Freitagsfüller #786

1. Als wäre auf der Welt nicht schon alles schlimm genug, rückt nun auch Deutschland entschieden nach rechts. Es gruselt mich.

2. Es gibt viele Traditionen in der Familie. Eine davon ist, einmal im Jahr gemeinsam mit den Kindern, Schwiegerkindern und Enkelkindern zu verreisen. Wir lieben das alle sehr. Und der Enkelhund ist auch dabei.

3. Fast hätte ich beim Packen den Kartoffelstampfer vergessen. Glücklicherweise hat mich der Schwiegersohn heute früh noch erinnert. Beim letzten gemeinsamen Urlaub haben wir einen ganzen Tag damit verbracht, einen gescheiten Kartoffelstampfer zu besorgen, weil es im Ferienhaus keinen gab.

4. In diesem Monat war es einfach bislang zu kühl und zu nass, um Eis essen zu gehen. Dann verschieben wir das einfach noch eine Weile, denn: Vorfreude ist die schönste Freude.

5. Neben mir liegt eine neue Stickpackung, die ich von der Herzensfreundin geschenkt bekam, und die genau das richtige Motiv für den Urlaub hat: die Landkarte von Dänemark.

6. Gestern war während des aufwändigen Kuchens, den ich für meinen Bruder machen wollte, auf einmal der Mixer nicht (mehr) zu gebrauchen. Die Nachbarn waren nicht da, wo ich einen hätte leihen können, also bin ich einfach losgedüst und habe einen neuen gekauft. Einen Teil des Kuchens musste ich dann noch mal neu machen, aber der Aufwand hielt sich dann in Grenzen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen, wenn auch kurzen Abend, morgen habe ich geplant, sehr früh aufzustehen und mich schnell auf den Weg zu machen und Sonntag möchte ich gute dänische Meerluft schnuppern!

Der Freitagsfüller wird seit sehr vielen Jahren von Barbara vom Blog Scrapimpulse zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

100 Day Stitch Book – Seite 16

So langsam werden es weniger Seiten, die noch bearbeitet werden müssen. Und es wird nun auch Zeit, die Cover-Seiten zu erstellen. Diese Seite hier wird die Rückseite meines Buches. Mit Jahreszahl versehen und mit einer Signatur, bei der zugegebenermaßen noch sehr viel Luft nach oben ist. Okay, für dieses Buch wird es so bleiben, danach sehen wir weiter. Es gibt schon eine viel bessere Idee und vielleicht lasse ich mir das auf kleine Signaturschilder drucken. Es muss ja nicht alles selbst gemacht sein.
Für diese Seite habe ich mich für klassisches EPP (English Paper Piecing) entschieden, bei dem die Hexagons über Papiervorlagen erstellt werden, die erst entfernt werden, wenn die kleinen Teile zusammen genäht sind. Für mich funktioniert das super, ich habe ja schon mehrfach Kleinigkeiten in dieser Technik gemacht. Über größere und völlig andere Projekte denke ich noch nach, könnte mir aber vorstellen, dass da noch was kommt.

100 Day Stitch Book – Seite 15

Zur Zeit krame ich hier immer wieder in meinem Kreativ-Zimmer rum und fand dabei auch die Schablonen für die Yo-yo-Blüten wieder. Aus diesen Blüten hatte ich vor langer Zeit mal eine Girlande gemacht, nachdem ich die Schablonen geschenkt bekommen hatte. Auf dieser Seite fanden sie nun noch einmal Verwendung. Das geht mit den Schablonen wirklich fix, auch wenn sich die Blüten auch ohne Schablone problemlos anfertigen lassen. 3 große Yo-yo-Blüten und 2 kleine aus zwei verschiedenen Stoffen, 6 große grüne Perlen, eine ganze Menge kleiner, matter Rocaille-Perlen in weiß und ein bisschen grüner Sticktwist. Das war eine Seite, die wirklich schnell fertig war und viel Spaß gemacht hat.

Es wäre aber besser gewesen, wenn ich die Blüten vor dem Aufnähen der Perlen und auf der Seite noch mal richtig gebügelt hätte. So sind sie doch ziemlich voluminös.

