Samstagsplausch 12 / 2017

Die Woche ging sehr schnell vorbei. Kein Wunder, war hier doch Urlaub angesagt. Letzte Woche hatte ich ja schon erzählt, dass ich viel geplant habe für die freien Tage. Eine ganze Menge davon habe ich geschafft, nicht alles, aber das wusste ich auch schon vorher. Da hätte ich noch einen Monat Urlaub dranhängen  müssen. Aber einiges ist weg – und den Rest mache ich, wenn der Sohn wieder auszieht und sowieso das Haus auf den Kopf gestellt werden muss, um all seine Sachen wieder einzusammeln. So ist der Plan, ob es auch so kommt, bleibt abzuwarten.
Was habe ich denn nun gemacht in dieser Woche? Gelesen: von Cecilia Ahern, „Der Glasmurmelsammler“. Tatsächlich ist es mein erstes Buch von dieser Autorin und so recht kann ich die Begeisterung noch nicht nachvollziehen. Vielleicht kommt da ja noch.
Gestrickt habe ich wenig, aber immerhin ein neues Teil angefangen. Es wird der 36-Color-Shawl von Safri-Design. Auf dem Bild sind die ersten 18 Farben, die kühlen Farben.

Statt zu stricken, habe ich eher gehäkelt und passend zu meiner Moorland-Decke aus den Resten noch einen kleinen Kranz gemacht. Zugegeben: eine nutzlose Häkel-Spielerei, aber Spaß hat es gemacht. Den Kranz hatte ich mal in einem Kommentar zu einem Beitrag in dem Blog von Lucy gefunden und habe den ein wenig verändert nachgearbeitet. Die Anleitung für das gehäkelte Schaf ist auch von Lucy. Die Perspektive vom Foto  ist definitiv verbesserungswürdig – ich arbeite noch daran.


Den geplanten Ausflug nach Bremerhaven fand auch statt. Leider war das Eisbärenkind hinter den  Kulissen (warum, ließ sich leider nicht ermitteln), aber eine kurze Internet-Recherche vor dem Ausflug hatte ohnehin schon ergeben, dass Lilli inzwischen 15 Monate alt ist und so gar nichts teddymäßiges mehr an sich hat, sondern wie ein fast ausgewachsener Eisbär aussieht – nur noch nicht so groß. Dafür gab es den Vater zu bestaunen, der es sich im Käfig in der Sonne gemütlich gemacht hatte.


So ein Eisbär hat eine beeindruckende Größe und niedlich ist er eigentlich auch nur als kleines Jungtier. Neben den großen Tieren gab es eine ganze Reihe kleinerer Tiere, die in der Nordsee heimisch sind. (Und auch einige, die aus anderen Regionen kommen.) Zu dem Zoobesuch schreibe ich aber noch mal einen gesonderten Blog-Post.

In der kommenden Woche ist wieder Arbeit angesagt, aber die nächsten Wochen haben ja noch viele lange Wochenenden im Angebot. Und das ist auch gut so.

Jetzt bin ich erstmal gespannt, was Ihr so in dieser Woche gemacht habt und lese eine Runde.

Dieser Beitrag geht zu Andrea zum Samstagsplausch. Danke für die Idee, Andrea.

