Das dänische Tuch

Im vergangenen Oktober waren ein paar Strickfreunde und ich das zweite Mal gemeinsam auf einer Strickreise in Dänemark. Wir mieten dann ein Ferienhaus, dass groß genug für unsere Wünsche ist und verbringen eine Woche gemeinsam mit Kochen, Stricken, Spinnen, Spazieren gehen, Diskutieren. Vor allem mit viiiiiel Stricken. Natürlich gehören auch Shopping-Touren zu wolligen Ausflugszielen mit zu unserem Standardprogramm und unser aller Lieblingsladen ist in der Nähe von Ringköbing, das am oberen Ende vom gleichnamigen Fjord liegt. Bei der Planung hatten wir natürlich schon darauf geachtet, dass wir nicht all zu weit entfernt unser Haus mieten.

Bei diesem Besuch habe ich mir eine Strickpackung für ein gestreiftes Tuch mitgenommen, dass ich nun gestrickt habe. Und in Gedanken war ich dabei immer wieder in den Dünen, am Strand, am Meer, habe das Meeresrauschen gehört, den Wind und die Möwen. Sehr besinnlich und sehr erholsam.

Das Tuch ist ein langgezogenes Dreieck, bei dem an beiden Seiten in gleichmäßigen Abständen zugenommen wird. Die Materialpackung ist ziemlich knapp bemessen gewesen, ich bin mit dem Garn für die angegebene Streifenfolge nicht hingekommen, obwohl ich sogar mit der gleichen Nadelstärke gestrickt habe. Das war in diesem Fall aber egal, so habe ich  halt ein wenig improvisieren müssen und wer nicht weiß, wo ich etwas geändert habe, sieht das auch nicht. An den Ecken waren eigentlich Kreise angedacht, die habe ich  mir gespart und aus den wenigen kleinen Resten noch kleine Blümchen gehäkelt, die ich dann aufgenäht habe.
Ich bin hochzufrieden mit meinem neuen Schal-Tuch und ich denke, ich werde es oft tragen..

Die Moorland-Decke

Schon seit Kindesbeinen an bin ich ein großer England-Fan. Als ich das erste Mal mit meinen Eltern nach England fuhr, sagte ich: „Jetzt bin ich zu Hause.“ Meine Eltern waren darüber natürlich ziemlich überrascht – aber dieses Gefühl hat sich bis heute gehalten. Ich fühle mich dort wirklich heimisch, mehr als mir das hier in Deutschland glückt. Nach meiner Schulzeit und der anschließenden Ausbildung habe ich versucht, aus Deutschland wegzugehen. Aber damals brauchte man für die Arbeit im Ausland, auch im EU-Ausland, noch eine Arbeitserlaubnis. Und die bekam man nur, wenn der Arbeitgeber wirklich schlüssig begründen konnte, warum ein Einheimischer die Arbeit nicht auch übernehmen kann. Ein paar Mal war ich kurz davor, bekam dann aber die Arbeitserlaubnis nicht oder war unter den Bewerbern „nur“ die Nummer 2. So blieb ich halt hier, aber den Traum, irgendwann in England oder Schottland zu leben, habe ich nie aufgegeben – allerdings ist er inzwischen ganz tief verborgen, ich denke, meine gesundheitliche Verfassung wird ein Leben in einem anderen Land, unter anderen Bedingungen schwierig machen. Hauptsächlich, weil mir inzwischen der Mut zu so einem Schritt fehlt. Und wer weiß, wohin der Weg von Großbritannien nach dem Brexit geht.

