3. Dezember

Nach dem Aufstehen und dem Badezimmer geht es nun in die Küche. Der erste Kaffee muss in den Menschen, sonst wird das nichts mit dem wach werden. Während der Kaffee durchläuft, ziehst Du den Rolladen hoch oder die Gardinen zur Seite und schaust aus dem Fenster. Welche Farbe entdeckst Du da?
Okay, so eine Frage im Winter ist schon echt ein wenig doof. Morgens um 6 Uhr, wenn ich in der Küche aufschlage, ist es noch stockfinster und einen schwarzen Streifen mag ich jetzt nicht unbedingt noch in den bunten Socken haben. Also dürft Ihr gerne warten, bis es draußen hell ist. Und auch danach dürft Ihr kreativ sein. Im Moment sieht es bei mir vor dem Haus nämlich auch ziemlich trostlos aus:

Aber da erinnere ich mich zurück an den Sommer, stricke einen grünen Streifen und denke dabei an die Blätter an den beiden Eichen vor dem Haus. Was seht Ihr denn? Auch etwas, dass einmal grün war oder doch eher Hauswände und geparkte Autos?

Und so sehen meine Socken heute aus:

2. Dezember

Heute geht es nun los mit den Farben des Tages. Ihr bekommt von mir einen Hinweis, wo Ihr für Eure Socken die erste Farbe findet. Dazu folge ich Euch ein wenig durch den Tag und Ihr werdet Euch vielleicht wundern, wo man überall Farben für Inspirationen finden kann.

Guten Morgen, der Wecker hat geklingelt (oder auch nicht, ist ja schließlich Samstag) und Ihr entscheidet Euch, aufzustehen. Findet Ihr es im Winter auch schwieriger, das warme Bett zu verlassen als im Sommer? Manchmal kostet das ganz schön Überwindung, aber es hilft ja nichts.

Meine erste Anlaufstelle ist das Badezimmer. Und da findet Ihr auch gleich die erste Farbe des Tages: Welche Farbe haben die Handtücher, die dort hängen? Wenn es mehrere sind, entscheide Dich für eine Farbe oder stricke schmale Ringel in mehreren Farben.

Und auch heute ist der Post etwas länger, weil ich Euch noch zwei Tipps mit auf den Weg geben möchte.
Der erste Tipp:
Unsere Streifen werden nicht sehr breit und damit Ihr am Ende nicht unzählige Fäden vernähen müsst, webt doch die Fäden gleich mit ein. Das ist auch eine gute Idee, es zu lernen, wenn Ihr noch nicht wisst, wie das funktioniert. Ihr werdet begeistert sein. Hier findet Ihr bei Youtube ein hilfreiches Video dazu.
Der  zweite Tipp:
Wenn man Streifen in Runden strickt, gibt es oft so häßliche, treppenstufenähnliche Übergänge, wenn man die Farbe gewechselt hat. Um das zu verhindern, gibt es auch einen einfachen Trick (Youtube-Video). Allerdings funktioniert der nur, wenn man mindestens zwei Runden in einer Farbe strickt. Ihr seht, auch das ist total einfach und der Übergang sieht viel besser aus.

Aber zurück zu unserer Tagesfarbe: die Handtücher bei mir im Bad sind blau. Das mit dem Bild schenke ich mir heute, das Bad hat noch die charmanten 80er-Jahre-Fliesenfarben und wird erst in nächster Zeit renoviert.

