Beutezug

Dass ich am vergangenen Wochenende mit einer lieben Strickfreundin Wolle shoppen war, hatte ich  Euch ja schon erzählt. Ich bin echt heilfroh, dass meine „unkreative“ Phase nun wieder vorbei ist – ich bin aber trotzdem ohne jede Idee zum Wollgeschäft gefahren. Normalerweise springt mich in solchen Geschäften irgendetwas an und klammert sich an mir fest. Meist habe ich dazu dann entweder schon eine Idee im Kopf oder mir fällt spontan ein, welches Muster ich schon längst mal stricken wollte. Natürlich war das auch dieses Mal so und ein kleiner Zauberball mit dem bezeichnenden Namen „Red to go“ von Schoppel musste unbedingt mit. Sockenwolle geht irgendwie immer. Bei Euch auch?

Ivona, die strickbegeisterte Ladeninhaberin von der Woolbar, strickte gerade auch an einem Paar Socken aus Schoppelgarn, das mir sehr gut gefiel. Leider hatte sie es nicht mehr im Laden, doch mir fiel wieder ein, dass ich vor längerer Zeit im Schoppel-Werksverkauf mal ein ähnliches Knäuel gekauft hatte. Und das habe ich dann zu Hause sofort aus der Kiste befreit und es liegt seitdem an meinem Strickplatz und wartet auf die Nadeln. Die „Verkleckste Kräuterhexe“ ist eine schiefgelaufene Färbung, die es nur eine kurze Zeit nur im Werksverkauf gab und ich bin froh, ein Knäuel davon ergattert zu haben.

Aber zurück zu meinem Shopping-Ausflug. Ein Tuch im Fenster der Woolbar war mir schon bei der Ankunft aufgefallen, ein warmes, großes Tuch mit einer ungewöhnlichen Kante. Das Originalgarn von Rowan war so überhaupt nicht meins, auch wenn es einen tollen Glanz hat und so begann ich eine Suche nach einem Ersatzgarn. Nach einigem Überlegen entschied ich mich dann für ein Wollgarn von Rowan in wollweiß. Ich denke, dass wird ein edles Tuch und mein Gestrick für die Tage im Krankenhaus. Starten werde ich das bereits zu Hause, damit die Nadelstärke schon ausgesucht und festgelegt ist und ich nicht auch noch so viel Strickzubehör mitnehmen muss. Und damit ich weiß, wie das Muster funktioniert und groß darüber nachdenken zu müssen, einfach weiterstricken kann. Nach meiner letzten OP war ich ziemlich fertig und hatte das Gefühl, dass viele Gehirnzellen einfach weiter geschlafen haben – einige sind offensichtlich bis heute nicht wieder aufgewacht.

Zusätzlich dazu fand ich noch ein Set mit Wollgarn in aufeinander abgestimmten Farbtönen. Passend dazu nahm ich eine Kontrastfarbe mit. Das Tuch, dass ich damit stricken möchte, sehe ich im Kopf schon vor mir und freue mich wie verrückt auf das Stricken. Ich glaube, das wird sehr schön. Damit werde ich aber erst anfangen, wenn ich wieder zu Hause bin, kurz bevor ich in die Reha fahre. Damit ich nicht vergesse, was ich dazu im Kopf habe, habe ich mir eine kleine Zeichnung gemacht. Sicher ist sicher. Mehr wird dazu aber noch nicht verraten.

Samstagsplausch 19 / 2017

Im Moment rennt die Zeit, es ist so viel zu tun. Aber ein Ende ist in Sicht und dann ist Zeit genug, sich auszuruhen.
Dieses Wochenende  nutze ich tatsächlich hauptsächlich zum Ausruhen. Zum Stricken, Lesen – natürlich auch, um ein paar Dinge abzuarbeiten, die meine endlos scheinende To-Do-Liste noch hergibt.