Gut, Schluss damit, mit dem eigentlichen Post hat das hier nämlich gar nichts zu tun. Die Moorland-Decke soll doch hier im Mittelpunkt stehen. Als ich von dem Crochet-Along von Lucy von Attic24 las, war mir völlig klar, dass ich den unbedingt mithäkeln muss. Lucys Idee: Eine Häkeldecke nach einem Foto. Lucy lebt in England, in Yorkshire, irgendwo in der Nähe vom Leeds and Liverpool Canal. Im hügeligen Yorkshire gibt es viel Heide und ein Foto von diesen Heide-Hügeln nahm Lucy als Vorbild für die Decke. Als Material wählte sie ein Kunstfasergarn in 15 verschiedenen Farbtönen in Braun, Grün, Lila und Blau. Zu bestellen als Materialpaket. Das habe ich gemacht, ohne lange nachzudenken. Und war da das erste Mal sehr überrascht, dass eine Lieferung aus England schneller bei mir zu Hause war, als so manche Bestellung, die innerhalb von Deutschland unterwegs war. Das Garn war übrigens vor der Versandbenachrichtigung bei mir zu Hause.
Anfang Januar ging es dann los. Gehäkelt wurden jeweils 40 Reihen pro Clue, je 2 Reihen in einer Farbe und in einem Wellenmuster. Zu Anfang musste man ganz schön aufpassen, damit es auch Wellen blieben, aber es wurde dann schnell einfacher. Nachdem ich erst geglaubt habe, dass ließe sich zügig weghäkeln, wurde ich schnell eines besseren belehrt. Das  zog sich ganz schön und viel anderes habe ich in den Wochen, in denen der Crochet-Along lief, nicht geschafft. Dafür war ich dann aber am Wochenende nach dem letzten Clue mit der Decke fertig. Und stolz, weil sie einfach schön geworden ist.

Hier habe ich die Mrs. Beeton für die Decke zweckentfremdet. Sie war aber nicht böse.

Die Decke liegt jetzt neben mir auf dem Sofa und ich freue mich jeden Tag daran. Sie ist so richtig schön „hyggelig“, wie die Dänen sagen würden – aber das ist eine andere Geschichte und die soll ein anderes Mal erzählt werden.

Samstagsplausch 10 / 2017


Mein Samstagsplausch ist heute ein Sonntagsplausch, gestern war ich mit ein paar Strickfreundinnen bei einem Zugsocking unterwegs. Wir sind mit dem Zug von Bremen nach Osnabrück gefahren und haben dort der Wollperle einen Besuch abgestattet. Vor vielen Jahren sind wir schon einmal dort gewesen und hatten damals einen wunderbaren Tag. Das hat uns ermuntert, noch einmal dorthin zu fahren – das und die unfassbare Auswahl an Knöpfen. Das Wetter hat toll mitgespielt, es war wohl der erste Tag, der so richtig den nahenden Frühling erahnen ließ. Osnabrück ist eine lebendige, moderne, junge Stadt, ein Besuch dort lohnt sich allemal. Es war also ein rundum gelungener Tag, wir hatten Spaß, haben schöne Wolle und Knöpfe gesehen und gekauft, gut gegessen und viel gelacht.

Der wohl wichtigste Tag der vergangenen Woche war der Dienstag. Da hat der Sohn erfolgreich seine Masterarbeit verteidigt und damit sein Studium beendet. Nun darf er sich „Master of Desaster“ …. ähm … natürlich „Master of Science“ nennen. Ich bin so unfassbar stolz auf ihn. Er hat es auch unter manchmal schwierige Bedingungen geschafft, seinen anspruchsvollen Studiengang abzuschließen und sich immer durchgebissen. Seinen Durchhaltewillen habe ich oft bewundert. Nun kommt der schwierigere Teil: die Jobsuche. Trotz des immer so laut beklagten Fachkräfte-Mangels ist es für Hochschul-Absolventen schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden. Ohne Erfahrung mögen die Firmen niemanden einstellen. Ungefähr ein Jahr dauert es durchschnittlich, bis Ingenieure nach dem Studium eine Anstellung finden, selbst wenn sie einen so seltenen Studiengänge geschafft haben wie der Sohnemann und Fachkräfte in diesem Bereich genauso selten wie gesucht sind. Aber gut, es wird schon werden.

Gestrickt habe ich fast gar nicht, weil ich wieder jeden Abend unterwegs sein musste. Und das, was dann trotzdem auf den Nadeln war, habe ich wieder aufgezogen, weil Fehler drin waren (es hat wohl nicht so viel Sinn, übermüdet noch zu stricken *seufz*) oder es nicht so richtig passt. Aber die Aussichten sind besser, in der kommenden Woche arbeite ich nur vier Tage und habe ab Freitag dann eine Woche Urlaub. Dringend benötigt und für Hausarbeit, Dachboden-Aufräumen und Ausruhen verplant. Danach sind es dann ja nur noch ein paar Tage bis Ostern und ein paar lange Wochenenden im Mai. Ich finde, das sind gute Aussichten.

