Freitagsfüller 423 – 4

1. Bei Milka fällt mir immer besonders deutlich auf, wie sehr sich das Angebot an Schokolade verändert hat, so viele „stylische“ Sorten und immer weniger „traditionelle“ Geschmacksrichtungen.
2. London ist total meine Stadt und vieles dort finde ich einfach spektakulär.
3. Ich verstehe nicht, warum wir uns als Gesellschaft gefühlt gerade wieder rückwärts bewegen, ich hatte angenommen, dass wir da schon viel weiter sind.
4. Es gibt in der Musik ganz viel Songs, die sind einfach zeitlos.
5. Das Gefühl von Wind auf der Haut und Sand unter den Füßen ist für mich Erholung pur, im Herbst geht es wieder in ein Haus in Dänemark, 50m vom Strand entfernt. Ich freue mich total auf die Zeit dort.
6. Wenn ich an einem ruhigen Tag bei angenehmen Wetter mit dem Spinnrad auf der Terrasse sitzen kann, ist das  wie für mich gemacht.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend auf dem Sofa, mit Strickzeug und Fernsehen , morgen habe ich geplant, im Haus noch einiges zu machen und Sonntag möchte ich einfach nur meine Ruhe haben!
Den Freitagsfüller gibt es jeden Freitag bei Barbara. Vielen Dank dafür.

Samstagsplausch 20 / 2017

Diese Woche ging es vorrangig um Müdigkeit. Schwüles Wetter setzt mir immer ziemlich zu und in Kombination mit den fiesen Nebenwirkungen der Schmerzmedikation hätte ich wohl die ganze Woche durchschlafen können. Hab ich aber nicht.
Dieses Wochenende wird vermutlich das letzte, sehr stressige in der nächsten Zeit sein. Am Himmelfahrts-Wochenende findet der Umzug statt, an dem ich dann nur noch am Rande beteiligt bin. Mein Part ist weitgehend erledigt, jetzt ist der Rest der Familie am Zug. Auch nicht schlecht.
An dem Wochenende wird auch mein Koffer abgeholt, damit der rechtzeitig mit mir an der Klinik ankommt, zu der ich mich am Freitag vor Pfingsten über ziemlich genau 500km auf den Weg mache. Pfingsten verbringe ich mit der Herzensfreundin aus Würzburg, die mich dann am Dienstag zur Aufnahme in die Klinik begleitet und mich am Mittwoch bis in den OP bringt. Es wird auch Zeit, ich habe die starken Schmerzen so satt und hätte das nun endlich hinter mir. Die ersten Tage nach der Operation werden sehr fies sein, aber wenn ich möchte, dass es irgendwann besser wird, muss ich da durch.
Gestrickt habe ich tatsächlich auch in der letzten Zeit, aber was wirklich vorzeigbares kann ich nicht vorweisen. Außer vielleicht das Paar Babysocken, dass ich für die neugeborene Tochter eines Arbeitskollegen gestrickt habe.

Leider habe ich etliche angefangene Projekte, an denen ich abwechselnd immer mal stricke. Fertig wird so natürlich nichts, aber das ist dann halt gerade so. Es stört mich nicht.
Nachdem ich auch mehrere Bücher beinahe zeitgleich angefangen habe, habe ich da zumindest mal entschieden, dass ich eines davon jetzt zu Ende lese, um wenigstens diesen Stapel zu verringern. Ich habe mich entschlossen, meine gelesenen Bücher in Zukunft genauer vorzustellen und Rezensionen in eigenen Blogbeiträgen dazu zu schreiben. Vielleicht ist das für Euch ja auch interessant. Dem Wollkistchen wird jetzt also noch ein Bücherkistchen zur Seite gestellt (mit eigenem Instagram-Account), mehr dazu erzähle ich Euch in den nächsten Tagen.

Bevor ich nun ins Bett gehe, schaue ich noch mal, was Ihr so erlebt habt in der vergangenen Woche und wie Eure Pläne für das Wochenende sind. Danke an Andrea, die den Samstagsplausch jede Woche auf den Weg bringt.