Meine Planung ein bisschen durcheinander geworfen hat, dass ganz, ganz kurzfristig der Bereich vor der Haustür neu gepflastert wird. Es werden nämlich gerade die Wege zwischen den Häusern neu gepflastert und nachdem die Baustelle schon seit Oktober hier vor der Tür ist und es darum endlos viel Ärger gab, wird jetzt endlich weitergemacht. Gestern Abend kam das Angebot, den Eingangsbereich auch neu zu machen. Heute früh um 6 Uhr kamen dann die Handwerker, nahmen die alten Steine weg und legten die neuen. Das ging flott und ist jetzt natürlich viel besser als die alten, dreckigen, teils abgesackten Waschbeton-Steine, die ich ohnehin nicht wirklich leiden kann. Wenn der ganze Weg fertig ist, wird das endlich wieder gut aussehen und ich kann da lang „krücken“ ohne weiter Angst haben zu müssen, dass ich stürzen könnte.

Im Garten blüht auch in Norddeutschland endlich der Flieder und es duftet so schön. Auch deswegen kommt morgen die Lieblingstochter und verbringt ihren Tag hier. Eigentlich ist sie heute Abend auf einer Feier hier im Ort und sie kommt deswegen, aber ich weiß, dass sie den Flieder auch so sehr mag. Vielleicht schaffen wir es dann auch mal, die Bücherhüllen zu nähen, die wir uns vorgenommen haben.

Macht es Euch alle schön und genießt das Wochenende, wie immer wird es viel zu schnell wieder vorbei sein.

Den Samstagplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

Freitagsfüller 421 – 2

1. Es gibt nichts, was so wichtig ist wie die Familie oder überhaupt wie Menschen, auf die man sich in allen Dingen verlassen kann.
2.  Wenn man sich auf angebotene Möglichkeiten wirklich einlassen kann, geht alles, naja, fast alles.
3. Wie konnte ich nur annehmen, dass der Freitagsfüller immer ganz einfach zu bearbeiten ist? Bei manchen Texten muss ich schon eine ganze Weile überlegen.
4.  Was ich definitiv nicht brauche, ist eine Handtasche von irgendeinem Designer, ich schaue lieber danach, was mir gefällt und meinen Bedürfnissen entspricht.
5.  Es gibt nichts schön zu reden, Strickzeug ist mein Lieblingsspielzeug.
6.  Der Eurovision Song Contest nervt mich sehr und ich verstehe nicht, warum Deutschland immer noch dabei ist – anschauen werde ich ihn vermutlich trotzdem, auch wenn das inkonsequent ist .
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein nettes Essen mit Freunden , morgen habe ich geplant, weiter meine Liste von Haushaltsdingen abzuarbeiten, weil ich ja weiß, dass ich monatelang vieles nicht werde machen können und Sonntag möchte ich am liebsten nichts anderes machen als Stricken !

Vielen Dank an Barbara für die tollen Ideen.

 

Samstagsplausch 18 / 2017

Mein Samstagsplausch ist in dieser Woche ein Sonntagsplausch. Was auch mal ganz schön ist.

In der vergangenen Woche haben wir eine große Hürde genommen: der Sohn hat eine Wohnung in Wetzlar. Am Dienstag bin ich sehr früh am Morgen in den Zug nach Gießen gestiegen und habe mich dort mit dem Sohn getroffen. Den Nachmittag über haben wir uns dann verschiedene Wohnung in Wetzlar angesehen und sind schon ziemlich verzweifelt gewesen, als wir an der letzten Adresse ankamen. Doch die Wohnung ist ganz schön, liegt in einer ruhigen Seitenstraße und sehr günstig zur kommenden Arbeitsstelle. Leider ist sie ziemlich runtergewirtschaftet und erfordert einiges an Renovierungsarbeit, aber man kann sie sich wirklich hübsch machen. Und sie hat einen wunderbaren Ausblick über ein kleines Tal mit bewaldeten Hügeln im Hintergrund. Das passt schon. Danach sind wir dann wieder in den Wagen gestiegen und noch die 400 km nach Hause gefahren. Ziemlich genau 18 Stunden nachdem ich das Haus am Morgen verlasse hatte, kamen wir wieder zu Hause an. Das war extrem anstrengend für mich und ich war froh, dass ich noch einen Tag frei hatte, bevor ich wieder zur Arbeit musste.
Mit den Renovierungsarbeiten habe ich nun nichts zu tun und die Organisation vom Umzug und die vorbereitenden Arbeiten sind keine große Herausforderung mehr für mich.