Samstagsplausch 11 / 2017

Die vergangene Woche war sehr unspektakulär. Endlich mal. Ich hätte gegen eine Phase der „gepflegten Langeweile“ tatsächlich auch mal nichts einzuwenden. Aufregungen hatten wir in den vergangenen Jahren wirklich überreichlich.
Und weil die Woche so unspektakulär war, bin ich auch ein wenig zum Stricken gekommen. Eine Mütze hatte sich die Freundin des Sohnes gewünscht. Letztlich habe ich sie zwei Mal gestrickt, weil mir die erste Version nicht gefiel und dann glücklicherweise auch nicht so richtig gepasst hat. Bei der zweiten Variante habe ich dann das Bündchen geändert, einen halben Mustersatz mehr gestrickt und einen größeren Pompom gemacht.
Das Bündchen habe ich doppelt gestrickt und dafür die Maschen provisorisch über einen gehäkelten Maschenaufschlag aufgenommen. Irgendwo hatte ich ein Video gesehen, dass man den ganz einfach aufziehen kann und dann alle Maschen problemlos wieder aufnehmen kann. Das hat bei mir nur so semigut funktioniert. Ich hatte keine Lust nach dem Video zu suchen und habe das dann halt aus der Erinnerung gemacht. Vermutlich habe ich da einen Fehler eingebaut und so war der Faden vom Anschlag sehr seltsam um jede zweite Masche gewickelt. Wäre das nicht gewesen, hätte es prima funktioniert. Nun ja, es ist auf jeden Fall einen zweiten Versuch wert.

Das zweite Strickstück der Woche waren ein paar angeschlagene Socken. Damit wollte ich unbedingt mal das Addi-Sockenwunder ausprobieren. Ich hatte vergeblich versucht, es hier irgendwo zu bekommen und habe es dann schließlich von einer lieben Strickfreundin geliehen bekommen. Glücklicherweise geliehen, weil ich sehr schnell gemerkt habe, dass das nichts für mich ist. Vermutet hatte ich das schon, weil ich mit 50er und 40er Rundnadeln auch schon nicht stricken kann. Aber ehrlich, die Nadeln sind schon sehr kurz, also wirklich sehr, sehr kurz. Ich brauche da mehr zum Anfassen und stricken halt einfach mit dem Nadelspiel oder mit zwei 60er Rundnadeln. Es ist ja nicht so, dass es keine Alternativen gäbe.

Gelesen habe ich nach dem schottischen Krimi nun einen, der in Schleswig-Holstein spielt. Die Ermittler sind sich in ihrer Art allerdings ähnlich, ein bisschen „dösig“ und „paddelig“ in ihrer Art, aber trotzdem mit einem Auge für Kleinigkeiten und der Fähigkeit, das alles zu einem Gesamtbild zusammen zu fügen und das Rätsel zu lösen. Der Küsten-Krimi „Rote Grütze mit Schuss“ von Krischan Koch ist relativ leichte Unterhaltung, die Spaß macht. Trotzdem werde ich als nächstes definitiv keinen Krimi lesen. Als bekennender Serien-Junkie ist mir das mit Monk-Folgen, Barnaby, Lewis, Miss Marple und Elementary dann tatsächlich ein bisschen viel Krimi und ich habe gemerkt, dass ich anfange, einzelne Folgen mit den Büchern zu vermischen  und mich an manchen Stellen wundere, warum das auf einmal anders ist.

Die nächste Woche wird hoffentlich ganz anders sein. Ich habe nämlich Urlaub. Pläne habe ich sehr viele, vor allem muss das Haus mal umgekrempelt werden und es sind einige kleinere Reparaturen nötig. Natürlich wird das Stricken nicht zu kurz kommen und Ausflüge sind auch geplant – ich würde sooo gerne mal nach dem Eisbären-Kind im Bremerhavener Zoo am Meer schauen und hoffe, dass mir das Wetter keinen allzu großen Strich durch die Planung macht.

Dieser Beitrag wandert zum Samstagsplausch bei Andrea.

Samstagsplausch 10 / 2017


Mein Samstagsplausch ist heute ein Sonntagsplausch, gestern war ich mit ein paar Strickfreundinnen bei einem Zugsocking unterwegs. Wir sind mit dem Zug von Bremen nach Osnabrück gefahren und haben dort der Wollperle einen Besuch abgestattet. Vor vielen Jahren sind wir schon einmal dort gewesen und hatten damals einen wunderbaren Tag. Das hat uns ermuntert, noch einmal dorthin zu fahren – das und die unfassbare Auswahl an Knöpfen. Das Wetter hat toll mitgespielt, es war wohl der erste Tag, der so richtig den nahenden Frühling erahnen ließ. Osnabrück ist eine lebendige, moderne, junge Stadt, ein Besuch dort lohnt sich allemal. Es war also ein rundum gelungener Tag, wir hatten Spaß, haben schöne Wolle und Knöpfe gesehen und gekauft, gut gegessen und viel gelacht.