Nach dem Abschluss des letzten Buches musste ich erstmal überlegen, was ich nun tatsächlich lesen möchte. Ich fand an vielen Stellen Hinweise auf interessante Titel, habe mich dann aber entschieden, erstmal meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) zu sichten und fand dort einen schottischen Krimi. Nun amüsiere ich mich über Hamish Macbeth, einen Constabler in den schottischen Highlands, der im ersten Band der Serie mit einem toten Mitglied einer Anglergruppe konfrontiert wird. Vom Stil her ist es ein wenig wie die Miss Marple Bände von Agatha Christie. Und weil sie auch nicht so umfangreich sind, lassen sie sich schnell lesen. Vermutlich wird es nicht der letzte Band mit dem rothaarigen, eigenwilligen Polizisten, der auch schon mal eines seiner Hühner vernimmt, gewesen sein, den ich lese.

Bevor ich  jetzt wieder das Strickzeug in die Hand nehme, werde ich eine Runde bei den Teilnehmern des Samstagsplausch lesen und schauen, wie bei Euch so die Woche gelaufen ist. Veranstaltet wird der Samstagsplausch von Andrea.

Eins von Zweitausendsiebzehn

Es ist tatsächlich auch endlich das ersten Paar Socken in diesem Jahr fertig geworden. Gut, fertig ist es schon länger, nur gezeigt hatte ich es noch nicht. Trotzdem: wenn ich wirklich 17 Paar in 2017 stricken will, muss ich mich wohl ranhalten. Wie auch immer, es sind ja noch Socken auf den Nadeln. Diese hier wenigstens sind fertig und wärmen jetzt vielleicht schon die Füße einer jungen Frau.

Samstagsplausch 9 / 2017

Diese Woche war, wie ich ja schon erwartet hatte, pickepackevoll. Es blieb nur wenig Zeit für die wirklich schönen Dinge des Lebens, aber das muss ja nun auch nicht immer sein.
Am vergangenen Samstag wurde die Moorland-Decke fertig. Leider war noch keine Gelegenheit für Fotos, weil das  Wetter entweder wirklich unterirdisch war oder die Sonne schien, wenn ich bei der Arbeit war und Wolken aufgezogen waren, wenn ich dann daheim war. Nun gut, das läuft nicht weg und da ich sie nach dem Original gestrickt habe, sowohl nach dem Originalmuster wie auch mit dem Originalgarn, kann man ja überall im Netz sehen, wie sie aussieht. Aus den Resten will ich an diesem Wochenende noch einen Kranz  häkeln, der mit einem kleinen Schaf verziert werden soll. Das sah ich bei einer Kreativen, die eigentlich auch mithäkeln wollte und es gefiel mir so gut.

Tatsächlich war am Sonntag dann auch noch ein wenig Zeit, mal wieder ans Spinnrad zu gehen. Die erste Spule meines aktuellen Wolle-Seide-Mischgarns ist fertig geworden. Das ist der dritte Rotton einer solchen Mischung und eigentlich hatte ich geplant, aus diesen Tönen anschließend einen See-You-Shawl zu stricken. Aber die Menge an Garn ist so groß, dass ich wohl noch einmal darüber nachdenken werde, damit nicht wieder so viele Reste übrig bleiben. Wenigstens ist aber mal wieder die Lust am Spinnen erwacht und ich werde jetzt sehen, dass ich ein wenig regelmäßiger ans Spinnrad komme. Wenn die Tage länger und heller werden, schaffe ich auch wieder mehr.

Gelesen habe ich in der vergangenen Woche den letzten Band von der Kai-Meyer-Trilogie „Die Seiten der Welt„. Der erste Band hatte mich ganz schwer begeistert, ob seiner Kreativität und seiner vielen tollen Ideen rund um das Thema Buchstaben, Lesen und Bücher. Durch den zweiten Band habe ich mich  ziemlich gequält, da ist der Funke nicht übergesprungen, aber der dritte Band hat mich nun wieder in seinen Bann gezogen. Schade, wenn man so gute Bücher gelesen hat, ist es, wenn sie dann ausgelesen sind, immer so ein bisschen wie „in ein tiefes Loch“ fallen und man klammert sich an die Hoffnung, dass man etwas findet, was diese Lücke schließen kann. Geht Euch das auch so?