Gestern habe ich dann endlich meinen Geburtstags-Gutschein von meinen Strickmädels eingelöst. Ich bin schon näher am nächsten Geburtstag dran, als der letzte zurückliegt und das wurde Zeit. Außerdem wollte ich das noch unbedingt vor der Operation erledigen, weil ich danach ja ungefähr ein halbes Jahr lang kein Auto fahren darf. Wir hatten also einen netten Vormittag im Wollgeschäft und ich habe mir ein paar tolle Projekte für die Zeit im Krankenhaus und in der Reha ausgesucht. Das ist dann etwas, worauf ich mich bei allem Ungemach, das mich erwartet, wirklich freuen kann.

Hoffentlich bis dahin fertig sollte mein 36-Colors-Schal sein. Da bin ich jetzt inzwischen bei den warmen Farben angekommen. Nachdem ich mich erst ein wenig schwer getan habe, läuft es jetzt ganz gut und mir macht der Schal Spaß. Die Lust am Stricken ist also zurück, alles wieder im grünen Bereich und ich bin reichlich erleichtert.

Den Samstagplausch gibt es jede Woche bei Andrea und ich werde jetzt nachsehen, wie die Woche bei den anderen Mitschreibenden war.

Freitagsfüller #420 – aber mein erster

1. Ich persönlich glaube, dass es doch langsam mal Zeit für etwas mehr Wärme wäre .

2. Ganz ehrlich: „The Walking Dead“ ist totaler Quatsch, wenigstens für mich.
3. Meine Nachbarn haben leider überhaupt kein Interesse an kreativen Dingen, das gibt schon manchmal merkwürdige Blicke, wenn Wolle zum Trocknen auf der Leine hängt.
4.  Meine Holzhaspel war ein Fehlkauf, obwohl nur ganz selten benutzt, ist sie nun schon kaputt:
5.  Wenn ich frische Blumen kaufe, sind das jetzt am liebsten bunte Frühlingsblumen.
6.  Die obligatorische Klappstulle mit Leberwurst hatte ich gestern zum Abendessen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein wenig stricken auf dem Sofa vor dem Fernseher, morgen habe ich geplant, endlich mal meinen Wollgutschein einzulösen und treffe mich dazu  mit einer lieben Strickfreundin im Wollladen und Sonntag möchte ich lieber nichts machen, muss aber unbedingt die Unterlagen für die Steuererklärung zusammen stellen!

 

Den Freitagsfüller gibt es immer hier.

Samstagsplausch 17 / 2017

Gestern war die Akademische Feierstunde, in der der Sohn sein Zeugnis und gefühlt hunderte von Unterlagen bekommen hat. Die TU Clausthal veranstaltet zweimal jährlich eine solche Feierstunde und ehrt damit die Studenten, die ihr Studium abgeschlossen haben, egal ob sie Bachelor, Master oder einen Doktortitel erreicht haben. 362 Studenten bekamen gestern ihre Zeugnisse – damit erklärt sich auch, warum solche Feierstunden meist nur in kleinen Universitäten in einem solchen Rahmen gefeiert werden.

Die Feierstunde fand in der Aula statt, ein wunderbarer Kuppelsaal mit Galerie und beeindruckenden, alten, verzierten Holzstühlen.

Die Kuppel zieht immer wieder die Blicke auf sich.

Es war eine schöne Feier und für den Sohn ist damit nun das Studium abgeschlossen. In einem Monat wird er seinen Umzug hinter sich haben und ins Berufsleben starten. Welch ein erhebendes Gefühl. Endlich Geld verdienen – keine Studentenbude mehr, sondern eine ernst zunehmende Wohnung – nicht mehr das alte, altersschwache, vom Opa geerbte Auto, sondern einen kleinen Jahreswagen-Flitzer. Aber auch: 8-Stunden-Arbeitstage mit geregelten Arbeitszeiten – keine Vorlesungen mehr, die erst am Nachmittag beginnen -eine neue Stadt, die man sich erobern muss – und keine Kommilitonen, die man auf ein Bierchen besuchen kann. Dafür neue Herausforderungen, die ja das Leben spannend machen. Ich freue mich so sehr für ihn.