Der wohl wichtigste Tag der vergangenen Woche war der Dienstag. Da hat der Sohn erfolgreich seine Masterarbeit verteidigt und damit sein Studium beendet. Nun darf er sich „Master of Desaster“ …. ähm … natürlich „Master of Science“ nennen. Ich bin so unfassbar stolz auf ihn. Er hat es auch unter manchmal schwierige Bedingungen geschafft, seinen anspruchsvollen Studiengang abzuschließen und sich immer durchgebissen. Seinen Durchhaltewillen habe ich oft bewundert. Nun kommt der schwierigere Teil: die Jobsuche. Trotz des immer so laut beklagten Fachkräfte-Mangels ist es für Hochschul-Absolventen schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden. Ohne Erfahrung mögen die Firmen niemanden einstellen. Ungefähr ein Jahr dauert es durchschnittlich, bis Ingenieure nach dem Studium eine Anstellung finden, selbst wenn sie einen so seltenen Studiengänge geschafft haben wie der Sohnemann und Fachkräfte in diesem Bereich genauso selten wie gesucht sind. Aber gut, es wird schon werden.

Gestrickt habe ich fast gar nicht, weil ich wieder jeden Abend unterwegs sein musste. Und das, was dann trotzdem auf den Nadeln war, habe ich wieder aufgezogen, weil Fehler drin waren (es hat wohl nicht so viel Sinn, übermüdet noch zu stricken *seufz*) oder es nicht so richtig passt. Aber die Aussichten sind besser, in der kommenden Woche arbeite ich nur vier Tage und habe ab Freitag dann eine Woche Urlaub. Dringend benötigt und für Hausarbeit, Dachboden-Aufräumen und Ausruhen verplant. Danach sind es dann ja nur noch ein paar Tage bis Ostern und ein paar lange Wochenenden im Mai. Ich finde, das sind gute Aussichten.

Nach dem Abschluss des letzten Buches musste ich erstmal überlegen, was ich nun tatsächlich lesen möchte. Ich fand an vielen Stellen Hinweise auf interessante Titel, habe mich dann aber entschieden, erstmal meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) zu sichten und fand dort einen schottischen Krimi. Nun amüsiere ich mich über Hamish Macbeth, einen Constabler in den schottischen Highlands, der im ersten Band der Serie mit einem toten Mitglied einer Anglergruppe konfrontiert wird. Vom Stil her ist es ein wenig wie die Miss Marple Bände von Agatha Christie. Und weil sie auch nicht so umfangreich sind, lassen sie sich schnell lesen. Vermutlich wird es nicht der letzte Band mit dem rothaarigen, eigenwilligen Polizisten, der auch schon mal eines seiner Hühner vernimmt, gewesen sein, den ich lese.

Bevor ich  jetzt wieder das Strickzeug in die Hand nehme, werde ich eine Runde bei den Teilnehmern des Samstagsplausch lesen und schauen, wie bei Euch so die Woche gelaufen ist. Veranstaltet wird der Samstagsplausch von Andrea.