Meine Socken sehen aber inzwischen so aus:

1. Dezember

Endlich ist es soweit, wir können mit dem Restesocken-Adventskalender starten. Für heute steht das Bündchen auf dem Tagesplan, einen Hinweis zu einer Farbe gibt es also noch nicht. Aber bevor Ihr jetzt wild drauflos nadelt, braucht Ihr noch ein paar Hinweise von mir.
Wir starten heute mit dem Bündchen, die Ferse wird am 13. Dezember gestrickt, die Spitze dann am 24. Dezember, Heilig Abend. Die Socken sollen ja schließlich fertig werden. Ich habe mich für alle drei Abschnitte für die gleiche „Nicht-Farbe“ entschieden: also weiß, schwarz oder Variationen in Grau. Das hebt sich gut von den Farben ab. Das könnt Ihr so machen, Ihr könnt aber auch einfach jede andere verfügbare Farbe nehmen. Oder kunterbunte Sockenwolle.
Für den Schaft haben wir also 11 Hinweise zur Farbe des Tages, für den Fuß 10.

So eine Socke kann ja nicht endlos lang werden. Also „könnte“ theoretisch schon, wäre aber ja kaum tragbar. Ihr solltet also im Vorfeld überlegen, wie lang Euer Schaft werden soll. Und ob Ihr das in cm abmesst oder, so wie ich, immer Eure Runden zählt.
Ich stricke inzwischen seit mehr als 20 Jahren durchgängig Socken, habe sicherlich mittlerweile mehrere hundert Sockenpaare gestrickt, auch diverse Anleitungen veröffentlicht, von denen die meisten bei Ravelry zu finden sind. Einige sind auch nur in Zeitschriften oder in Büchern zu finden, einige schlummern noch unveröffentlicht auf meinem Rechner. Aber gut, ich schweife ab. Also, nach 20 Jahren Sockenstricken habe ich einige Routinen entwickelt, die ich recht komfortabel für mich finde und die bei den meisten Stinos (stinknormale Socken, also keine Mustersocken) Anwendung finden.  Ich stricke z.B. für das Bündchen immer genau so viele Runden, wie ich Maschen auf einer Nadel habe (wenn ich mit einem Nadelspiel stricke) und für den Schaft und den Fuß ab der Ferse genau so viele Runde, wie ich Maschen insgesamt angeschlagen habe. Das klappt bei meiner Strickweise für die meisten Größen. Leider nicht für alle, dafür habe ich inzwischen aber meine eigenen Notizen.
Damit ist für mich klar: mein Schaft hat 16 Runden Bündchen und insgesamt 64 Runden. Es bleiben mir also für die unterschiedlichen Farben an den verschiedenen Tagen 48 Runden übrig. Davon solltet Ihr noch einmal ungefähr 8 Runden abziehen, weil es am Nikolaustag verschiedene Muster gibt, von denen Ihr Euch eines aussuchen könnt, das dann für beide Socken gestrickt wird. Bleiben also 40 Runden übrig. Wenn ich zwei identische Socken mit gleichem Farbverlauf stricken möchte, habe ich 4 Runden für jede Farbe zur Verfügung, stricke ich unterschiedliche Socken, habe ich 8 Runden für jede Farbe. Für alle die, die messen: 4 Runden entsprechen ungefähr 1 cm. Für den Fuß gilt für mich dann das gleiche Prinzip – wie das bei Euch ist, weiß ich natürlich nicht genau. Aber Ihr kriegt das raus, da bin ich sicher, das ist ja keine höhere Mathematik, da wäre ich nämlich äußerst schlecht. Wenn Ihr Hilfe braucht, dann meldet Euch doch bitte.
Je kürzer oder je länger Euer Bündchen ist, desto mehr variieren die Rundenzahlen für die Farben. Überlegt Euch, wie viele Farbrunden Ihr stricken möchtet, und macht die Länge des Bündchens davon abhängig. Oder auch nicht. Legt Euch bei der Rundenzahl nicht zu sehr fest, manchmal ist es vielleicht im Laufe der Zeit sinnvoll ein oder zwei Runden mehr für eine Tagesfarbe zu stricken – Ihr werdet das  merken, wenn Ihr erkennt, wie ich die Farbe des Tages ermittele. Macht Euch darüber jetzt noch nicht all zu viele Gedanken.

