Patrick Branwell Brontë

Insgesamt fünf Jahre lang feiert die britische Brontë-Society unter dem Stichtwort Brontë 200 die 200ten Geburtstage der berühmten Schriftsteller-Familie. Im vergangenen Jahr jährte sich der 200te Geburtstag von Charlotte, in diesem Jahr ist es der Geburtstag von Branwell, dem einzigen Jungen in der Familie. Sein eigentlicher Vorname war Patrick, damit es aber nicht zu Verwechselungen mit seinem Vater kam, wurde er Branwell gerufen.

Branwell wurde am 26. Juni 1817 als viertes von sechs Kindern und als einziger Sohn des geistlichen Reverend Patrick Brontë und seiner Frau Maria Branwell in Thornton geboren. Er wuchs gemeinsam mit seinen Schwestern in Haworth auf, wo die weitere Erziehung nach dem frühen Tod der Mutter von deren Schwester übernommen wurde.
Alle Kindern wurde zuerst von der Tante zu Hause unterrichtet. Während die Schwestern danach auf ein Internat kamen, blieb Branwell im Haus und erhielt weiteren Unterricht von dem Vater und in den Fächern Musik und Kunst von Lehrern, die ins  Haus kamen.
Gemeinsam mit seinen älteren Schwestern Charlotte, Emily und Anne erdachten sich die Kinder die fantastische Welt der westafrikanischen Länder Gondal (Anne und Emily) und Angria (Charlotte und Branwell) und schrieben die Geschichten und Gedichte in winziger Schrift in kleinen Büchern nieder.

1838 bis 39 wurde Branwell als Porträtmaler ausgebildet und arbeitete in Bradford. 1840 zog er nach Broughton-in-Furness, um dort als Hauslehrer zu arbeiten. Bereits nach einem halben Jahr wurde er wieder entlassen. 1841 arbeitete er als Buchhalter in der Bahnstation Sowerby Bridge und stieg dort zum Bahnhofsvorsteher auf. 1842 wurde er nach Unregelmäßigkeiten auch dort wieder entlassen. 1843 vermittelte ihm seine Schwester Anne eine Stellung als Hauslehrer für den Sohn der Familie Robinson in Thorp Green, wo sie als Gouvernante für die Töchter beschäftigt war. Zwei Jahre später wurde er erneut entlassen, über die tatsächlichen Gründe kann nur spekuliert werden – entweder hatte er eine Affäre mit Mrs. Robinson oder er ist dem anvertrauten Kind zu nahe getreten.
Branwell kehrte zurück in das Pfarrhaus nach Haworth und von da an ging es mit ihm stetig bergab. Er begann zu trinken, war vom Opium anhängig, wurde depressiv und versank in Selbstmitleid. Nebenbei veröffentlichte er einige Gedichte in lokalen Zeitschriften in Yorkshire und war so der erste der Brontë-Geschwister, der Veröffentlichungen vorweisen konnte. Es ist nicht bekannt, ob er wusste, dass seine Schwestern kurz darauf ihre ersten Romane veröffentlichten.
1848 starb Branwell  im Alter von 31 Jahren im Kreise seiner Familie an den Folgen seiner Alkohol- und Drogensucht (vermutlich) in Verbindung mit einer beginnenden Tuberkulose.

Das Leben von Patrick Branwell Brontë wird in dem Roman „Doch mich verschlang das wild’re Meer“ von Daphne DuMaurier erzählt. Er basiert auf recherchierten Fakten und beschreibt Branwell als dämonisch und gewalttätig.

Leider ist der Roman nur noch antiquarisch verfügbar, aber für alle Brontë-Freunde eine gute Möglichkeit, etwas tiefer in das Leben der literarischen Geschwister einzudringen.

Lebenszeichen

Am Samstag bin ich 10 Tage nach der OP aus dem Krankenhaus entlassen worden und die Familie hat mich nach Hause geholt. Am Donnerstag geht es dann in die unvermeidliche AHB (Anschlussheilbehandlung). Ich erspare Euch die fiesen Details aus dem Krankenhaus, und sage nur so viel, dass meine vorherige Panik nicht unbegründet war. Aber gut, diese Etappe auf dem Weg zum Cyborg liegt jetzt hinter mir und ich hoffe, dass es nun aufwärts geht. Wenn die Schmerzen noch nachlassen würden, könnte ich tatsächlich sogar mal wieder lächeln. Im Moment ist das noch eher gequält.