Das Wochenende werde ich ziemlich ruhig weitergehen lassen. Ein bisschen Lesen, ein bisschen Stricken, aber auch ein bisschen Haushalt, das Spinnrad möchte mal wieder bewegt werden und es ist doch sooo schöner Shetland-Kammzug in einem Korb neben dem Rädchen.
Diese Woche ist tatsächlich mal wieder etwas fertig geworden, die Phase der kreativen Unlust scheint nun hinter mir zu liegen. Ein gutes Gefühl und ich nutze das, um ein paar Dinge fertig zu machen, die hier liegen.  Das passt dann schon.

Was habt Ihr denn an diesen wunderbaren langen Wochenende so vor? Ich schaue mal beim Samstagsplausch von Andrea vorbei und lese, was Ihr so plant.

Es tut sich was

Nachdem das Blog nun schon eine ganze Weile stabil läuft, denke ich, dass es an der Zeit ist, ihn zu erweitern und auszubauen. Ich habe schon mal ein paar zusätzliche Seiten angelegt, auf denen Ihr in Zukunft Anleitungen von mir finden könnt, die (noch) nicht über Ravelry verfügbar sind. Die noch ganz neu sind oder schon ziemlich alt, aber in Zeitschriften veröffentlicht, die längst vergriffen sind.
Eine Seite ist meinen Büchern gewidmet, jenen, die ich alleine erstellt habe, aber auch jenen, an denen ich beteiligt war. Dort verlinke ich zu Amazon, sage aber ausdrücklich, dass ich davon finanziell nicht profitiere. Es ist nach wie vor so, dass es mir wichtig ist, das Blog werbefrei zu halten und auch wenn ich hier Dinge vorstelle und Verlinkungen einbaue, so geschieht das, weil ich das so möchte und weil ich von den Produkten überzeugt bin, nicht weil ich auf diese Weise Geld verdiene.
Und dann schauen wir einfach mal, was mir noch so alles einfällt. Ideen hätte ich genügend, oft mangelt es einfach an der Zeit. Ein Phänomen, dass Ihr alle sicher auch nur zu gut kennt.

Zimtschnecken-Rezept

Eigentlich sollte das ja hier kein Foodblog werden, aber weil zu dem Zimtschnecken-Foto bei Instagram doch einige Anfragen zu dem Rezept kamen, gibt es eben ein Rezept von mir. Und das, wo ich doch annahm, ich sei die letzte, die diese Zimtschnecken macht.

Zutaten für den Hefeteig
250 ml Milch (3,5% Fett)
70 g Butter
500 g Weizenmehl
1 Würfel frische Hefe (42 g)
70 g Zucker
1 Päckchen Vanillin-Zucker
1 Ei (Größe M)
1 Prise Salz

Die Milch leicht erwärmen und die Butter darin auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben und in eine Vertiefung in der Mitte die Hefe bröseln. Die restlichen Teigzutaten hinzufügen und mit einem Knethaken erst kurz auf der niedrigsten Stufe, dann auf der höchsten Stufe in ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig verrühren. Zugedeckt den Teig ungefähr 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.

Zutaten für die Füllung
75 g Butter
100 g Zucker
3 TL Zimt
Hagelzucker

Die Butter zerlassen, den Zucker mit dem Zimt vermischen. Den Hefeteig auf einer bemehlten Fläche  zu einem Rechteck ausrollen, mit der Butter bestreichen und mit dem Zimtzucker bestreuen. Das Rechteck dann vorsichtig aufrollen und anschließend quer Stücke abschneiden. Mit einer Schnittkante auf Backpapier legen.

Bei 180° C (160° C bei Heißluft) gut 15-20 Minuten backen und noch warm mit ein wenig Hagelzucker bestreuen.
Zimtschnecken schmecken sehr frisch und noch ein bisschen warm am besten.

Mein Tipp:
Die Butter für den Belag muss nicht zwingend zerlassen werden. Wenn ich keine Lust dazu habe, streiche ich die zimmerwarme Butter einfach so auf den ausgerollten Hefeteig. Wenn’s noch schneller gehen soll, erwärme ich die Butter für 30 Sekunden in der Mikrowelle.

