100 Day Stitch Book – Seite 2

Hier habe ich versucht, die Stoffstücke mit doppelseitigem Vlies auf den Stoff zu bringen. Das Ergebnis gefällt mir für dieses Buch nicht, weswegen es auch einmalig bleiben wird. Als Sticktechnik habe ich mir Sashiko, eine japanische Sticktechnik ausgesucht, die ich schon sehr lange mal versuchen wollte. Ich bin davon so begeistert, dass ich mit Sicherheit noch andere Dinge mit Sashiko gestalten werde. Die verwendeten Schablonen bekam ich mal von der Herzensfreundin zum Geburtstag geschenkt, ich werde später aber auch die Linien mit der Hilfe von Linealen aufzeichnen.

Ich tue mich immer noch ein bisschen schwer damit, dass viele Linien und Stickereien mehr oder weniger schief sind. Aber ich bin halt nicht perfekt und das Sticken und Verzieren über die freie Hand, also ohne Stickrahmen, muss auch erst geübt werden. Außerdem habe ich mir viele andere Beispiele für „Slow Stitching“ angesehen und gemerkt, dass eben genau diese Unperfektion den Charme der erstellten Stücke ausmacht. Inzwischen habe ich sehr viele Ideen, nicht nur für dieses Buch, und möchte auch so viel wie möglich davon noch umsetzen.

100 Day Stitch Book – Seite 1

Über das Konzept, dass meinem Stitch-Book zugrunde liegt, mache ich jetzt noch keine Angaben, ich bin mir nämlich sicher, dass sich das im Laufe der Zeit von alleine zeigen wird. Ich kombiniere aber Stoffstücke mit Stickstichen, die ich teilweise vorher auch noch nicht ausprobiert habe. Die Stickereien mache ich grundsätzlich frei Hand, also ohne Stickrahmen. Der Stickrahmen hat mir zu Beginn sehr gefehlt, inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. In den letzten Jahr(zehnt)en habe ich fast nichts ohne Stickrahmen gestickt, wollte das aber gerne mal anders ausprobieren. Der Plan war auch, auf Vorzeichnungen zu verzichten, es hat sich aber schnell gezeigt, dass das nicht immer eine gute Idee ist. So bin ich bereits bei dieser Seite davon abgewichen.

100 Day Stitch Book

Auf die 100 Day Stitch Book Idee kam ich eher durch Zufall über Instagram. Ann Wood, eine englische Designerin, hat diese Bücher bereits 2022 und 2023 erstellt und bietet die Idee auf ihrer Seite und in einer separaten Stickgruppe zum Nachmachen an. Die Teilnahme an der kostenpflichtigen Gruppe ist nicht verpflichtend und ich verzichte erst einmal darauf. Die Gedanke dahinter ist, dass man innerhalb von 100 aufeinander folgenden Tagen insgesamt 20 Seiten zusammenstellt, näht und/oder bestickt, die anschließend auf eine sehr raffinierte Weise zu einem Buch zusammen gestellt werden. Der Zeitaufwand pro Tag beträgt, so sagt es Ann Wood, 15 Minuten, so dass man 5 Tage für jede Seite hat. Mehr geht natürlich immer, der wichtigste Grundsatz ist aber: „Done is better than perfect“. Lieber ein paar weniger Stiche, wenn die Zeit mal knapp ist, weil das Leben andere Pläne hat, als gar nichts zu machen.

Für mich war das eine gute Idee für eine neue Herausforderung. Deswegen halte ich auch daran fest, täglich ein Fortschrittsbild bei Instagram zu zeigen, auch wenn das auf Dauer vielleicht langweilig für meine Follower ist. Da müssen sie halt jetzt durch 😉
Gestartet hat die Aktion am 19. Januar, enden wird sie am 27. April. Danach werden die Seiten zusammengenäht und zu einem Buch gesteckt.