Ich würde Euch empfehlen, die Socken parallel zu stricken, dann ist das Paar wirklich zu Weihnachten fertig. Und so ein paar wenige Runden sind ja auch schnell gestrickt, wenn ich da noch an die Anforderungen von meinen Adventskalender-Schals denke, an denen manche Strickerin bis zu vier Stunden am Tag gestrickt hat, um die Reihen des Tages zu stricken. Puh.

Nun ran an die Nadeln. Meine Bündchen sind schon fertig und sehen so aus (ich stricke ein Paar Socken, die gleich aussehen und ein Paar, die unterschiedlich werden):

Morgen kommt dann der erste Hinweis auf die Farbe des Tages.

Freitagsfüller 450 – 16

1. Bei dieser Kälte freue ich mich immer sehr, dass ich stricken kann und über einen großen Vorrat an fertig gestrickten Socken und etlichen Knäueln Socken-to-be verfüge.
2. Das nächste Jahr muss endlich mal ein besseres Jahr werden, als es das laufende und die vergangenen Jahre waren – ich bräuchte einfach mal eine Verschnaufpause – das wird klappen und ich glaube fest daran.
3. Schnee ist wunderschön, aber nur dann, wenn man nicht mit dem Auto unterwegs sein muss.
4. Ich bin nicht immer so stark, wie die Leute denken, auch wenn es manchmal anders aussieht .
5. Am besten wäre es, wenn ich die Weihnachtspäckchen noch in dieser Woche fertig kriegen würde, aber ganz wird das wohl nicht klappen.
6. Zimtsterne und andere Weihnachtskekse nasche ich nur in der Vorweihnachtzeit .
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine neue Folge von der Serie Person of Interest, morgen habe ich geplant, endlich ein paar Dinge voranzutreiben, mit denen ich mich eigentlich gerade viel intensiver beschäftigen möchte und Sonntag möchte ich in Ruhe auf dem Sofa sitzen und stricken!

Den Freitagsfüller gibt es jede Woche bei Barbara. Obwohl ich dort leider nicht kommentieren kann, versuche ich,  möglichst regelmäßig dabei zu sein.

Reste-Socken-Adventskalender 2017

So, nun kommen sie endlich, die Informationen zum Reste-Socken-Adventskalender.

Ihr braucht:
– Reste von Sockenwolle, das können auch ruhig kleinere Reste sein, in möglichst vielen verschiedenen Farben, möglich einfarbig oder semi-solid, manchmal können auch mehrfarbige Garne eine Option sein
– am besten 2 Nadelspiele, damit Ihr beide Socken gleichzeitig stricken könnt

Damit seid Ihr schon fast gerüstet. Ich habe bei meinen Socken das Bündchen, die Ferse und die Spitze in der gleichen neutralen Farbe gestrickt. Das würde ich Euch auch empfehlen. Für Bündchen, Ferse und Spitze wird es keine spezielle Anleitung geben, das könnt Ihr machen, wie es Euch am Besten gefällt.

Ihr bekommt von mir für jeden Tag einen Hinweis, wie Ihr die „Farbe des Tages“ herausfinden könnt. Das wird vermutlich für jeden von Euch eine andere Farbe sein, so stricken wir zwar gemeinsam, aber kein Sockenpaar wird identisch sein. Die Hinweise wird es hier auf dem Blog, bei Facebook und bei Instagram geben.

Das müsste jetzt alles sein, alles, was noch wichtig ist, erfahrt Ihr beim Start am Freitag.

 

Samstagsplausch 47 / 2017

Schon wieder kommt der Samstagsplausch erst am Sonntag. Manchmal klappt eben nicht alles nach Plan und das „real life“ hat Vorrang. So geschehen an eben diesem Wochenende.

In der vergangenen Woche hatte ich Besuch von der Herzensfreundin. Das Wochenende haben wir in Nordenham bei Hellas Stricktreffen verbracht. Es war sehr schön, langjährige Bekannte wieder zu treffen, die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte. Den Rest der Woche haben wir überwiegend quatschend und strickend auf dem Sofa verbracht, wenigstens die Zeit, die ich nicht mit Therapiezeiten und Notfalleinsätzen anderswo verbringen musste.