Lasst Euch die Zimtschnecken schmecken.

Samstagsplausch 16 / 2017

„Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus.“  – Ich persönlich denke ja, dass so viel Zitronenlimonade auch nicht gesund sein kann, aber gut, es ist, wie es ist.

Inzwischen ist klar, dass ich um die Operation nicht herum komme und es gibt auch schon einen Termin. Weil ich dieses Mal weiß, was mich erwartet, ist mir mulmig und ich wünschte, ich hätte alles schon hinter mir. Den Sommer über werde ich im Krankenhaus und in der Reha sein. Bis ich wieder richtig auf den Beinen wird, wird Weihnachten sein. Wenn alles gut geht und keine Komplikationen auftreten. Aber Jammern gilt nicht und hilft auch niemandem weiter. Und eine Wahl habe ich leider nicht.

Meine Strickflaute habe ich noch immer nicht ganz überwunden. Als erste Maßnahme habe ich aber erst mal alles sortiert und das meiste außer Sichtweite gelegt. Gelassen habe ich nur das Strickzeug mit „Deadline“, dass halt zu einem bestimmten Termin fertig sein muss. Gut, der Termin ist erst im Oktober, aber was erledigt ist, muss mich nicht mehr stressen, zumal ich ja nun nicht genau weiß, wie schnell ich wieder fit sein werde. Es geht auch recht gut voran, ich bin optimistisch, dass die Freude am Stricken bald wieder da sein wird.

Den langweiligen Roman von Cecilia Ahern habe ich noch zu Ende gelesen. Den Hype um diese Autorin verstehe ich nicht, ich finde keinen Zugang zu ihren Büchern. Muss ich aber ja auch gar nicht. Inzwischen lese ich von Lucinda Riley „Die sieben Schwestern“. Für mich das ist anständige Unterhaltungsliteratur. Nicht literarisch wertvoll, aber kurzweilig und gut lesbar. Das passt für mich gerade ganz gut in diese anstrengenden Wochen.

An diesem Wochenende werde ich einfach noch mal die Seele baumeln lassen – und meiner Superkraft gehorchen. Geplant war eigentlich ein Besuch der liebsten Freundin. Leider ist das gestern am Würzburger Bahnchaos gescheitert. Es war schon unser zweiter Versuch, uns zu sehen. Das Leben ist halt gerade unberechenbar.

Nun schaue ich mal bei Andrea vorbei und lese, was Ihr so alles am Wochenende macht und wie Eure Woche war.

 

Vorbereitungen

Wenn das Leben gerade ein wenig schwächelt, muss man es sich halt bunt machen.

Vor ein paar Wochen sprach ich mit einer Bekannten, von der ich weiß, dass sie auch viel stickt, über eine Idee, die mir so im Kopf rumspukt. Mit den Vorbereitungen sei ich schon recht weit, sagte ich ihr, jetzt müsse ich mich um die Garne kümmern. Und davor würde ich zurückschrecken, weil das sehr umständlich und mühsam sei – und teuer, obwohl mein Vorrat an Sticktwist schon recht groß ist. Sie lachte nur und sagte, sie könne mir helfen. Ein paar Tage später brachte sie mir mehrere Packungen mit farblich sortiertem Stickgarn. Blautöne, Grüntöne, Lila und Grautöne, Rottöne und Gelb-Orange-Töne. Insgesamt 100 Farben. Diese Packungen hatte sie von einer Schulfreundin bekommen, deren Mutter gerade verstorben sei. Sie hatte wohl ähnliche Ideen, wie ich sie gerade habe.
Dieses Geschenk habe ich dankend angenommen, mir einen Kasten für Stickgarne gekauft, Garnkärtchen dazu und tagelang gewickelt. Ich freue mich immer wieder über die bunten Farben und warte auf den Sommer, wenn ich dann vielleicht ein wenig mehr Zeit und Ruhe haben werde, meine Ideen auch umzusetzen. Aber so Vorbereitungen machen halt auch ganz viel Spaß, oder?