Geplant habe ich in der vergangenen Woche eine ganze Menge, immer die Zeit zwischen zwei Terminen nutzend oder beim Anstehen an der Kasse oder strickend auf der Zugfahrt zur oder von der Arbeit. Kleinere Arbeiten habe ich schon vorbereitend erledigt, die Stoffe sind teilweise zugeschnitten und versäubert, für alles gibt es einfache Skizzen und Karteikarten, auf denen die einzelnen Schritte und Angaben aufgeschrieben sind. Das wird noch spannend, weil ich nicht abschätzen kann, ob und wann davon etwas fertig wird, und ob ich die geplanten Dokumentationen dazu umsetzen kann. Ich habe gerade irre viele Ideen im Kopf und würde am liebsten alles gleichzeitig anfangen. Natürlich ist das Quatsch, der Verstand weiß das, aber die Finger möchten es lieber anders.

So, nun muss ich schnell los, Geburtstagblumen für morgen besorgen und dann lese ich eine Runde bei Euch, starten werde ich wie immer bei Andrea. Habt eine wunderbare Woche.

Lazy Sunday Afternoon

Seltsamerweise geisterte mir den ganzen Nachmittag dieser Song durch den Kopf. Uralt, genauer von 1968, und schon ewig nicht mehr gehört. Wenigstens nicht bewusst. Aber es war halt sehr passend, denn dieser Sunday Afternoon war tatsächlich sehr lazy, ruhig, ungestört, entspannend. Und ich kann das sehr genießen, ist es doch viel zu selten so.

Um mich auch „lazy“ zu beschäftigen, hatte ich mir einige Anna-Zeitschriften geschnappt. Die sind auch überwiegend schon sehr alt – allerdings nicht ganz so alt wie der Song. Fast 20 Jahre lang hatte ich die Hefte abonniert und fast alle sind noch davon erhalten.

Das Heft hier auf dem Bild ist von März 2001. Eigentlich hatte ich die Hefte geholt, um sie durchzusehen und um endlich mal einige davon weg zu tun. Wie auch immer: Verschenken, Verkaufen, in der blauen Altpapiertonne versenken. Dann aber blätterte ich, las  hier und da ein paar Artikel und ein paar Anleitungen und entschied: die Hefte müssen bleiben.

Lange Zeit liebte ich die Zeitschrift ANNA. Sie enthielt immer viele schöne Anleitungen, vor allem auch zu besonderen Themen: Hardanger, Schwälmer Stickerei, Hohlsaum, Klöppeln, Occhi – Themen, zu denen man sonst so gut wie keine aktuellen Muster oder auch nur Informationen fand. Das war ja noch in der Vor-Internet-Zeit. Die Anleitungen waren von hohem Niveau und nicht alle ganz einfach, eben auch  mal was für die, die mehr von jenen Dingen machten, als gelegentlich mal ein paar Socken oder einen Pullover stricken.
Im März 1974 erschien das erste Heft und hieß damals noch „Burda – Spaß an Handarbeiten“. Erst 1980 erhielt die Zeitschrift den Namen „Anna“. Alle Hefte waren mit Schnittmusterbogen und Bügelmuster und einem Lehrgang zu einem speziellen Thema. Irgendwann gegen Mitte oder Ende der Achtziger Jahre begann ich mein Abo, hatte da aber schon einige ältere Hefte in meinem Regal stehen.
2007 wurde die Zeitschrift verkauft und erschien nun unter gleichem Namen, aber in einem anderen Verlag. Obwohl die Aufmachung gleich blieb, wurden für meine Begriffe die Anleitungen immer beliebiger und austauschbarer – langweiliger. Ich kündigte schweren Herzens das Abo, weil ich außer schnell durchblättern, wenn das Heft neu war, kaum mehr etwas damit machte. Bis heute schaue ich mir aber jedes Heft im Zeitschriftenhandel an und entscheide dann, ob ich es kaufe.
Auch wenn heute viel Modelle in den alten Heften nicht mehr so wirklich zeitgemäß sind, vor allem die Strickmodelle, und wenn einige Handarbeitstechniken in der Versenkung verschwunden sind (ich denke da an Makramee oder Window Color), finde ich noch immer viele Anregungen in den Heften. Deswegen wandern sie auch wieder hoch auf den Stapel auf dem Dachboden. Aber erst, wenn ich mir alle Hefte angeschaut habe.

#useyourpinterestboards 2/2017

Dazu muss ich eigentlich nicht viel sagen, wie schmal dieser Grad ist, erkennt man eigentlich schon daran, dass ich nach einem Foto dieses Bild gestickt habe. Gefunden habe ich es – ohne Anleitung – hier. Das Auszählen und Nachsticken ging schnell und hat Spaß gemacht. Inzwischen steht es zwischen den vielen Strickbüchern im Regal. Gut sichtbar. Und erinnert mich ständig daran, wie es um mich steht 😉 Sind wir nicht alle ein bisschen bluna?

