Mehr als ein Jahr ist es her, dass ich zuletzt etwas geschrieben habe. Puuhh.
Es ist viel passiert in meinem Leben, geplantes und ungeplantes, wie es halt in jedem Leben so ist. Mir war lange nicht klar, wieviel ich davon preisgeben möchte – und so habe ich mich meist gegen einen Beitrag entschieden (und auch in Zukunft wird es hier mehr über kreative Dinge als um mein eigenes Leben gehen – auch wenn das in der Regel untrennbar zusammengehört). Aber in den vergangenen Monaten hatte ich immer wieder die Idee, das Bloggen wieder aufzunehmen. Instagram, wo ich in den letzten Jahren recht aktiv war, geht mir zunehmend auf die Nerven. Auch da habe ich im vergangenen Sommer eine lange Pause gemacht. Es ist inzwischen mehr Reglementierung und soooo viel mehr Werbung, als das man Neuigkeiten von den Menschen erfährt, von denen man gerne mehr wissen möchte oder auf deren Projekte man neugierig ist. Und auch jetzt liegen zwischen meinen Bildern oft viele Wochen, für den Algorithmus ist das leider ungünstig, und Kommentare werden irgendwie immer seltener. Gäbe es dort nicht Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind und auf deren Zuspruch und Ermutigung ich nicht verzichten möchte, wäre ich da wohl schon längst ausgestiegen. Auf der anderen Seite werden aber auch Blogs nicht mehr wirklich gelesen. Vermutlich wäre das Mittel der Wahl am ehesten Youtube. Aber auch da gibt es viel zu viel Werbung (nein, fast 10 Euro im Monat ist es mir nicht wert, zumal ich vermute, dass man dann trotzdem noch Werbung angezeigt bekommt) und so wirklich Lust, mich da jetzt einzuarbeiten habe ich auch nicht. Aber die Dinge sind ja immer im Fluss und wer weiß schon, was noch kommen wird.
Trotzdem wird es hier jetzt – hoffentlich – wieder mehr Beiträge geben. Ich würde das gerne als Dokumentation für mich selber machen, auch um zu sehen, ob ich mich in die eine oder andere Richtung weiterentwickeln werde. Seit ich nicht mehr arbeite, haben sich meine Interessen allmählich verlagert. Ganz überraschend kam das nicht, dass es aber so deutlich ausfallen würde, hatte ich nicht erwartet. Natürlich stricke und häkle ich noch, aber es ist ein sehr eindeutiger Trend in Richtung Mixed-Media-Art zu erkennen.

Und das, obwohl ich Mixed-Media, also die Gestaltung mit vielen verschiedenen Materialien, für mich ursprünglich ausgeschlossen hatte. Sticken auf Teebeuteln oder überhaupt auf Papier war für mich unvorstellbar. Momigami – nie gehört. Malen mit Acrylfarben auf Papier und anderen Materialien – ich kann doch gar nicht malen. Gelli-Printing – oh, bitte, nicht noch ein neues Hobby. Dass ich dann davon doch noch einiges probiert habe und weiteres noch in diesem Jahr probieren werde, liegt daran, dass ich letztes Jahr an der „dogme broderi /dogma embroidery – Challenge“ von der dänischen Mixed-Media-Art-Designerin Lisbeth Degn teilgenommen habe. Auf ihrem Youtube-Kanal hat sie Anfang des Jahres erklärt, was sie machen möchte. Dabei wird der Begriff „Dogma“ mit keinem religiösen Hintergrund verbunden, sondern steht im Grunde nur für „festgelegte Vorgaben“, an die man sich bitte halten soll. Und genau das war für mich die Herausforderung: mich an die Vorgaben halten, auch wenn ich lieber etwas ändern oder mich manchmal auch gar nicht daran halten wollte. 52 Wochen lang stellte uns Lisbeth ein Video mit den Vorgaben und ihrer Umsetzung vor. Und ich habe eisern durchgehalten, manchmal auch nachgearbeitet und halte jetzt in diesem Jahr ein fertiges Buch (okay, der Buchumschlag fehlt noch, weil ich mit dem Buch noch nicht wirklich glücklich bin und überlege, noch etwas zu ändern) in den Händen. Ich habe ungeheuer viel gelernt und hatte sehr viel Spaß an dieser Herausforderung. Und je häufiger ich bei Youtube und dazu ergänzend in Facebook-Gruppen geschaut und gelesen habe, desto mehr Ideen fand ich. Ende letzten Jahres, in den letzten Wochen vor Weihnachten, habe ich dann tatsächlich nach einer Idee von Daniela Mellen (auch über Youtube/Facebook) ein Weihnachtsbuch gestaltet. Ich hatte das Gefühl, ich könnte diese Ablenkung gut gebrauchen, hatte Spaß daran, mich durch meine Weihnachtsstoffe und Geschenkbänder zu wühlen und von dem Ergebnis bin ich total begeistert.
Aber dieses Buch und was sich dahinter verbirgt, sowie Links zu den verschiedenen Youtube-Videos und meine Pläne für 2026 stelle ich Euch in den nächsten Tagen in einem neuen Beitrag vor.








































