Samstagsplausch 9 / 2017

Diese Woche war, wie ich ja schon erwartet hatte, pickepackevoll. Es blieb nur wenig Zeit für die wirklich schönen Dinge des Lebens, aber das muss ja nun auch nicht immer sein.
Am vergangenen Samstag wurde die Moorland-Decke fertig. Leider war noch keine Gelegenheit für Fotos, weil das  Wetter entweder wirklich unterirdisch war oder die Sonne schien, wenn ich bei der Arbeit war und Wolken aufgezogen waren, wenn ich dann daheim war. Nun gut, das läuft nicht weg und da ich sie nach dem Original gestrickt habe, sowohl nach dem Originalmuster wie auch mit dem Originalgarn, kann man ja überall im Netz sehen, wie sie aussieht. Aus den Resten will ich an diesem Wochenende noch einen Kranz  häkeln, der mit einem kleinen Schaf verziert werden soll. Das sah ich bei einer Kreativen, die eigentlich auch mithäkeln wollte und es gefiel mir so gut.

Tatsächlich war am Sonntag dann auch noch ein wenig Zeit, mal wieder ans Spinnrad zu gehen. Die erste Spule meines aktuellen Wolle-Seide-Mischgarns ist fertig geworden. Das ist der dritte Rotton einer solchen Mischung und eigentlich hatte ich geplant, aus diesen Tönen anschließend einen See-You-Shawl zu stricken. Aber die Menge an Garn ist so groß, dass ich wohl noch einmal darüber nachdenken werde, damit nicht wieder so viele Reste übrig bleiben. Wenigstens ist aber mal wieder die Lust am Spinnen erwacht und ich werde jetzt sehen, dass ich ein wenig regelmäßiger ans Spinnrad komme. Wenn die Tage länger und heller werden, schaffe ich auch wieder mehr.

Gelesen habe ich in der vergangenen Woche den letzten Band von der Kai-Meyer-Trilogie „Die Seiten der Welt„. Der erste Band hatte mich ganz schwer begeistert, ob seiner Kreativität und seiner vielen tollen Ideen rund um das Thema Buchstaben, Lesen und Bücher. Durch den zweiten Band habe ich mich  ziemlich gequält, da ist der Funke nicht übergesprungen, aber der dritte Band hat mich nun wieder in seinen Bann gezogen. Schade, wenn man so gute Bücher gelesen hat, ist es, wenn sie dann ausgelesen sind, immer so ein bisschen wie „in ein tiefes Loch“ fallen und man klammert sich an die Hoffnung, dass man etwas findet, was diese Lücke schließen kann. Geht Euch das auch so?

Geplant habe ich in der vergangenen Woche eine ganze Menge, immer die Zeit zwischen zwei Terminen nutzend oder beim Anstehen an der Kasse oder strickend auf der Zugfahrt zur oder von der Arbeit. Kleinere Arbeiten habe ich schon vorbereitend erledigt, die Stoffe sind teilweise zugeschnitten und versäubert, für alles gibt es einfache Skizzen und Karteikarten, auf denen die einzelnen Schritte und Angaben aufgeschrieben sind. Das wird noch spannend, weil ich nicht abschätzen kann, ob und wann davon etwas fertig wird, und ob ich die geplanten Dokumentationen dazu umsetzen kann. Ich habe gerade irre viele Ideen im Kopf und würde am liebsten alles gleichzeitig anfangen. Natürlich ist das Quatsch, der Verstand weiß das, aber die Finger möchten es lieber anders.

So, nun muss ich schnell los, Geburtstagblumen für morgen besorgen und dann lese ich eine Runde bei Euch, starten werde ich wie immer bei Andrea. Habt eine wunderbare Woche.

Samstagsplausch 8 / 2017

Diese Woche war dank dreier Urlaubstag von Montag bis Mittwoch  ziemlich ruhig. Ich habe die unverhofft zu Hause verbrachten Tage (Ihr erinnert Euch: eigentlich war ja eine Reise nach Würzburg geplant) mit einer Mischung aus Kreativem und Haushalt gestaltet. So konnte ein bisschen Liegengebliebenes abgearbeitet werden und aktuelle und zukünftige Projekte aller Art habe ich geplant und weiter voran getrieben. Glücklicherweise konnte ich meine Starteritis bremsen und habe nicht noch etwas Neues angefangen. Darüber bin ich dann doch ein bisschen froh.

