Montagsfrage 8 / 2018: Drei Bücher

Montagsfrage: Wenn die Welt untergehen würde und du ins All oder auf einen anderen Planeten entkommen könntest, welche 3 Bücher/Reihen würdest du retten, damit sie kommenden Generationen erhalten bleiben?

Hm, da denkt man zu erst, dass das gar nicht so schwierig ist, aber wenn man sich dann auf drei Bücher beschränken soll, wird es doch problematisch.

Buch Nummer 1:  Der Herr der Ringe von J.R.R. Tolkien
Das ist überhaupt nicht schwierig gewesen. Ich habe es vor vielen, vielen Jahren während meiner Ausbildung gelesen und mein Chef war froh, als ich das Buch ausgelesen hatte. Da bestand dann nämlich nicht mehr die Gefahr, dass ich zu spät zur Arbeit komme, weil ich „überlesen“ habe, an der richtigen Haltestelle auszusteigen. Das ist nämlich mehr als ein Mal passiert.

Buch Nummer 2: Jane Eyre von Charlotte Bronte
Da habe ich schon eine Weile überlegen müssen, denn Charlottes Schwester Emily hat ein ebenso schönes Buch namens Wuthering Heights (im Deutschen: Sturmhöhe) geschrieben. Vielleicht darf ich ja alle Bücher der schreibenden Schwestern mitnehmen?

Buch Nummer 3: 1984 von George Orwell
Dies ist das einzige Buch, das ich mehr als 10 Mal gelesen habe (und sehr dringend mal wieder lesen müsste). Leider ist es beklemmend aktuell und für mich der große Beweis dafür, wie vorausschauend Literatur sein kann.

Ja, wirklich, es ist schwierig, sich auf drei Bücher/Reihen zu begrenzen, es gäbe so unendlich viele Bücher, die es wert wären, für die Zukunft bewahrt zu werden. Und ich bin sehr froh, in einem Land zu leben, in dem Bücher einen hohen Stellenwert haben und nicht (mehr) verbrannt werden.

Montagsfrage 7 / 2018: Romanzen


Montagsfrage: Wenn du Romantik in Büchern magst, was sind für dich absolute No-Gos bei einer Liebesgeschichte?

So klassische Liebesgeschichten mag ich eigentlich gar nicht. Natürlich taucht das in fast allen Büchern auf, gehört ja auch dazu, aber explizit als Liebesroman definierte Bücher lese ich nicht. Und an meine Grenzen bei Liebesgeschichten komme ich definitiv bei:

  • Kitsch und völlig überzogener Sprache
  • unrealistischen Darstellungen bei der Entwicklung der Liebesgeschichte
  • zu vielen Klischees
  • und vermutlich gibt es noch viele andere Gründe, warum mir das nicht gefällt.

Was mich tatsächlich an der Flut der Liebesgeschichten absolut nervt, die zum Beispiel im Fahrwasser von „Shades of Grey“ plötzlich vom Himmel fielen, ist die Unfähigkeit mancher Autoren, sich etwas eigenes auszudenken. Die Geschichten ähneln sich so sehr, dass sie fast identisch scheinen. (Nein, ich habe nicht alle davon gelesen, aber manches aus beruflichen Gründen schon mal quer- oder angelesen und eigentlich änderten sich da nur die Namen.) Und sie tauchten so plötzlich und so zahlreich auf, dass ich schon manches Mal darüber nachgedacht habe, wie man so schnell eine solche Geschichte schreiben kann, ohne selber kreativ zu werden. Das ist aber eine Entwicklung, die sich in den vergangenen Jahren immer mehr abzeichnet. Wenn etwas erfolgreich ist, gibt es Nachahmer – und überwiegend schlechte. Leider.

 

Montagsfrage 6 / 2018: Leidenschaft für mehr?

Montagsfrage: Habt ihr Angewohnheiten oder Vorlieben, die evtl. mit eurer Leidenschaft für Bücher zusammenhängen? Zum Beispiel Papeterie, Lesetagebücher führen, Schreiben etc.?