Samstagsplausch 9 / 2017

Diese Woche war, wie ich ja schon erwartet hatte, pickepackevoll. Es blieb nur wenig Zeit für die wirklich schönen Dinge des Lebens, aber das muss ja nun auch nicht immer sein.
Am vergangenen Samstag wurde die Moorland-Decke fertig. Leider war noch keine Gelegenheit für Fotos, weil das  Wetter entweder wirklich unterirdisch war oder die Sonne schien, wenn ich bei der Arbeit war und Wolken aufgezogen waren, wenn ich dann daheim war. Nun gut, das läuft nicht weg und da ich sie nach dem Original gestrickt habe, sowohl nach dem Originalmuster wie auch mit dem Originalgarn, kann man ja überall im Netz sehen, wie sie aussieht. Aus den Resten will ich an diesem Wochenende noch einen Kranz  häkeln, der mit einem kleinen Schaf verziert werden soll. Das sah ich bei einer Kreativen, die eigentlich auch mithäkeln wollte und es gefiel mir so gut.

Tatsächlich war am Sonntag dann auch noch ein wenig Zeit, mal wieder ans Spinnrad zu gehen. Die erste Spule meines aktuellen Wolle-Seide-Mischgarns ist fertig geworden. Das ist der dritte Rotton einer solchen Mischung und eigentlich hatte ich geplant, aus diesen Tönen anschließend einen See-You-Shawl zu stricken. Aber die Menge an Garn ist so groß, dass ich wohl noch einmal darüber nachdenken werde, damit nicht wieder so viele Reste übrig bleiben. Wenigstens ist aber mal wieder die Lust am Spinnen erwacht und ich werde jetzt sehen, dass ich ein wenig regelmäßiger ans Spinnrad komme. Wenn die Tage länger und heller werden, schaffe ich auch wieder mehr.

Gelesen habe ich in der vergangenen Woche den letzten Band von der Kai-Meyer-Trilogie „Die Seiten der Welt„. Der erste Band hatte mich ganz schwer begeistert, ob seiner Kreativität und seiner vielen tollen Ideen rund um das Thema Buchstaben, Lesen und Bücher. Durch den zweiten Band habe ich mich  ziemlich gequält, da ist der Funke nicht übergesprungen, aber der dritte Band hat mich nun wieder in seinen Bann gezogen. Schade, wenn man so gute Bücher gelesen hat, ist es, wenn sie dann ausgelesen sind, immer so ein bisschen wie „in ein tiefes Loch“ fallen und man klammert sich an die Hoffnung, dass man etwas findet, was diese Lücke schließen kann. Geht Euch das auch so?

Geplant habe ich in der vergangenen Woche eine ganze Menge, immer die Zeit zwischen zwei Terminen nutzend oder beim Anstehen an der Kasse oder strickend auf der Zugfahrt zur oder von der Arbeit. Kleinere Arbeiten habe ich schon vorbereitend erledigt, die Stoffe sind teilweise zugeschnitten und versäubert, für alles gibt es einfache Skizzen und Karteikarten, auf denen die einzelnen Schritte und Angaben aufgeschrieben sind. Das wird noch spannend, weil ich nicht abschätzen kann, ob und wann davon etwas fertig wird, und ob ich die geplanten Dokumentationen dazu umsetzen kann. Ich habe gerade irre viele Ideen im Kopf und würde am liebsten alles gleichzeitig anfangen. Natürlich ist das Quatsch, der Verstand weiß das, aber die Finger möchten es lieber anders.

So, nun muss ich schnell los, Geburtstagblumen für morgen besorgen und dann lese ich eine Runde bei Euch, starten werde ich wie immer bei Andrea. Habt eine wunderbare Woche.

Samstagsplausch 8 / 2017

Diese Woche war dank dreier Urlaubstag von Montag bis Mittwoch  ziemlich ruhig. Ich habe die unverhofft zu Hause verbrachten Tage (Ihr erinnert Euch: eigentlich war ja eine Reise nach Würzburg geplant) mit einer Mischung aus Kreativem und Haushalt gestaltet. So konnte ein bisschen Liegengebliebenes abgearbeitet werden und aktuelle und zukünftige Projekte aller Art habe ich geplant und weiter voran getrieben. Glücklicherweise konnte ich meine Starteritis bremsen und habe nicht noch etwas Neues angefangen. Darüber bin ich dann doch ein bisschen froh.