100 Day Stitch Book – Seite 14

Immer wieder hatte ich zwischendrin die Angst, dass mir die Ideen ausgehen. 20 Seiten sind eben doch eine Hausnummer. Irgendwann machte ich dann mal ein Brainstorming mit dem Angetrauten und hatten auf einmal mehr Ideen als noch Seiten übrig. Was lernen wir daraus: miteinander reden hilft. Auch bei solchen Dingen.
Auf dieser Seite habe ich wieder ein neues Feature getestet, das nur so semigut funktioniert hat. Um die Halbkreise am Verrutschen zu hindern, habe ich sie mit Textilkleber festgeklebt. So ein Kleber, der eigentlich für EPP (English Paper Piecing) in der Patchwork-Szene verwendet wird. Dafür ist er mit Sicherheit auch gut geeignet, hier hat es weniger geholfen. Letztlich wurde die Seite aber trotzdem fertig.

Wie bei fast allen Seiten gefielen mir die Zwischen-Ergebnisse nicht so besonders, die fertige Seite findet aber trotzdem meine Zustimmung.

100 Day Stitch Book – Seite 13

Diese Seite entstand aus dem schon lange gehegten Wunsch, mal wieder etwas mit einer alten Sticktechnik zu machen: Richelieu. Damit habe ich mich Anfang der Neunziger Jahre schon einmal beschäftigt, als ich kurz nach der Geburt unserer Tochter anfing, Stickerei-Kurse zu belegen. Ausgeschrieben war der erste Kurs damals mit Hardanger-Stickerei, die ich unbedingt erlernen wollte. Die Kursleiterin stand allerdings nicht so dahinter, sondern hatte eine große Liebe zur Schwälmer Stickerei. Und es dauerte nicht lange, bis ich auch damit anfing. Nebenher machten wir „Ausflüge“ zur Ajour-Stickerei und eben zur Richelieu-Stickerei. Ich habe diese Kurse geliebt.
Zu dem verwendeten Stoff hatte ich schon kurz etwas in meinem Krepppapier-Färbeversuch geschrieben. In meinem Stoffvorrat befindet sich eine Menge altes Baumwoll-Leinen, dass ich nach dem Tod meiner Großmutter im Jahre 1988 aus ihrer Haushalts-Auflösung mitnahm. Das sind überwiegend oft benutzte Kopfkissenbezüge. Für die Färbeaktion, die erst nach der Stickerei stattfand, waren die Stoffreste super, für die Stickerei eher ungeeignet. Ich habe das Material trotzdem bestickt, würde das aber nicht wiederholen. Nach sehr viele Wäschen und langen Jahren im Schrank, war der Stoff dünn und porös. Ein festerer Stoff hätte der Stickerei gut getan.

Die Vorlage für die gestickte Schnecke stammt aus einem alten Burda-Richelieu-Sonderheft, gut gehütet in meinem Zeitschriftensammler und auch schon rund 30 Jahre alt. Verwendet habe ich Perlgarn 8 und 25-er Vierfachgarn. Auch das war nicht unbedingt die beste Wahl, etwas stärkeres Garn wäre besser gewesen. Ihr merkt, ich habe viel gelernt. Trotzdem gefällt mir die Seite gut und der Ausflug in eine alte Sticktechnik hat mir wirklich Spaß gemacht. Das werde ich bestimmt irgendwann noch einmal wiederholen.

100 Day Stitch Book – Seite 12

An dieser Seite musste ich eine Weile länger herumbasteln, der Anfang war tatsächlich meilenweit von meiner Vorstellung entfernt. Also habe ich noch mal nach Bändern gesucht, erfolgreich und so nach und nach entstand dann tatsächlich eine schöne Seite. Ich mag sie sehr.
Festgenäht sind hier lediglich der Anfang und das Ende der Bänder. Der Rest hält durch die Verwebung und ich hoffe, das bleibt auch so.

100 Day Stitch Book – Seite 11

Auf dieser Seite habe ich versucht, eine Idee umzusetzen, die ich zufällig bei Pinterest entdeckt habe. Erst als ich beim zweiten Hexagon war, fiel mir auf, dass ich einen Denkfehler in den Bildern habe, da wollte ich das aber nicht noch mal ändern. Und so lange ich nicht verrate, wie es tatsächlich aussehen sollte, merkt es vermutlich auch niemand. Auf den Fotos sieht das gar nicht so toll aus, aber ich finde wirklich, dass das eine der bislang besten Seiten meines Stitchbooks geworden ist.
Ich bin supergespannt, wie das Buch insgesamt am Ende aussehen wird. Und ich bin sehr überrascht, dass ich tatsächlich schon mehr als die Hälfte der Zeit durchgehalten habe. Da hatte ich mit mehr Schwierigkeiten und weniger Durchhaltevermögen bei mir gerechnet. Aber im Hinblick auf die vielen Steine, die einem das Leben manchmal in den Weg legt, ist das doch eine tolle Sache. Es geht eben doch, wenn man es nur genügend möchte.