Nun ist sie wieder nach Hause gefahren und ich plane die Adventskalender-Reste-Socken Aktion. Und die Weihnachtsdeko und die Geschenkeproduktion und den Weihnachts-Brunch und und und … Warum ist vor Weihnachten eigentlich immer so viel los, von besinnlich kann da ja nicht mehr die Rede sein? Und ich sage schon ganz grundsätzlich die meisten Weihnachtsfeiern ab und besuche nur, was unbedingt nötig ist. Und trotzdem wird es doch immer wieder hektisch. Daran muss ich nach wie vor wohl noch arbeiten.

Vor ein paar Tagen kam auch mein neues Notebook, an dem ich nun den ersten Blogbeitrag schreibe. Ist noch ungewohnt, aber ich bin sicher, ich werde mich schnell daran gewöhnen. Und dann kann ich auch endlich mal wieder öfter schreiben, ich nehme es mir dauernd vor, aber setze es letztlich nicht um. Ab Anfang Dezember arbeite ich nach einem halben Jahre Krankenstand endlich wieder. Vermutlich kriege ich dann mehr auf die Reihe, weil einfach die Tage viel strukturierter sind und ich nicht so viel Möglichkeiten für anderweitige Zerstreuung habe. So hat das Arbeiten eben auch was Gutes (vom finanziellen Aspekt mal ganz abgesehen).

Gestrickt habe ich in der letzten Woche eher lustlos an verschiedenen Projekten. Außer einem Paar Geschenkesocken ist nichts fertig geworden, aber meine Restedecke nähert sich mit großen Schritten der Vollendung. Ich habe schon wieder angefangen, meine Planung für das nächste Jahr zu machen. Daran halte ich weiterhin fest, auch wenn es in den vergangenen Jahren und vor allem in diesem Jahr so gar nicht geklappt hat. Ich werde noch einmal versuchen, den Fokus auf Fair Isle Strickerei zu legen, mit allem, was ich mir dazu überlegt hatte. Außerdem möchte ich ein Art-Book machen, für das ich auch schon einiges vorgearbeitet habe. Ich habe das Gefühl, ich muss auch noch mal Kreatives neben dem Stricken machen.

So, nun Schluss für jetzt. Ich werde versuchen, ein Bildchen für die AdventskalenderAktion zu basteln und Euch dann die wichtigsten Informationen rund um die Reste-Socken zu geben. Ich freue mich schon sehr auf die Aktion und bin gespannt, wie viele Sockenpaare daraus entstehen werden.

Startet gut in die neue Woche, wir lesen uns.

Den Samstagsplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

Adventskalender-Socken aus Resten

Inzwischen stricke ich seit mehr als 20 Jahren mal mehr, mal weniger Sockenpaare im Jahr. Da haben sich eine Menge Reste angesammelt, auch wenn ich zwischendrin immer mal wieder was verschenkt oder selber verarbeitet habe. Das ist der erste Teil der Geschichte.

Vor einigen Jahren entdeckte ich bei einer finnischen Bloggerin die Idee, im Advent aus Resten bunte Socken zu stricken. Das ist jetzt weder neu noch ungewöhnlich. Aber es blieb mir im Gedächtnis, weil sie jeden Tag vom 1. bis zum 24. Dezember ihren Mitstrickerinnen (und -strickern) eine Frage stellte, die die nächste Farbe bestimmte, in der weitergestrickt werden sollte. Das fand ich toll, weil so kunterbunte Socken entstehen, die alle total unterschiedlich aussehen und ihre eigene Geschichte habe. Das ist der zweite Teil der Geschichte.