Die Moorland-CAL-Decke geht jetzt dem Ende entgegen, es müssen nur noch die vier Runden der Umrandung gehäkelt werden. Einerseits finde ich das schade, andererseits hat das Häkeln sehr viel Zeit in Anspruch genommen und wenn die Decke fertig ist, bleibt wieder Luft für die eigentlichen Pläne für dieses Jahr. Vermutlich hole ich dann erst einmal die schon angefangene Häkeldecke wieder in den Ufo-Korb und schaue mal, ob ich die nicht als Erstes meiner Langzeitprojekte fertig machen kann. Gerade bin ich so gut drin im Häkeln. Bilder von der fertigen Moorland-Decke zeige ich dann hoffentlich in der nächsten Woche.

Das Sternkissen ist fertig und wartet auf einen neuen Besitzer. So sieht es jetzt aus:

Mir gefällt es sehr gut und vermutlich wird es auch nicht das letzte bleiben, wenigstens ein Kissen in Grün werde ich noch stricken (müssen).

An dem dänischen Schal stricke ich noch, ich denke aber, auch der wird in der nächsten Woche fertig.

Und was war noch diese Woche? Naja, der Frühling streckt seine ersten Boten im Vorgarten aus:

Das habe ich natürlich freudig begrüßt. Das sicherste Zeichen für mich, dass es endlich wieder heller und wärmer werden muss, ist, dass ich gelbe Blumen kaufe oder in meinen Handarbeiten Gelb immer wieder auftaucht. Dieses Jahr waren es die gelben Blumen, die den Weg zu mir fanden.

Ist schon manchmal seltsam, wie wir Menschen so ticken und was für Verhaltensweisen man an sich selber entdeckt.

Die nächste Woche wird insgesamt wieder stressiger, weil schon allerhand Termine auf mich warten und nicht alle davon nur positiv sind. Aber neben dem Fertigstellen der Decke und des dänischen Tuches möchte ich auf jeden Fall das erste meiner geplanten Stickprojekte starten. Und das sind dann ja schon wieder gute Aussichten, oder?

Der Samstagsplausch wird von  Andrea von Karminrot  betreut und man kann dabei eine ganze Menge neuer Blogs finden. Ich bin heute das zweite Mal dabei und freue mich immer noch über die vielen neuen Blogs, die ich so gefunden habe und über die tolle Idee.

Samstagsplausch – 7 / 2017

Bei Streifzügen durch andere Blogs fand ich den Samstagsplausch. An jedem Wochenende erzählt man ein wenig von seiner Woche, seinen Wochenendplänen, von gelesenen Büchern und was man sonst noch so macht. Organisiert wird das von Andrea von Karminrot und man kann dabei eine ganze Menge neuer Blogs finden. Und so habe ich mich entschlossen, auch mitzuschreiben. Ist auch eine schöne Idee, das Blog wieder mehr zu beleben.