Die Moorland-CAL-Decke geht jetzt dem Ende entgegen, es müssen nur noch die vier Runden der Umrandung gehäkelt werden. Einerseits finde ich das schade, andererseits hat das Häkeln sehr viel Zeit in Anspruch genommen und wenn die Decke fertig ist, bleibt wieder Luft für die eigentlichen Pläne für dieses Jahr. Vermutlich hole ich dann erst einmal die schon angefangene Häkeldecke wieder in den Ufo-Korb und schaue mal, ob ich die nicht als Erstes meiner Langzeitprojekte fertig machen kann. Gerade bin ich so gut drin im Häkeln. Bilder von der fertigen Moorland-Decke zeige ich dann hoffentlich in der nächsten Woche.

Das Sternkissen ist fertig und wartet auf einen neuen Besitzer. So sieht es jetzt aus:

Mir gefällt es sehr gut und vermutlich wird es auch nicht das letzte bleiben, wenigstens ein Kissen in Grün werde ich noch stricken (müssen).

An dem dänischen Schal stricke ich noch, ich denke aber, auch der wird in der nächsten Woche fertig.

Und was war noch diese Woche? Naja, der Frühling streckt seine ersten Boten im Vorgarten aus:

Das habe ich natürlich freudig begrüßt. Das sicherste Zeichen für mich, dass es endlich wieder heller und wärmer werden muss, ist, dass ich gelbe Blumen kaufe oder in meinen Handarbeiten Gelb immer wieder auftaucht. Dieses Jahr waren es die gelben Blumen, die den Weg zu mir fanden.

Ist schon manchmal seltsam, wie wir Menschen so ticken und was für Verhaltensweisen man an sich selber entdeckt.

Die nächste Woche wird insgesamt wieder stressiger, weil schon allerhand Termine auf mich warten und nicht alle davon nur positiv sind. Aber neben dem Fertigstellen der Decke und des dänischen Tuches möchte ich auf jeden Fall das erste meiner geplanten Stickprojekte starten. Und das sind dann ja schon wieder gute Aussichten, oder?

Der Samstagsplausch wird von  Andrea von Karminrot  betreut und man kann dabei eine ganze Menge neuer Blogs finden. Ich bin heute das zweite Mal dabei und freue mich immer noch über die vielen neuen Blogs, die ich so gefunden habe und über die tolle Idee.

Samstagsplausch – 7 / 2017

Bei Streifzügen durch andere Blogs fand ich den Samstagsplausch. An jedem Wochenende erzählt man ein wenig von seiner Woche, seinen Wochenendplänen, von gelesenen Büchern und was man sonst noch so macht. Organisiert wird das von Andrea von Karminrot und man kann dabei eine ganze Menge neuer Blogs finden. Und so habe ich mich entschlossen, auch mitzuschreiben. Ist auch eine schöne Idee, das Blog wieder mehr zu beleben.