Bücher habe ich schon als Kind geliebt, den Geruch von neuen Büchern, das Rascheln des Papiers, Buchstaben in (manchmal) unterschiedlichen Farben, Formen, Größen, Illustrationen. Und Geschichten geschrieben habe ich auch als Kind schon gerne. Folgerichtig wurde ich Buchhändlerin, dann Buchhandelsfachwirtin, dann Mitarbeiterin in einem der großen Schulbuch-Verlage, dann freie Mitarbeiterin bei einer großen Tageszeitung, dann Mitarbeiterin in einem großen Bibliothekssystem (damit verdiene ich auch immer noch mein Geld) und schließlich selber Autorin (erstmal noch für Sachbücher). In ein paar Tage starte ich mit einer Ausbildung zum kreativen Schreiben, um festzustellen, ob mein schriftstellerisches Talent nur für Kurzgeschichten reicht oder ob ich es auch schaffe, einen ganzen Roman zu schreiben.
Natürlich liebe ich alles, was mit Papier zu tun hat. Und Stifte. Und ich schreibe seit mehr als zwei Jahren ein Bullet Journal, in dem sich inzwischen auch ein Lesetagebuch befindet. Nebenher mache ich mir beim Lesen Notizen, falls ich mal ein Buch hier im Blog vorstellen möchte.
Ich habe viele Bücher in meinen Regalen und es werden immer mehr. Manche habe ich, weil sie mir gut gefallen, manche, weil sie mich gut unterhalten haben, manche, weil sie wunderschön sind, manche, weil ich sie ständig brauche, und manche, weil ich sie einfach besitzen wollte. Und manche Bücher habe ich auch verliehen (die meisten davon kommen irgendwie auch nie mehr zurück *seufz*).
Ich lebe nach dem Motto (frei nach Loriot): „Ein Leben ohne Bücher ist möglich. Aber sinnlos.“

Montagsfrage 5 / 2018: Formen der Geschichtenerzählung

Montagsfrage: Welche Formen der Geschichtenerzählung bevorzugst du? Liest du nur Bücher oder auch Comics, hörst Hörbücher etc.?

Tatsächlich lese ich am liebsten Bücher. Oder eBooks. Comics und Mangas liegen mir gar nicht, wenngleich ich auch schon einiges davon gelesen habe.  Hörbücher höre ich gelegentlich, neige aber dazu, mit den Gedanken abzuschweifen und nicht länger zuzuhören. Da fehlen mir dann manchmal Teile der Geschichten. Außerdem mag ich nicht, dass viele Hörbücher gekürzt sind.

Montagsfrage 4 / 2018: Buchreihen

Montagsfrage: Gibt es ein Buch oder eine Reihe, dem/der deiner Meinung nach zu wenig Beachtung geschenkt wurde?

Auch hier musste ich erst ein wenig nachdenken, was ich dazu schreiben kann. Ich bin ganz sicher nicht der klassische Reihenleser, lese aber gerne mehrere Bände von ein und demselber Schriftsteller. Zu den wenigen, die ich tatsächlich fast komplett gelesen habe, gehört Jules Verne. Ich mag einfach seine Art zu schreiben, auch wenn Landschaftsbeschreibungen nicht zwingend sein müssen. Ich mag auch seinen Ideenreichtum, der für die Zeit, in der diese Romane entstanden sind, wirklich herausragend war. Manches, was Jahre später erst entwickelt wurde, hatte Jules Verne schon beschrieben. Es lohnt sich, mal einen Blick in seine Romane zu werfen, speziell in jene, die nicht in reißerischen und literarisch wenig wertvollen Fernseh-Adaptionen verwertet wurden.

Die Montagsfrage 3 / 2018 : Character Crush

Ich hatte geplant, hier im Blog auch mehr über gelesene Bücher zu berichten. Das hakt noch ein wenig, was – wie so oft bei mir – an den nicht geschossenen Fotos liegt. Jetzt im Winter ist es einfach fast immer zu dunkel, und ich bin irgendwie auch sehr unprofessionell im Umgang mit der Kamera.
Durch Zufall stolperte ich jetzt über die Montagsfrage vom Bücherfresserchen und habe mich entschieden, da mitzumachen. In Zukunft würde ich das auch gerne lieber am Wochen-Anfang denn am Wochenende beantworten, aber das hängt natürlich auch von den Fragen  ab.

Montagsfrage: Manchmal schwärmt man ja regelrecht für eine Buchfigur. Welche ist/war euer aktueller/letzter Character Crush?
Gleich die erste Montagsfrage bringt mich in Verlegenheit. So schnell bin ich leider nicht zu begeistern und ich könnte mich nicht erinnern, dass mich ein Buchcharakter überhaupt schon einmal ins Schwärmen gebracht hat. Wenn mich jemand fasziniert, dann sind es eher wirkliche statt literarischer Persönlichkeiten, lebende oder manchmal auch schon tote, die ich gerne kennen gelernt hätte. Johann Sebastian Bach gehört dazu, aber auch Albert Einstein und immer wieder Leonardo da Vinci. Und eine ganze Reihe mehr, die mir auf die Schnelle nicht einfallen und die aufzuzählen vermutlich auch für Euch eher langweilig wäre.