Freitagsfüller 422 – 3

1.  Meine Füße  sind durch die Humpelei mit dem kaputten Knie gerade ziemlich belastet und zu allem Überfluss hat mich jetzt auch noch eine Mücke unter dem Fuß gestochen – drei Mal, dieses dumme Biest.
2.  Gelegentlich überkommt mich mal das Bedürfnis nach gesalzenen Kartoffelchips, auch wenn ich genau weiß, wie viele Kalorien so eine Tüte hat 🙁
3.  Ich lernte schon in jungen Jahren, dass man alles hinterfragen sollte und gleichzeitig, dass man nichts für selbstverständlich halten darfUnd inzwischen weiß ich, dass ich nichts weiß.
4.   Mein Bibliotheksausweis ist immer  aktiviert, was aber kein Wunder ist, schließlich arbeite ich da.
5.   Es ist wirklich traurig und bedrückt mich sehr, dass eine liebe Arbeitskollegin und Freundin sehr schwer an Krebs erkrankt ist.
6.   Sehr vieles möchte ich unbedingt in diesem Jahr noch besuchen, aber durch die anstehende Knie-Operation und die lange Zeit, die es anschließend dauert, bis ich wieder halbwegs laufen kann, wird vermutlich fast nichts davon möglich sein.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Wochenend-Einstieg mit Strickzeug und einem guten Film auf dem Sofa , morgen habe ich geplant, ganz viele Dinge von meiner sehr langen To-Do-Liste abzuarbeiten und Sonntag möchte ich mit der Familie den 80ten Geburtstag meiner Mutter feiern!

Den Freitagsfüller gibt es jeden Freitag bei Barbara. Vielen Dank dafür.

Tue Gutes und rede darüber

Meine Freundin Hella unterstützt seit vielen Jahren den Weihnachtspäckchen-Konvoi, ist auch schon mitgefahren und in der Ukraine oder in anderen Ländern unterwegs gewesen, wenn die Päckchen verteilt wurden. Sie hat sich ein ganzes Netzwerk aufgebaut und verteilt Wollspenden an eifrige Strickerinnen, die Pullover, Pullunder, Ponchos, Puppenkleidchen, Schals und viele andere Dinge stricken.
In diesem Jahr organisiere ich das jährliche Spinntreffen und habe die TeilnehmerInnen gebeten, einen „Schal für Hella“ zu stricken und im Oktober mitzubringen. Meiner ist in dieser Woche fertig geworden und ich hatte letztlich dann so viel Spaß dabei, dass ich gleich den nächsten Schal angeschlagen habe. Das Spinntreffen ist erst im Oktober und einen oder zwei weitere Schals kriege ich bestimmt noch rechtzeitig fertig.

Die Farben des rundgestrickten Schals stimmen nicht, das Licht war beim Foto schon zu schlecht. Das Rot ist eher pink und leuchtet fast neonfarben.

Schuhkartons für diese Aktion haben vor Jahren meine Kinder schon mitgefüllt. Es ist aber noch einmal eine völlig andere Sache, wenn man jemanden kennt, der bei diesen Fahrten dabei ist und uns über Whatsapp mit Fotos und Videos und sehr persönlichen Eindrücken auf dem Laufenden hält.  Uns geht es hier in Deutschland so gut und es ist nur richtig, wenn wir von unserem Überfluss ein wenig an Kinder abgeben, die zum Teil noch nie in ihrem Leben ein Geschenk bekommen haben, die kein eigenes Spielzeug besitzen und sich auch über Duschgel und Zahnbürsten freuen können.
Die Schals sind nicht mal so eben gestrickt, es dauert schon eine Weile. Aber man kann viele gute Gedanken einstricken und das glatt rechts Gestricksel in der Runde geht auch noch gut, wenn man müde ist.

Beutezug

Dass ich am vergangenen Wochenende mit einer lieben Strickfreundin Wolle shoppen war, hatte ich  Euch ja schon erzählt. Ich bin echt heilfroh, dass meine „unkreative“ Phase nun wieder vorbei ist – ich bin aber trotzdem ohne jede Idee zum Wollgeschäft gefahren. Normalerweise springt mich in solchen Geschäften irgendetwas an und klammert sich an mir fest. Meist habe ich dazu dann entweder schon eine Idee im Kopf oder mir fällt spontan ein, welches Muster ich schon längst mal stricken wollte. Natürlich war das auch dieses Mal so und ein kleiner Zauberball mit dem bezeichnenden Namen „Red to go“ von Schoppel musste unbedingt mit. Sockenwolle geht irgendwie immer. Bei Euch auch?