Tatsächlich habe ich im Krankenhaus sogar ein wenig gestrickt, den Schal stelle ich vor, sobald ich Fotos gemacht habe – oder Fotos habe machen lassen. Es ist ein tolles Muster und ich werde ziemlich sicher noch einen weiteren Schal dieser Art stricken.
Nun überlege ich, was genau ich mit in den Reha nehme. Möglichkeiten gäbe es viele, ich kann mich nur nicht entscheiden. Ich würde zu gerne etwas Neues ausprobieren, weiß aber nicht, ob mich das dann ausreichend fesselt. Und noch viel weniger weiß ich, wann ich mobil genug sein werde, etwas anderes zu besorgen, wenn es tatsächlich langweilig wird. Nur meine Pläne für die Wochen, die ich dann noch zu Hause sein werde, bevor ich wieder arbeiten kann, stehen schon fest: dann will ich unbedingt ein paar Dinge an der Nähmaschine ausprobieren. So lange man also noch Pläne machen kann, gibt es Hoffnung.

Blogpause

Auch wenn ich gerade erst wieder so richtig angefangen habe zu bloggen, muss ich jetzt eine Pause ankündigen. In der nächsten Woche werde ich operiert und habe eine lange Zeit in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen vor mir. Dort hat man in der Regel ja keinen wirklichen guten Intenet-Empfang, so dass es vermutlich mit dem Bloggen erst mal schwierig wird. Am ehesten werdet Ihr Neuigkeiten von mir über Instagram lesen können, das klappt auch ganz gut vom Handy aus.

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Sommer mit tollem Wetter und eine schöne Zeit.

Bis bald
Eure Kristin

Freitagsfüller 424 – 5

1.   Es ist die Aufgabe von den Eltern, ihre Kinder mit viel Liebe und Schutz zu erziehen, ihnen aber auch Flügel zu geben und sie gehen zu lassen. Auch wenn es noch so schwerfällt.
2.  Meine Großmutter hat immer gesagt „dann nimm die Kanne weg und nimm die Hände“, wenn ich als Kind gesagt hat, „das kann ich nicht“.
3. Wenn ich morgen im Lotto gewinne – darüber brauche ich mir glücklicherweise keine Gedanken machen, ich spiele nämlich gar kein Lotto.
4.   Lieber Gott, schenk mir Geduld, aber zackig. Vermutlich wird das in den nächsten Woche wieder mein Dauer-Seufzer sein. Ich kann mit anderen Menschen sehr geduldig sein, nur bei mir selber klappt das leider überhaupt nicht.
5.   Erdbeeren mit Schlagsahne gab es gestern zum Mutter-Tochter-Tag und wir beide haben das in vollen Zügen genossen.
6. Ich mag Schokolade, Zitrone, Mango, After-Eight-Eis und ganz viele andere Sorten, eigentlich habe ich gar kein Lieblingseis.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend mit der Herzensfreundin und ich denke, nach einer stundenlangen Zugfahrt habe ich mir den dann auch verdient , morgen habe ich geplant, den Ideen meiner Freundin zu folgen und dafür zu sorgen, dass wir beide einen entspannten Tag miteinander haben und Sonntag möchte ich dann gerne einen Murmeltiertag, also einen Tag, der sich ständig wiederholt, damit bloß nie Mittwoch wird!

Das wird jetzt erst mal der letzte Freitagsfüller von mir sein für eine unbestimmte Anzahl von Wochen. Nächste Woche werde ich operiert und habe dann eine lange Erholungsphase vor mir mit Krankenhaus und Reha. Dort hat man in der Regel kein wirklich gut funktionierendes Internet und ins Krankenhaus nehme ich noch nicht einmal das Notebook mit. Per Tablet ist mir das Bloggen leider zu mühsam, so melde ich mich erst mal ab. Habt einen schönen Sommer.

Den Freitagsfüller gibt es immer hier. Vielen Dank.