Samstagsplausch 8 / 2017

Diese Woche war dank dreier Urlaubstag von Montag bis Mittwoch  ziemlich ruhig. Ich habe die unverhofft zu Hause verbrachten Tage (Ihr erinnert Euch: eigentlich war ja eine Reise nach Würzburg geplant) mit einer Mischung aus Kreativem und Haushalt gestaltet. So konnte ein bisschen Liegengebliebenes abgearbeitet werden und aktuelle und zukünftige Projekte aller Art habe ich geplant und weiter voran getrieben. Glücklicherweise konnte ich meine Starteritis bremsen und habe nicht noch etwas Neues angefangen. Darüber bin ich dann doch ein bisschen froh.

Die Moorland-CAL-Decke geht jetzt dem Ende entgegen, es müssen nur noch die vier Runden der Umrandung gehäkelt werden. Einerseits finde ich das schade, andererseits hat das Häkeln sehr viel Zeit in Anspruch genommen und wenn die Decke fertig ist, bleibt wieder Luft für die eigentlichen Pläne für dieses Jahr. Vermutlich hole ich dann erst einmal die schon angefangene Häkeldecke wieder in den Ufo-Korb und schaue mal, ob ich die nicht als Erstes meiner Langzeitprojekte fertig machen kann. Gerade bin ich so gut drin im Häkeln. Bilder von der fertigen Moorland-Decke zeige ich dann hoffentlich in der nächsten Woche.

Das Sternkissen ist fertig und wartet auf einen neuen Besitzer. So sieht es jetzt aus:

Mir gefällt es sehr gut und vermutlich wird es auch nicht das letzte bleiben, wenigstens ein Kissen in Grün werde ich noch stricken (müssen).

An dem dänischen Schal stricke ich noch, ich denke aber, auch der wird in der nächsten Woche fertig.

Und was war noch diese Woche? Naja, der Frühling streckt seine ersten Boten im Vorgarten aus:

Das habe ich natürlich freudig begrüßt. Das sicherste Zeichen für mich, dass es endlich wieder heller und wärmer werden muss, ist, dass ich gelbe Blumen kaufe oder in meinen Handarbeiten Gelb immer wieder auftaucht. Dieses Jahr waren es die gelben Blumen, die den Weg zu mir fanden.

Ist schon manchmal seltsam, wie wir Menschen so ticken und was für Verhaltensweisen man an sich selber entdeckt.

Die nächste Woche wird insgesamt wieder stressiger, weil schon allerhand Termine auf mich warten und nicht alle davon nur positiv sind. Aber neben dem Fertigstellen der Decke und des dänischen Tuches möchte ich auf jeden Fall das erste meiner geplanten Stickprojekte starten. Und das sind dann ja schon wieder gute Aussichten, oder?

Der Samstagsplausch wird von  Andrea von Karminrot  betreut und man kann dabei eine ganze Menge neuer Blogs finden. Ich bin heute das zweite Mal dabei und freue mich immer noch über die vielen neuen Blogs, die ich so gefunden habe und über die tolle Idee.

Samstagsplausch – 7 / 2017

Bei Streifzügen durch andere Blogs fand ich den Samstagsplausch. An jedem Wochenende erzählt man ein wenig von seiner Woche, seinen Wochenendplänen, von gelesenen Büchern und was man sonst noch so macht. Organisiert wird das von Andrea von Karminrot und man kann dabei eine ganze Menge neuer Blogs finden. Und so habe ich mich entschlossen, auch mitzuschreiben. Ist auch eine schöne Idee, das Blog wieder mehr zu beleben.