Nachdem ich schon einige Jahre lang Anleitungen für Schals in der Adventszeit veröffentlicht habe, ist es nun Zeit für etwas Neues. So habe ich  mich entschieden, diese Idee aufzugreifen und das auch für Euch anzubieten. Ihr werdet also vom 1. bis zum 24. Dezember täglich hier auf dem Blog eine Frage oder einen Hinweis von mir bekommen, die Euch die Farbe (oder auch mal die Farben, aber das merkt Ihr dann schon) für den jeweiligen Tag vorgeben. Die Aktion wird auch über Facebook und Instagram laufen, aber nicht über Ravelry. Das liegt einfach daran, dass ich die Masse der Reaktionen, die dann kommen werden, aus zeitlichen Gründen nicht bearbeiten kann und das finde ich dann wieder schade.

Nähere Informationen gibt es noch an diesem Wochenende, aber wer mitmachen möchte, kann schon mal seine Sockenwoll-Reste zusammen suchen. Möglichst einfarbige oder semisolide Garne, gerne aber auch mehrfarbige, wären gut. Ich freue mich schon auf das gemeinsame Sockenstricken mit Euch.

Freitagsfüller 449 – 15

1. Ich könnte mal wieder mein Bullet-Journal auf den neuesten Stand bringen und das nächste vorbereitenAb Anfang Dezember arbeite ich endlich wieder und dann brauche ich den, während der Zeit zu Hause habe ich nur einfache Wochenübersichten gemacht.
2. Zu dem Wort drunter wollte mir nicht so recht etwas einfallen, deswegen habe ich mal den Duden dazu befragt. Drunter ist ein Adverb und wird umgangssprachlich verwendet. Mehr dazu findet Ihr hier.
3. Bloß nicht die Geduld verlieren – der Schal, den ich gerade stricke, fesselt mich überhaupt nicht und ich denke immer wieder darüber nach, ihn zu ribbeln. Aber dann tut es mir leid um die viele mühseligen Arbeit, die inzwischen schon darin steckt.
4. Bremen hat direkt an der Weser, der sogenannten „Schlachte“ einen ganz wunderbaren mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Der ist längst nicht so überlaufen wie der Markt rund um den Roland und er besteht auch nicht nur aus Fressbuden.
5. An meiner Tür ist von Weihnachten noch nichts  zu merken – ich habe aber gelernt, dass man  aus Respekt vor den Toten, die wir am Totensonntag betrauern, erst am Montag vor dem ersten Advent mit der Weihnachtsdekoration anfängt.
6. Schon seit langer Zeit habe ich immer wieder ein taubes Gefühl in den Fingerspitzen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend in dem Wissen, dass der Wochenend-Einkauf erledigt ist, morgen habe ich geplant, noch mal ein wenig auf dem Dachboden aufzuräumen und Sonntag möchte ich nach einem Spaziergang mit einem warmen Kakao (mal mit Marshmallows) auf dem Sofa landen!

Den Freitagsfüller gibt es jede Woche bei Barbara. Obwohl ich dort leider nicht kommentieren kann, versuche ich,  möglichst regelmäßig dabei zu sein.

Samstagsplausch 45 / 2017

Diese Woche war so angefüllt mit Aktivitäten und Überlegungen, dass sie sehr schnell vergangen ist. Manchmal ist mir das fast schon ein wenig unheimlich, wie sehr die Zeit rennt.

Ich habe mir in dieser Woche viele Gedanken über meine Weihnachtspäckchen gemacht und hatte – hoffentlich – gute Ideen. Mit den ersten Geschenken habe ich auch schon angefangen und bin noch recht zuversichtlich, dass ich alles rechtzeitig fertig bekomme. Ich glaube, so früh war ich noch nie. Trotzdem wird es gegen Ende bestimmt wieder hektisch, so wie in jedem Jahr kommt Weihnachten wie immer sehr überraschend.

