Samstagsplausch 3 – 2024

Diese Woche haben wir überwiegend in Dänemark verbracht. Letztes Jahr im November überkam mich so extremes Meerweh, dass sich der Mann mit mir erbarmt hat und ein Ferienhaus in Dänemark gebucht hat. Bis zum nächsten Dänemark-Urlaub ist es da auch noch sehr lange hin gewesen: der Familienurlaub dort ist dieses Jahr erst im Juni. Geplant war, dass auch die Herzensfreundin mitfährt, aber der Bahnstreik hat uns so ausgebremst, dass die Absage von ihr alternativlos war. Sehr schade. Dafür hat uns die Schwiegertochter mit dem Enkelmäuschen begleitet und so konnten wir eine Woche exklusive Enkelkind-Zeit genießen. Sooo schön. Dieser kleine Wirbelwind hat uns alle auf Trab gehalten und sehr beschäftigt, aber die Fröhlichkeit und das Lächeln haben immer wieder gezeigt, was im Leben wirklich wichtig ist. Das Ferienhaus war groß, hatte aber ein paar Merkwürdigkeiten, über die ich mich massiv geärgert hätte, wenn wir mit mehr als 4 Personen unterwegs gewesen wären. So war es okay, aber noch einmal würde ich genau dieses Haus nicht wieder buchen, auch wenn die Lage ganz oben in den Dünen wirklich ein Traum gewesen ist. Und es geht einfach nichts über die Nähe zum Meer.

Was leider nicht so richtig mitgespielt hat, war das Wetter. Natürlich war es auch in Dänemark kalt, das ist unproblematisch, aber es gab am Dienstag Nachmittag Eisregen und weil es weiterhin gefroren hat, war ein Verlassen des Hauses kaum mehr möglich. Allein der Gang zum Müllbehälter war schon eine Herausforderung. Das war schade, hatten wir doch noch einige Ausflüge auf dem Plan. Letztlich hat es aber auch gut getan, die Zeit im Haus mit dem großen Panoramafenster und auf der teilweise überdachten Terrasse zu verbringen. Auf jeden Fall haben wir uns alle gut erholt. Und das Meer haben wir am Sonntag und am Montag besucht – und ständig das Rauschen des aufgewühlten Meeres aufgrund der Lage des Hauses im Ohr gehabt.

Am Freitag haben wir uns dann durch gleißendes Sonnenlicht bei tiefstehender Sonne, abwechselnd mit Hagel- und teils heftigen Schneeschauern wieder auf den Weg nach Hause gemacht. Die Zeit in Dänemark ist immer zu kurz. Ehrlich: immer. Aber wir freuen uns jetzt auf den nächsten Urlaub dort.
Gestrickt habe ich natürlich auch, hatte ich doch mit der Freundin ein gemeinsames Strickprojekt geplant. Aber so richtig voran ging es nicht, ich musste entweder die Aussicht genießen, in meinem Buch lesen oder das Kind beobachten. Es hetzt mich ja niemand und die Socken gefallen mir so gut, dass sie hier zu Hause sicher ganz schnell fertig werden. Und nach dem Foto habe ich auch schon weitergestrickt (bitte seht großzügig über die Krümel auf dem Tisch hinweg – Danke).

Zuhause ist nun wieder Ruhe eingekehrt, die Taschen sind ausgepackt, die Waschmaschine läuft, die Einkäufe erledigt.
Habt noch einen schönen Sonntag.

Der Samstagsplausch ist eine Aktion von Andrea vom Blog Karminrot. Vielen Dank, liebe Andrea, für Deinen Einsatz und die vielen Ideen.

Meine Lese-Ecke #1

Weil einige von Euch gefragt hatten, was ich gerade gelesen habe, werde ich hier nun eine Lese-Ecke eröffnen und Euch erzählen, was zur Zeit auf dem Nachttisch liegt, und was mich in der Welt der Bücher so bewegt.

Vorweg ist es aber vielleicht sinnvoll, ein paar Bemerkungen zu meiner beruflichen Vergangenheit zu machen. Von Haus aus bin ich gelernte Buchhändlerin. Nach ein paar Jahren Berufstätigkeit habe ich meinen Buchhandelsfachwirt gemacht, tatsächlich mit der Überlegung, irgendwann ein eigenes Geschäft zu eröffnen. Nach dieser Fortbildung habe ich aber erst mal ein paar Jahre in einem der größten deutschen Schulbuchverlage Lehrbücher für das Fach Deutsch in der Hauptschule bearbeitet. Das war eine spannende Zeit, in der ich viel über die Buchherstellung gelernt habe. Nach einer Kinderpause habe ich angefangen für eine deutsche Tageszeitung als freie Mitarbeiterin selber zu schreiben und nebenbei eine kleine Landbücherei wieder auf Vordermann gebracht. Als ich der freien Tätigkeit überdrüssig war und einen Job wollte, in dem ich die Arbeit bei der Arbeit lassen kann, bin ich in einer Großstadtbibliothek gelandet. Dort habe ich erst in einer Zweigstelle alles gelernt, was für die Arbeit nötig war und bin dort aufgestiegen in eine Leitungsposition. Das war im Haus ein höchst umstrittener Karriereschritt. Nach gravierenden Problemen mit einem Kunden habe ich in die Bibliotheksverwaltung gewechselt, wo ich bis vor ein paar Monaten geblieben bin und sehr eng mit den Kolleg*innen im Lektorat zusammengearbeitet habe. Ihr merkt, meine komplette berufliche Laufbahn hat sich um Bücher gedreht. Deswegen ist mein Wahlspruch auch immer: Ein Leben ohne Bücher ist möglich, aber sinnlos.

Mein Lesevorlieben sind sehr vielfältig. Das können Klassiker sein, vorzugsweise aus England, Krimis, gelegentlich Thriller, historische Romane, Biografien, Sachbücher zu unterschiedlichen Themen und noch so manches mehr. Was ich gar nicht mag, sind Western und schnulzige Liebesromane. Ich nehme mir auch das Recht heraus, Bücher, die mir nicht gefallen, nicht zu Ende zu lesen und sie dann „aus Versehen“ irgendwo in einem Café oder in der Straßenbahn liegen zu lassen. Zur Zeit lese ich abwechselnd Sachbücher und Unterhaltungsromane. Gerade habe ich eine wunderbare, unterhaltsame Bücherserie von Lucinda Riley zu Ende gelesen. Darüber werde ich Euch in der nächsten Lese-Ecke erzählen, vor allem, warum mir diese Serie so viel Spaß gemacht hat. Das hat nämlich viel mit einer anderen Eigenschaft von mir zu tun.