Inzwischen sind längst die ersten Seiten fertig und ich habe gemerkt, dass mir vor allem mein Perfektionismus zu schaffen macht. Aber ich versuche, das auszublenden und auch die unperfekten Seiten zu mögen. Das klappt inzwischen auch, weil eben auch die ihren ganz eigenen Charme haben. Gemerkt habe ich auch, dass die Seiten ein Eigenleben führen. Natürlich habe ich mir überlegt, wie ich die Seite gestalten möchte, ende aber meist doch irgendwie anders. Das finde ich sehr faszinierend. Und meine Seiten weichen ganz stark von denen ab, die andere Teilnehmende machen. Da es dazu keine Vorgaben gab, ist mir das wurscht, so drücke ich dem fertigen Buch eben meinen eigenen Stempel auf.

Ich werde Euch jetzt immer wieder die Seiten zeigen. Den Entstehungsprozess und die fertige Seite. Aber nicht wie bei Insta mit täglichen Fotos, sondern immer erst dann, wenn eine Seite fertig ist. Lasst Euch überraschen.

Nadelgeplapper Juni 2023

Das Nadelgeplapper ist eine Aktion von Andrea vom Blog Karminrot. Jeden Monat berichtet sie über ihre Strick- und anderen Handarbeitsprojekte. Auch wenn es dort keine Linkparty mehr gibt, greife ich die Idee auf und schließe mich an.
Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen, erst mal meine UFOs zu verarbeiten. Nachdem ich mal wieder meine Wolle aufgeräumt habe, war ich doch ein wenig erschrocken, wie viele UFOs hier tatsächlich ihr Unwesen treiben. UFOs sind aber bei mir auch schon vorbereitete Projektbeutel, in denen sich Material und Anleitung für ein festgelegtes Projekt befinden – das macht den größten Teil meiner UFOs aus. Es handelt sich also nicht nur um angefangene Projekte. Aber um ehrlich zu sein, ich stricke tatsächlich nicht nur UFOs, sondern auch neue Projekte, Socken zum Beispiel oder so wie jetzt, das Tuscha Pride Flower nach einer Anleitung von Monika Kaulen (Instagram) mit Material vom Maschenatelier (Instagram). Das gefiel mir so gut, dass ich daran nicht vorbei konnte. Das Muster ist wirklich toll und macht auch sehr viel Spaß beim Stricken.

Aktuell stricke ich gerade ein neues Wichtel-Mystery von Imagined Landscapes mit, bei dem bislang nur geheimnisvolle Kleinteile gestrickt wurden. Ich bin sehr gespannt, was dieses Mal für ein Wichtel entstehen wird. Auch davon habe ich schon einige gestrickt, die in Zukunft auf einem Regalbrett in Szene gesetzt werden sollen. Ideen dazu habe ich bereits und auch schon einiges vorbereitet, aber es fehlen auch noch Dinge.

Außer Stricken steht auch Häkeln immer noch hoch im Kurs. Dabei habe ich tatsächlich mein Herz an Amigurumi verloren, von denen ich schon einige gestrickt habe, mit denen ich später mit den Enkelkindern spielen möchte. Da sind als Letztes zwei Figuren von Sameko-Design fertig geworden: das Frühlings-Mystery mit Maulwurf Mirko und Renly, der Hirschjunge, der schon eine Weile hier lag, bevor ich ihn gehäkelt habe. Über die Amigurumis werde ich auch noch mal gesondert berichten.

Neben den Strick-UFOs liegen hier auch noch angefangene Stickbilder. Schon während der Corona-Zeit habe ich die Liebe zum Sticken wieder entdeckt. Und inzwischen ein Bild herausgesucht, dass ich nun erst einmal fertig machen möchte. Es ist sehr groß und umfangreich, aber wenn man sich Zeit nimmt und nur daran arbeitet, geht es doch recht flott voran. Ich denke, dass es inzwischen halb fertig ist. Wie ich es anschließend verwende, ist noch nicht ganz klar, es wird vermutlich ein Wandbild werden, für alles andere ist es eigentlich zu groß. Das entscheide ich aber erst, wenn es fertig gestickt ist.

Das war es erst einmal für heute vom Nadelgeplapper. Mehr wird es dann so nach und nach hier geben.