Meine Woche war ziemlich durchwachsen und begann mit einem Treppensturz. Glücklicherweise ist nicht sooo viel passiert, aber für eine schmerzhafte Überdehnung der Bänder im rechten Knie hat es dann doch gereicht. Hätte nicht zwingend sein müssen. Und weil das an schlechtem Karma wohl noch nicht gereicht hat, ist auch noch meine geplante Wochenend-Reise ausgefallen. Die Herzensfreundin, die ich besuchen wollte, ist leider ziemlich krank geworden und so wurde nichts aus dem „Zugsocking und mehr“ nach Würzburg. Aber ihre Gesundheit geht vor und wir holen das nach. Trotzdem war das keine leichte Entscheidung und es geht uns beiden damit nicht wirklich gut, wir haben uns so sehr auf die gemeinsame Zeit gefreut und uns auch eine ganze Weile schon nicht mehr gesehen.
Die freien Tage, die sich nun ergeben haben (ich wollte bis Mittwoch in Würzburg bleiben), werde ich jetzt für einen vorgezogenen Frühjahrsputz nutzen. Nicht, dass ich so begeistert putze, aber wenn das erledigt ist, habe ich das weg und kann die kommenden Wochenenden sinnvoller nutzen – und, hmmm, nötig ist es halt auch. Von ein paar kleineren, schon angefangenen Dingen habe ich gestern einiges fertig gemacht: Druckknöpfe angebracht, ein Bild gebügelt und gerahmt, einer handgemachten Puppe eine Frisur verpasst. Ich zeige Euch das in den nächsten Tagen. Irgendwie liegt hier schon wieder ganz viel rum, es wäre ganz schön, wenn ich davon mal einiges wegschaffen könnte. Im Moment schwirren mir nämlich noch ganz viele Ideen im Kopf rum. Auslöser für einige davon war ein langes Gespräch mit meiner Künstlerin-Schwägerin, dass wir Weihnachten geführt haben. Mein Bruder und seine Frau leben in der Schweiz und wir sehen uns leider nur sehr selten, auch weil mein Bruder viel unterwegs ist. Meine Schwägerin hatte sich mit dem Thema „Artbooks“ beschäftigt und wir hatten gemeinsam bei Pinterest einiges dazu angesehen. Nachdem ich in den letzten Jahren ja irgendwie nicht allzu viele Ideen hatte, hole ich das jetzt anscheinend innerhalb weniger Wochen nach. Ich komme fast nicht mehr hinterher, mir Notizen und Planungsentwürfe zu machen und mir fällt immer wieder noch etwas Neues ein. Ein wirklich tolles Gefühl, hatte ich doch schon Angst, mir würden gar keine Ideen mehr kommen. Und gleichzeitig bietet sich so die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren, die mich auch schon lange, teilweise schon seit vielen Jahren anlächeln. Sehr inspirierend.
Neben all den vielen Notizen und der regulären Arbeit habe ich auch gerade wieder eine intensive Lesephase. Ganz aktuell lese ich zurzeit „Das Haus in der Nebelgasse“ von Susanne Goga. Der Roman über eine junge Lehrerin spielt im London von 1900 und erzählt von den Geheimnissen einer Schülerin, verwoben in die Geschichte der Stadt London. Im Anhang findet man Lesetipps und Links zu den verwendeten historischen Stadtplänen von London. Die Geschichte ist spannend erzählt und vermittelt viel von der Atmosphäre der Stadt um diese Zeit. Stilistisch überzeugt es mich nicht immer so ganz, aber darüber kann ich – des Lesevergnügens wegen – gut hinwegsehen. London ist ja ohnehin meine Stadt und ich lasse keine Gelegenheit aus, darüber zu lesen – wenn ich schon nur gelegentlich dorthin reisen kann.
Auf den Stricknadeln habe ich gerade das zweite Sternkissen. Gedacht war es ursprünglich als Geschenk, aber damit kam mir dann jemand zuvor. Auch gut, so bleibt das wunderbare, lilafarbene Kissen wohl hier. So lange zumindest, bis es jemand lautstark bewundert und dafür mitnehmen darf. Mir fallen schon ein paar Kandidaten ein, die dafür in frage kämen *gg*. Außerdem habe ich noch ein gestreiftes Tuch auf den Nadeln, für das ich mir das Material letztes Jahr aus dem Strickurlaub in Dänemark mitgebracht habe. Wenn ich daran stricke, habe ich das Bild von uns allen in unserem dänischen Ferienhaus vor Augen, von Dünen, vom Meer, von den mitgebrachten Spinnrädern und bin sehr dankbar, dass wir schon zum zweiten Mal gemeinsam einen „verstrickten“ Urlaub dort gemacht haben. Kann ich nur empfehlen.

Die nächste Woche wird durch die Urlaubstage deutlich entspannter sein. Darauf freue ich mich. Habt alle ein schönes Wochenende und startet am Montag gut in die neue Woche.