100 Day Stitch Book – Seite 10

Hier habe ich versucht, kleine Quasten herzustellen. Das hat nur so semigut funktioniert, weil sie einfach zu kurz geworden sind. Andererseits hätte ich sie auch gar nicht länger haben wollen. Wirklich zufrieden bin ich damit nicht, aber ich kann damit leben. Und es ist eben auch ein Lernprozess.
Die Hälfte der Seiten sind nun fertig. Sie sind nicht in der Reihenfolge entstanden, in der sie später im Buch erscheinen werden, sondern einfach so, wie ich Lust und Laune hatte und manchmal auch einfach danach, welche Stoffe oben auf dem Stapel lagen.

100 Day Stitch Book – Seite 9

Für diese Stitchbookchallenge ergab es sich für mich, verschiedene Dinge einfach mal auszuprobieren. Hier ist es das Stickvlies, auf dem ich vorgezeichnet habe, wo die Linie verlaufen sollen, dann gestickt und anschließend das wasserlösliche Vlies abgewaschen habe. Ich bin sehr begeistert von dieser Möglichkeit, weil man doch viel ordentlicher arbeiten kann. Und das Vlies lässt sich tatsächlich unter warmem Wasser sehr schnell auflösen. Tolle Sache.
Zusätzlich habe ich auf dieser Seite verschiedene Umrandungsstiche ausprobiert. Stielstich, Rückstich, Vorstich, Knötchenstich, Perlen. Nicht alles habe ich gut hinbekommen, aber ich habe gerade bei dieser Seite gemerkt, dass mir zunehmend der Stickrahmen nicht mehr so sehr fehlt. Für andere Projekte werde ich den Rahmen zwar auf jeden Fall behalten, aber Sticken ohne Rahmen ist nun auch kein Problem mehr. Manchmal muss man Dinge einfach mal ausprobieren.

Knapp die Hälfte der Seiten habe ich Euch nun schon vorgestellt. Und hänge hier im Blog ziemlich zurück. Im „realen“ Leben bin ich bei der vorletzten Seite und es geht bald an das Zusammensetzen der Seiten zum Buch. Das wird noch mal sehr spannend und ich freue mich schon riesig auf das Ergebnis. Bei allen Unzulänglichkeiten bin ich mir sicher, dass es eine tolle und runde Sache wird.

100 Day Stitch Book – Seite 8

Knöpfe haben mich immer schon interessiert und ich habe bereits einen Knopfmacherkurs mitgemacht. Deshalb lag es nahe, auch für dieses Buch Knöpfe zu wickeln und unterzubringen. Hier habe ich zwei unterschiedliche Knöpfe ausprobiert, die ich vorher noch nicht gewickelt bzw. genäht hatte. In der Mitte liegt ein Dorset-Button, die anderen beiden sind sogenannte Singleton-Buttons. Alle drei Knöpfe sind nach Anleitungen von Gina Barrett erstellt worden und haben mir sehr viel Spaß gemacht. Neben vielen Büchern hat Gina auch eine ganze Reihe Youtube-Videos erstellt, in denen sie zeigt, wie Knöpfe angefertigt werden. Wer kein Englisch spricht, ist sehr gut bei Helene Weinold aufgehoben, die eine große Anzahl von aufwändig bebilderten Erklärungen in Deutsch herausgegeben hat, nach denen man prima arbeiten kann.
Bei den Singleton-Buttons werden Stoffstücke um einen Ring gelegt (der Ring ist hier schwarz, das war nicht die richtige Wahl, weil die dunkle Farbe durch den Stoff schimmert. Im Original ist das aber nicht so schlimm, wie es auf den Fotos aussieht) und anschließend umstickt und bestickt. Das geht recht schnell und macht viel Spaß. Man kann es auch gut mit Stoffen machen, die kleine Motive aufgedruckt haben, dann spart man sich noch die Stickerei und hat schnell passende Knöpfe fertig.
Bei dem Dorset-Button wird erst der Rand umstickt (und das unterscheidet ihn vom Zwirnknopf), danach wird er umwickelt und die Stege werden dann umstickt. Ich habe hier Häkelgarn verwendet, was erstaunlich gut geklappt hat. Auch hier gibt es viele verschiedene Variationen.