Meine Woche war ziemlich durchwachsen und begann mit einem Treppensturz. Glücklicherweise ist nicht sooo viel passiert, aber für eine schmerzhafte Überdehnung der Bänder im rechten Knie hat es dann doch gereicht. Hätte nicht zwingend sein müssen. Und weil das an schlechtem Karma wohl noch nicht gereicht hat, ist auch noch meine geplante Wochenend-Reise ausgefallen. Die Herzensfreundin, die ich besuchen wollte, ist leider ziemlich krank geworden und so wurde nichts aus dem „Zugsocking und mehr“ nach Würzburg. Aber ihre Gesundheit geht vor und wir holen das nach. Trotzdem war das keine leichte Entscheidung und es geht uns beiden damit nicht wirklich gut, wir haben uns so sehr auf die gemeinsame Zeit gefreut und uns auch eine ganze Weile schon nicht mehr gesehen.
Die freien Tage, die sich nun ergeben haben (ich wollte bis Mittwoch in Würzburg bleiben), werde ich jetzt für einen vorgezogenen Frühjahrsputz nutzen. Nicht, dass ich so begeistert putze, aber wenn das erledigt ist, habe ich das weg und kann die kommenden Wochenenden sinnvoller nutzen – und, hmmm, nötig ist es halt auch. Von ein paar kleineren, schon angefangenen Dingen habe ich gestern einiges fertig gemacht: Druckknöpfe angebracht, ein Bild gebügelt und gerahmt, einer handgemachten Puppe eine Frisur verpasst. Ich zeige Euch das in den nächsten Tagen. Irgendwie liegt hier schon wieder ganz viel rum, es wäre ganz schön, wenn ich davon mal einiges wegschaffen könnte. Im Moment schwirren mir nämlich noch ganz viele Ideen im Kopf rum. Auslöser für einige davon war ein langes Gespräch mit meiner Künstlerin-Schwägerin, dass wir Weihnachten geführt haben. Mein Bruder und seine Frau leben in der Schweiz und wir sehen uns leider nur sehr selten, auch weil mein Bruder viel unterwegs ist. Meine Schwägerin hatte sich mit dem Thema „Artbooks“ beschäftigt und wir hatten gemeinsam bei Pinterest einiges dazu angesehen. Nachdem ich in den letzten Jahren ja irgendwie nicht allzu viele Ideen hatte, hole ich das jetzt anscheinend innerhalb weniger Wochen nach. Ich komme fast nicht mehr hinterher, mir Notizen und Planungsentwürfe zu machen und mir fällt immer wieder noch etwas Neues ein. Ein wirklich tolles Gefühl, hatte ich doch schon Angst, mir würden gar keine Ideen mehr kommen. Und gleichzeitig bietet sich so die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren, die mich auch schon lange, teilweise schon seit vielen Jahren anlächeln. Sehr inspirierend.
Neben all den vielen Notizen und der regulären Arbeit habe ich auch gerade wieder eine intensive Lesephase. Ganz aktuell lese ich zurzeit „Das Haus in der Nebelgasse“ von Susanne Goga. Der Roman über eine junge Lehrerin spielt im London von 1900 und erzählt von den Geheimnissen einer Schülerin, verwoben in die Geschichte der Stadt London. Im Anhang findet man Lesetipps und Links zu den verwendeten historischen Stadtplänen von London. Die Geschichte ist spannend erzählt und vermittelt viel von der Atmosphäre der Stadt um diese Zeit. Stilistisch überzeugt es mich nicht immer so ganz, aber darüber kann ich – des Lesevergnügens wegen – gut hinwegsehen. London ist ja ohnehin meine Stadt und ich lasse keine Gelegenheit aus, darüber zu lesen – wenn ich schon nur gelegentlich dorthin reisen kann.
Auf den Stricknadeln habe ich gerade das zweite Sternkissen. Gedacht war es ursprünglich als Geschenk, aber damit kam mir dann jemand zuvor. Auch gut, so bleibt das wunderbare, lilafarbene Kissen wohl hier. So lange zumindest, bis es jemand lautstark bewundert und dafür mitnehmen darf. Mir fallen schon ein paar Kandidaten ein, die dafür in frage kämen *gg*. Außerdem habe ich noch ein gestreiftes Tuch auf den Nadeln, für das ich mir das Material letztes Jahr aus dem Strickurlaub in Dänemark mitgebracht habe. Wenn ich daran stricke, habe ich das Bild von uns allen in unserem dänischen Ferienhaus vor Augen, von Dünen, vom Meer, von den mitgebrachten Spinnrädern und bin sehr dankbar, dass wir schon zum zweiten Mal gemeinsam einen „verstrickten“ Urlaub dort gemacht haben. Kann ich nur empfehlen.

Die nächste Woche wird durch die Urlaubstage deutlich entspannter sein. Darauf freue ich mich. Habt alle ein schönes Wochenende und startet am Montag gut in die neue Woche.