Meine Woche war ziemlich durchwachsen und begann mit einem Treppensturz. Glücklicherweise ist nicht sooo viel passiert, aber für eine schmerzhafte Überdehnung der Bänder im rechten Knie hat es dann doch gereicht. Hätte nicht zwingend sein müssen. Und weil das an schlechtem Karma wohl noch nicht gereicht hat, ist auch noch meine geplante Wochenend-Reise ausgefallen. Die Herzensfreundin, die ich besuchen wollte, ist leider ziemlich krank geworden und so wurde nichts aus dem „Zugsocking und mehr“ nach Würzburg. Aber ihre Gesundheit geht vor und wir holen das nach. Trotzdem war das keine leichte Entscheidung und es geht uns beiden damit nicht wirklich gut, wir haben uns so sehr auf die gemeinsame Zeit gefreut und uns auch eine ganze Weile schon nicht mehr gesehen.
Die freien Tage, die sich nun ergeben haben (ich wollte bis Mittwoch in Würzburg bleiben), werde ich jetzt für einen vorgezogenen Frühjahrsputz nutzen. Nicht, dass ich so begeistert putze, aber wenn das erledigt ist, habe ich das weg und kann die kommenden Wochenenden sinnvoller nutzen – und, hmmm, nötig ist es halt auch. Von ein paar kleineren, schon angefangenen Dingen habe ich gestern einiges fertig gemacht: Druckknöpfe angebracht, ein Bild gebügelt und gerahmt, einer handgemachten Puppe eine Frisur verpasst. Ich zeige Euch das in den nächsten Tagen. Irgendwie liegt hier schon wieder ganz viel rum, es wäre ganz schön, wenn ich davon mal einiges wegschaffen könnte. Im Moment schwirren mir nämlich noch ganz viele Ideen im Kopf rum. Auslöser für einige davon war ein langes Gespräch mit meiner Künstlerin-Schwägerin, dass wir Weihnachten geführt haben. Mein Bruder und seine Frau leben in der Schweiz und wir sehen uns leider nur sehr selten, auch weil mein Bruder viel unterwegs ist. Meine Schwägerin hatte sich mit dem Thema „Artbooks“ beschäftigt und wir hatten gemeinsam bei Pinterest einiges dazu angesehen. Nachdem ich in den letzten Jahren ja irgendwie nicht allzu viele Ideen hatte, hole ich das jetzt anscheinend innerhalb weniger Wochen nach. Ich komme fast nicht mehr hinterher, mir Notizen und Planungsentwürfe zu machen und mir fällt immer wieder noch etwas Neues ein. Ein wirklich tolles Gefühl, hatte ich doch schon Angst, mir würden gar keine Ideen mehr kommen. Und gleichzeitig bietet sich so die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren, die mich auch schon lange, teilweise schon seit vielen Jahren anlächeln. Sehr inspirierend.
Neben all den vielen Notizen und der regulären Arbeit habe ich auch gerade wieder eine intensive Lesephase. Ganz aktuell lese ich zurzeit „Das Haus in der Nebelgasse“ von Susanne Goga. Der Roman über eine junge Lehrerin spielt im London von 1900 und erzählt von den Geheimnissen einer Schülerin, verwoben in die Geschichte der Stadt London. Im Anhang findet man Lesetipps und Links zu den verwendeten historischen Stadtplänen von London. Die Geschichte ist spannend erzählt und vermittelt viel von der Atmosphäre der Stadt um diese Zeit. Stilistisch überzeugt es mich nicht immer so ganz, aber darüber kann ich – des Lesevergnügens wegen – gut hinwegsehen. London ist ja ohnehin meine Stadt und ich lasse keine Gelegenheit aus, darüber zu lesen – wenn ich schon nur gelegentlich dorthin reisen kann.
Auf den Stricknadeln habe ich gerade das zweite Sternkissen. Gedacht war es ursprünglich als Geschenk, aber damit kam mir dann jemand zuvor. Auch gut, so bleibt das wunderbare, lilafarbene Kissen wohl hier. So lange zumindest, bis es jemand lautstark bewundert und dafür mitnehmen darf. Mir fallen schon ein paar Kandidaten ein, die dafür in frage kämen *gg*. Außerdem habe ich noch ein gestreiftes Tuch auf den Nadeln, für das ich mir das Material letztes Jahr aus dem Strickurlaub in Dänemark mitgebracht habe. Wenn ich daran stricke, habe ich das Bild von uns allen in unserem dänischen Ferienhaus vor Augen, von Dünen, vom Meer, von den mitgebrachten Spinnrädern und bin sehr dankbar, dass wir schon zum zweiten Mal gemeinsam einen „verstrickten“ Urlaub dort gemacht haben. Kann ich nur empfehlen.

Die nächste Woche wird durch die Urlaubstage deutlich entspannter sein. Darauf freue ich mich. Habt alle ein schönes Wochenende und startet am Montag gut in die neue Woche.