Um meine Mutter zu entlasten, helfe ich ihr in diesem Jahr bei einem Weihnachtsbrunch. Das haben wir noch nie gemacht, aber selber kochen kommt dieses Jahr nach dem Unfall meiner Mutter nicht infrage und Restaurants an Weihnachten sind auch ein sehr zweifelhaftes Vergnügen. Überfüllt und laut und gegessen wird entweder spät oder unter Zeitdruck (weil schon die nächste Tischbelegung im Anmarsch ist), das mögen wir nicht. Also Brunch. Ich suche noch nach kleinen Ideen, die man möglichst schon einige Tage vorher vorbereiten kann. Habt Ihr da Vorschläge für mich? So viel Zeit habe ich ja leider auch nicht, weil ich dann schon wieder arbeiten werde, aber trotzdem noch Therapie- und Arzttermine habe, gerade in der Woche vor den Feiertagen.

Gestrickt habe ich in dieser Woche kleine, einfache Kindercowls aus übrig gebliebenen Knäueln. Drei Stück habe ich gemacht, die ich jetzt in Kartons packen werde, die dann zur Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ gehen sollen. Eine gute Freundin von mir ist schon ein paar Mal mitgefahren, wenn die Päckchen in Rumänien oder in der Ukraine verteilt worden sind und hat sehr berührende Bilder von der Freude der Kinder mitgebracht. Wenn man das im Kopf hat, geht einem das Dauergejammer in diesem Land noch viel mehr auf die Nerven als ohnehin schon. Und man schüttelt den Kopf über so eine bescheuerte Diskussion, ob die Geschäfte an Heilig Abend geöffnet werden sollen, nur weil das in diesem Jahr ein Sonntag ist. Lasst doch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern da auch mal einen freien Sonntag und plant einfach ein bisschen besser, liebe Leute. Und nein, auch das Argument mit den „frischen Lebensmitteln“ zieht da bei mir nicht.

So, nun scheint gerade ein wenig die Sonne bei uns und ich düse noch mal schnell in den Garten. Die Korkenzieherhasel muss dringend verkleinert werden. Die abgeschnittenen Zweige nehme ich nächstes Wochenende mit zu einem Stricktreffen. Die lassen sich gerade in dieser Zeit immer so schön dekorieren und wenn man sie kaufen muss, sind sie ziemlich teuer. Es wäre schade, die Zweige einfach so wegzuwerfen. Später lese ich dann noch mal, was bei Euch so los gewesen ist in dieser Woche.

Den Samstagsplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

Freitagsfüller 447 – 14

1. Im November freue ich mich am meisten auf meinen Geburtstag, gleich am 1. November („Geboren unter dem Schutz aller Heiligen“ sagte damals der Arzt direkt nach der Geburt zu meiner Mutter. Ich glaube irgendwie, die haben das gar nicht mitbekommen.)
2. Draußen ist ganz typisches Novemberwetter, grau und regnerisch, und ich bin im warmen Wohnzimmer auf dem Sofa bei Kaffee und Keksen und fühle mich absolut privilegiert, dass es mir so gut geht.
3. Es ist genau hier, in diesem Zimmer in dem ich immer wieder den Blick in den Garten genießen kann, sogar jetzt zu dieser herbstlichen Jahreszeit.
4. Wolle verspinnen am Spinnrad beruhigt mich.
5. Wasser beeindruckt mich mit seiner ganzen, unbändigen Kraft und ich genieße es einfach, am Meer zu sein und mit dem Blick den weit entfernten Horizont zu erfassen.
6. Meine Tochter hat eine ungewöhnliche Ähnlichkeit mit meiner Großmutter mütterlicherseits. Nicht ganz so zufällig ist, dass sie auch ihren Namen trägt.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Fernsehabend, morgen habe ich geplant,  Freunde zu treffen, die ich schon ganz schön lange nicht mehr gesehen habe und Sonntag möchte ich versuchen, endlich eines meiner Großprojekte fertig zu machen
Den Freitagsfüller gibt es jede Woche bei Barbara. Obwohl ich dort leider nicht kommentieren kann, versuche ich,  möglichst regelmäßig dabei zu sein.