Samstagsplausch 21 / 2017

Schon wieder eine Woche vorbei. Das ging aber schnell. Und mit diesem Feiertag und dem Urlaubstag danach bin ich mit den Tagen ganz durcheinander. Geht Euch das auch so?
Hier zu Hause geht jetzt alles in den Endspurt. Der Sohn ist wieder ausgezogen, das über das Internet gebuchte Umzugsunternehmen hat ganze Arbeit geleistet und den  Umzug schnell und professionell über die Bühne gebracht. Nun packt das große Kind seine Kisten wieder aus und richtet sich ein. Ein paar Tage hat er ja noch, bevor er seine Arbeit aufnimmt. Es bleibt spannend. So gelegentlich überkommt mich ein Flashback und ich denke an meine ersten Arbeitstage und wie aufregend das damals alles war. Schöne Erinnerungen.

Heute Nachmittag hatte ich Graf Ribbel zu Besuch und habe ihn  zwei angefangene Projekt aufribbeln lassen. Nun bin ich tatsächlich ein bisschen erleichtert, so viele angefangene Projekte, die mir keinen wirklichen Spaß machen, belasten mich eher. Und für das Garn finde ich sicher noch eine andere Verwendung.

Genießt noch  einen tollen Sonntag und startet gut in die neue Woche.

Den Samstagplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

Freitagsfüller 423 – 4

1. Bei Milka fällt mir immer besonders deutlich auf, wie sehr sich das Angebot an Schokolade verändert hat, so viele „stylische“ Sorten und immer weniger „traditionelle“ Geschmacksrichtungen.
2. London ist total meine Stadt und vieles dort finde ich einfach spektakulär.
3. Ich verstehe nicht, warum wir uns als Gesellschaft gefühlt gerade wieder rückwärts bewegen, ich hatte angenommen, dass wir da schon viel weiter sind.
4. Es gibt in der Musik ganz viel Songs, die sind einfach zeitlos.
5. Das Gefühl von Wind auf der Haut und Sand unter den Füßen ist für mich Erholung pur, im Herbst geht es wieder in ein Haus in Dänemark, 50m vom Strand entfernt. Ich freue mich total auf die Zeit dort.
6. Wenn ich an einem ruhigen Tag bei angenehmen Wetter mit dem Spinnrad auf der Terrasse sitzen kann, ist das  wie für mich gemacht.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend auf dem Sofa, mit Strickzeug und Fernsehen , morgen habe ich geplant, im Haus noch einiges zu machen und Sonntag möchte ich einfach nur meine Ruhe haben!
Den Freitagsfüller gibt es jeden Freitag bei Barbara. Vielen Dank dafür.

Samstagsplausch 20 / 2017

Diese Woche ging es vorrangig um Müdigkeit. Schwüles Wetter setzt mir immer ziemlich zu und in Kombination mit den fiesen Nebenwirkungen der Schmerzmedikation hätte ich wohl die ganze Woche durchschlafen können. Hab ich aber nicht.
Dieses Wochenende wird vermutlich das letzte, sehr stressige in der nächsten Zeit sein. Am Himmelfahrts-Wochenende findet der Umzug statt, an dem ich dann nur noch am Rande beteiligt bin. Mein Part ist weitgehend erledigt, jetzt ist der Rest der Familie am Zug. Auch nicht schlecht.
An dem Wochenende wird auch mein Koffer abgeholt, damit der rechtzeitig mit mir an der Klinik ankommt, zu der ich mich am Freitag vor Pfingsten über ziemlich genau 500km auf den Weg mache. Pfingsten verbringe ich mit der Herzensfreundin aus Würzburg, die mich dann am Dienstag zur Aufnahme in die Klinik begleitet und mich am Mittwoch bis in den OP bringt. Es wird auch Zeit, ich habe die starken Schmerzen so satt und hätte das nun endlich hinter mir. Die ersten Tage nach der Operation werden sehr fies sein, aber wenn ich möchte, dass es irgendwann besser wird, muss ich da durch.
Gestrickt habe ich tatsächlich auch in der letzten Zeit, aber was wirklich vorzeigbares kann ich nicht vorweisen. Außer vielleicht das Paar Babysocken, dass ich für die neugeborene Tochter eines Arbeitskollegen gestrickt habe.

