen weniger hätte, aber vermutlich wäre es dann auch nur halb so lustig.
6. Die meisten Bücher bestelle ich bei meiner Lieblingsbuchhandlung, nur englische oder anderssprachige Strickbücher bestelle ich bei Amazon.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend mit dem Strickzeug vor dem Fernseher, morgen habe ich geplant, meinen Kalender auf Vordermann zu bringen und zu sortieren, was ich wann machen möchte und Sonntag möchte ich einen schönen Nachmittag bei meinen Eltern verbringen!

Den Freitagsfüller gibt es jeden Freitag bei Barbara. Vielen Dank dafür.

Lebenszeichen

Am Samstag bin ich 10 Tage nach der OP aus dem Krankenhaus entlassen worden und die Familie hat mich nach Hause geholt. Am Donnerstag geht es dann in die unvermeidliche AHB (Anschlussheilbehandlung). Ich erspare Euch die fiesen Details aus dem Krankenhaus, und sage nur so viel, dass meine vorherige Panik nicht unbegründet war. Aber gut, diese Etappe auf dem Weg zum Cyborg liegt jetzt hinter mir und ich hoffe, dass es nun aufwärts geht. Wenn die Schmerzen noch nachlassen würden, könnte ich tatsächlich sogar mal wieder lächeln. Im Moment ist das noch eher gequält.

Tatsächlich habe ich im Krankenhaus sogar ein wenig gestrickt, den Schal stelle ich vor, sobald ich Fotos gemacht habe – oder Fotos habe machen lassen. Es ist ein tolles Muster und ich werde ziemlich sicher noch einen weiteren Schal dieser Art stricken.
Nun überlege ich, was genau ich mit in den Reha nehme. Möglichkeiten gäbe es viele, ich kann mich nur nicht entscheiden. Ich würde zu gerne etwas Neues ausprobieren, weiß aber nicht, ob mich das dann ausreichend fesselt. Und noch viel weniger weiß ich, wann ich mobil genug sein werde, etwas anderes zu besorgen, wenn es tatsächlich langweilig wird. Nur meine Pläne für die Wochen, die ich dann noch zu Hause sein werde, bevor ich wieder arbeiten kann, stehen schon fest: dann will ich unbedingt ein paar Dinge an der Nähmaschine ausprobieren. So lange man also noch Pläne machen kann, gibt es Hoffnung.

Blogpause

Auch wenn ich gerade erst wieder so richtig angefangen habe zu bloggen, muss ich jetzt eine Pause ankündigen. In der nächsten Woche werde ich operiert und habe eine lange Zeit in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen vor mir. Dort hat man in der Regel ja keinen wirklichen guten Intenet-Empfang, so dass es vermutlich mit dem Bloggen erst mal schwierig wird. Am ehesten werdet Ihr Neuigkeiten von mir über Instagram lesen können, das klappt auch ganz gut vom Handy aus.

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Sommer mit tollem Wetter und eine schöne Zeit.

Bis bald
Eure Kristin

Freitagsfüller 423 – 4

1. Bei Milka fällt mir immer besonders deutlich auf, wie sehr sich das Angebot an Schokolade verändert hat, so viele „stylische“ Sorten und immer weniger „traditionelle“ Geschmacksrichtungen.
2. London ist total meine Stadt und vieles dort finde ich einfach spektakulär.
3. Ich verstehe nicht, warum wir uns als Gesellschaft gefühlt gerade wieder rückwärts bewegen, ich hatte angenommen, dass wir da schon viel weiter sind.
4. Es gibt in der Musik ganz viel Songs, die sind einfach zeitlos.
5. Das Gefühl von Wind auf der Haut und Sand unter den Füßen ist für mich Erholung pur, im Herbst geht es wieder in ein Haus in Dänemark, 50m vom Strand entfernt. Ich freue mich total auf die Zeit dort.
6. Wenn ich an einem ruhigen Tag bei angenehmen Wetter mit dem Spinnrad auf der Terrasse sitzen kann, ist das  wie für mich gemacht.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend auf dem Sofa, mit Strickzeug und Fernsehen , morgen habe ich geplant, im Haus noch einiges zu machen und Sonntag möchte ich einfach nur meine Ruhe haben!
Den Freitagsfüller gibt es jeden Freitag bei Barbara. Vielen Dank dafür.

Samstagsplausch 20 / 2017

Diese Woche ging es vorrangig um Müdigkeit. Schwüles Wetter setzt mir immer ziemlich zu und in Kombination mit den fiesen Nebenwirkungen der Schmerzmedikation hätte ich wohl die ganze Woche durchschlafen können. Hab ich aber nicht.
Dieses Wochenende wird vermutlich das letzte, sehr stressige in der nächsten Zeit sein. Am Himmelfahrts-Wochenende findet der Umzug statt, an dem ich dann nur noch am Rande beteiligt bin. Mein Part ist weitgehend erledigt, jetzt ist der Rest der Familie am Zug. Auch nicht schlecht.
An dem Wochenende wird auch mein Koffer abgeholt, damit der rechtzeitig mit mir an der Klinik ankommt, zu der ich mich am Freitag vor Pfingsten über ziemlich genau 500km auf den Weg mache. Pfingsten verbringe ich mit der Herzensfreundin aus Würzburg, die mich dann am Dienstag zur Aufnahme in die Klinik begleitet und mich am Mittwoch bis in den OP bringt. Es wird auch Zeit, ich habe die starken Schmerzen so satt und hätte das nun endlich hinter mir. Die ersten Tage nach der Operation werden sehr fies sein, aber wenn ich möchte, dass es irgendwann besser wird, muss ich da durch.
Gestrickt habe ich tatsächlich auch in der letzten Zeit, aber was wirklich vorzeigbares kann ich nicht vorweisen. Außer vielleicht das Paar Babysocken, dass ich für die neugeborene Tochter eines Arbeitskollegen gestrickt habe.

Leider habe ich etliche angefangene Projekte, an denen ich abwechselnd immer mal stricke. Fertig wird so natürlich nichts, aber das ist dann halt gerade so. Es stört mich nicht.
Nachdem ich auch mehrere Bücher beinahe zeitgleich angefangen habe, habe ich da zumindest mal entschieden, dass ich eines davon jetzt zu Ende lese, um wenigstens diesen Stapel zu verringern. Ich habe mich entschlossen, meine gelesenen Bücher in Zukunft genauer vorzustellen und Rezensionen in eigenen Blogbeiträgen dazu zu schreiben. Vielleicht ist das für Euch ja auch interessant. Dem Wollkistchen wird jetzt also noch ein Bücherkistchen zur Seite gestellt (mit eigenem Instagram-Account), mehr dazu erzähle ich Euch in den nächsten Tagen.

Bevor ich nun ins Bett gehe, schaue ich noch mal, was Ihr so erlebt habt in der vergangenen Woche und wie Eure Pläne für das Wochenende sind. Danke an Andrea, die den Samstagsplausch jede Woche auf den Weg bringt.