Leider habe ich etliche angefangene Projekte, an denen ich abwechselnd immer mal stricke. Fertig wird so natürlich nichts, aber das ist dann halt gerade so. Es stört mich nicht.
Nachdem ich auch mehrere Bücher beinahe zeitgleich angefangen habe, habe ich da zumindest mal entschieden, dass ich eines davon jetzt zu Ende lese, um wenigstens diesen Stapel zu verringern. Ich habe mich entschlossen, meine gelesenen Bücher in Zukunft genauer vorzustellen und Rezensionen in eigenen Blogbeiträgen dazu zu schreiben. Vielleicht ist das für Euch ja auch interessant. Dem Wollkistchen wird jetzt also noch ein Bücherkistchen zur Seite gestellt (mit eigenem Instagram-Account), mehr dazu erzähle ich Euch in den nächsten Tagen.

Bevor ich nun ins Bett gehe, schaue ich noch mal, was Ihr so erlebt habt in der vergangenen Woche und wie Eure Pläne für das Wochenende sind. Danke an Andrea, die den Samstagsplausch jede Woche auf den Weg bringt.

Freitagsfüller 422 – 3

1.  Meine Füße  sind durch die Humpelei mit dem kaputten Knie gerade ziemlich belastet und zu allem Überfluss hat mich jetzt auch noch eine Mücke unter dem Fuß gestochen – drei Mal, dieses dumme Biest.
2.  Gelegentlich überkommt mich mal das Bedürfnis nach gesalzenen Kartoffelchips, auch wenn ich genau weiß, wie viele Kalorien so eine Tüte hat 🙁
3.  Ich lernte schon in jungen Jahren, dass man alles hinterfragen sollte und gleichzeitig, dass man nichts für selbstverständlich halten darfUnd inzwischen weiß ich, dass ich nichts weiß.
4.   Mein Bibliotheksausweis ist immer  aktiviert, was aber kein Wunder ist, schließlich arbeite ich da.
5.   Es ist wirklich traurig und bedrückt mich sehr, dass eine liebe Arbeitskollegin und Freundin sehr schwer an Krebs erkrankt ist.
6.   Sehr vieles möchte ich unbedingt in diesem Jahr noch besuchen, aber durch die anstehende Knie-Operation und die lange Zeit, die es anschließend dauert, bis ich wieder halbwegs laufen kann, wird vermutlich fast nichts davon möglich sein.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Wochenend-Einstieg mit Strickzeug und einem guten Film auf dem Sofa , morgen habe ich geplant, ganz viele Dinge von meiner sehr langen To-Do-Liste abzuarbeiten und Sonntag möchte ich mit der Familie den 80ten Geburtstag meiner Mutter feiern!

Den Freitagsfüller gibt es jeden Freitag bei Barbara. Vielen Dank dafür.

Tue Gutes und rede darüber

Meine Freundin Hella unterstützt seit vielen Jahren den Weihnachtspäckchen-Konvoi, ist auch schon mitgefahren und in der Ukraine oder in anderen Ländern unterwegs gewesen, wenn die Päckchen verteilt wurden. Sie hat sich ein ganzes Netzwerk aufgebaut und verteilt Wollspenden an eifrige Strickerinnen, die Pullover, Pullunder, Ponchos, Puppenkleidchen, Schals und viele andere Dinge stricken.
In diesem Jahr organisiere ich das jährliche Spinntreffen und habe die TeilnehmerInnen gebeten, einen „Schal für Hella“ zu stricken und im Oktober mitzubringen. Meiner ist in dieser Woche fertig geworden und ich hatte letztlich dann so viel Spaß dabei, dass ich gleich den nächsten Schal angeschlagen habe. Das Spinntreffen ist erst im Oktober und einen oder zwei weitere Schals kriege ich bestimmt noch rechtzeitig fertig.

Die Farben des rundgestrickten Schals stimmen nicht, das Licht war beim Foto schon zu schlecht. Das Rot ist eher pink und leuchtet fast neonfarben.

Schuhkartons für diese Aktion haben vor Jahren meine Kinder schon mitgefüllt. Es ist aber noch einmal eine völlig andere Sache, wenn man jemanden kennt, der bei diesen Fahrten dabei ist und uns über Whatsapp mit Fotos und Videos und sehr persönlichen Eindrücken auf dem Laufenden hält.  Uns geht es hier in Deutschland so gut und es ist nur richtig, wenn wir von unserem Überfluss ein wenig an Kinder abgeben, die zum Teil noch nie in ihrem Leben ein Geschenk bekommen haben, die kein eigenes Spielzeug besitzen und sich auch über Duschgel und Zahnbürsten freuen können.
Die Schals sind nicht mal so eben gestrickt, es dauert schon eine Weile. Aber man kann viele gute Gedanken einstricken und das glatt rechts Gestricksel in der Runde geht auch noch gut, wenn man müde ist.

Beutezug

Dass ich am vergangenen Wochenende mit einer lieben Strickfreundin Wolle shoppen war, hatte ich  Euch ja schon erzählt. Ich bin echt heilfroh, dass meine „unkreative“ Phase nun wieder vorbei ist – ich bin aber trotzdem ohne jede Idee zum Wollgeschäft gefahren. Normalerweise springt mich in solchen Geschäften irgendetwas an und klammert sich an mir fest. Meist habe ich dazu dann entweder schon eine Idee im Kopf oder mir fällt spontan ein, welches Muster ich schon längst mal stricken wollte. Natürlich war das auch dieses Mal so und ein kleiner Zauberball mit dem bezeichnenden Namen „Red to go“ von Schoppel musste unbedingt mit. Sockenwolle geht irgendwie immer. Bei Euch auch?

Ivona, die strickbegeisterte Ladeninhaberin von der Woolbar, strickte gerade auch an einem Paar Socken aus Schoppelgarn, das mir sehr gut gefiel. Leider hatte sie es nicht mehr im Laden, doch mir fiel wieder ein, dass ich vor längerer Zeit im Schoppel-Werksverkauf mal ein ähnliches Knäuel gekauft hatte. Und das habe ich dann zu Hause sofort aus der Kiste befreit und es liegt seitdem an meinem Strickplatz und wartet auf die Nadeln. Die „Verkleckste Kräuterhexe“ ist eine schiefgelaufene Färbung, die es nur eine kurze Zeit nur im Werksverkauf gab und ich bin froh, ein Knäuel davon ergattert zu haben.

Aber zurück zu meinem Shopping-Ausflug. Ein Tuch im Fenster der Woolbar war mir schon bei der Ankunft aufgefallen, ein warmes, großes Tuch mit einer ungewöhnlichen Kante. Das Originalgarn von Rowan war so überhaupt nicht meins, auch wenn es einen tollen Glanz hat und so begann ich eine Suche nach einem Ersatzgarn. Nach einigem Überlegen entschied ich mich dann für ein Wollgarn von Rowan in wollweiß. Ich denke, dass wird ein edles Tuch und mein Gestrick für die Tage im Krankenhaus. Starten werde ich das bereits zu Hause, damit die Nadelstärke schon ausgesucht und festgelegt ist und ich nicht auch noch so viel Strickzubehör mitnehmen muss. Und damit ich weiß, wie das Muster funktioniert und groß darüber nachdenken zu müssen, einfach weiterstricken kann. Nach meiner letzten OP war ich ziemlich fertig und hatte das Gefühl, dass viele Gehirnzellen einfach weiter geschlafen haben – einige sind offensichtlich bis heute nicht wieder aufgewacht.

Zusätzlich dazu fand ich noch ein Set mit Wollgarn in aufeinander abgestimmten Farbtönen. Passend dazu nahm ich eine Kontrastfarbe mit. Das Tuch, dass ich damit stricken möchte, sehe ich im Kopf schon vor mir und freue mich wie verrückt auf das Stricken. Ich glaube, das wird sehr schön. Damit werde ich aber erst anfangen, wenn ich wieder zu Hause bin, kurz bevor ich in die Reha fahre. Damit ich nicht vergesse, was ich dazu im Kopf habe, habe ich mir eine kleine Zeichnung gemacht. Sicher ist sicher. Mehr wird dazu aber noch nicht verraten.