Ivona, die strickbegeisterte Ladeninhaberin von der Woolbar, strickte gerade auch an einem Paar Socken aus Schoppelgarn, das mir sehr gut gefiel. Leider hatte sie es nicht mehr im Laden, doch mir fiel wieder ein, dass ich vor längerer Zeit im Schoppel-Werksverkauf mal ein ähnliches Knäuel gekauft hatte. Und das habe ich dann zu Hause sofort aus der Kiste befreit und es liegt seitdem an meinem Strickplatz und wartet auf die Nadeln. Die „Verkleckste Kräuterhexe“ ist eine schiefgelaufene Färbung, die es nur eine kurze Zeit nur im Werksverkauf gab und ich bin froh, ein Knäuel davon ergattert zu haben.

Aber zurück zu meinem Shopping-Ausflug. Ein Tuch im Fenster der Woolbar war mir schon bei der Ankunft aufgefallen, ein warmes, großes Tuch mit einer ungewöhnlichen Kante. Das Originalgarn von Rowan war so überhaupt nicht meins, auch wenn es einen tollen Glanz hat und so begann ich eine Suche nach einem Ersatzgarn. Nach einigem Überlegen entschied ich mich dann für ein Wollgarn von Rowan in wollweiß. Ich denke, dass wird ein edles Tuch und mein Gestrick für die Tage im Krankenhaus. Starten werde ich das bereits zu Hause, damit die Nadelstärke schon ausgesucht und festgelegt ist und ich nicht auch noch so viel Strickzubehör mitnehmen muss. Und damit ich weiß, wie das Muster funktioniert und groß darüber nachdenken zu müssen, einfach weiterstricken kann. Nach meiner letzten OP war ich ziemlich fertig und hatte das Gefühl, dass viele Gehirnzellen einfach weiter geschlafen haben – einige sind offensichtlich bis heute nicht wieder aufgewacht.

Zusätzlich dazu fand ich noch ein Set mit Wollgarn in aufeinander abgestimmten Farbtönen. Passend dazu nahm ich eine Kontrastfarbe mit. Das Tuch, dass ich damit stricken möchte, sehe ich im Kopf schon vor mir und freue mich wie verrückt auf das Stricken. Ich glaube, das wird sehr schön. Damit werde ich aber erst anfangen, wenn ich wieder zu Hause bin, kurz bevor ich in die Reha fahre. Damit ich nicht vergesse, was ich dazu im Kopf habe, habe ich mir eine kleine Zeichnung gemacht. Sicher ist sicher. Mehr wird dazu aber noch nicht verraten.

Samstagsplausch 19 / 2017

Im Moment rennt die Zeit, es ist so viel zu tun. Aber ein Ende ist in Sicht und dann ist Zeit genug, sich auszuruhen.
Dieses Wochenende  nutze ich tatsächlich hauptsächlich zum Ausruhen. Zum Stricken, Lesen – natürlich auch, um ein paar Dinge abzuarbeiten, die meine endlos scheinende To-Do-Liste noch hergibt.

Meine Planung ein bisschen durcheinander geworfen hat, dass ganz, ganz kurzfristig der Bereich vor der Haustür neu gepflastert wird. Es werden nämlich gerade die Wege zwischen den Häusern neu gepflastert und nachdem die Baustelle schon seit Oktober hier vor der Tür ist und es darum endlos viel Ärger gab, wird jetzt endlich weitergemacht. Gestern Abend kam das Angebot, den Eingangsbereich auch neu zu machen. Heute früh um 6 Uhr kamen dann die Handwerker, nahmen die alten Steine weg und legten die neuen. Das ging flott und ist jetzt natürlich viel besser als die alten, dreckigen, teils abgesackten Waschbeton-Steine, die ich ohnehin nicht wirklich leiden kann. Wenn der ganze Weg fertig ist, wird das endlich wieder gut aussehen und ich kann da lang „krücken“ ohne weiter Angst haben zu müssen, dass ich stürzen könnte.

Im Garten blüht auch in Norddeutschland endlich der Flieder und es duftet so schön. Auch deswegen kommt morgen die Lieblingstochter und verbringt ihren Tag hier. Eigentlich ist sie heute Abend auf einer Feier hier im Ort und sie kommt deswegen, aber ich weiß, dass sie den Flieder auch so sehr mag. Vielleicht schaffen wir es dann auch mal, die Bücherhüllen zu nähen, die wir uns vorgenommen haben.

Macht es Euch alle schön und genießt das Wochenende, wie immer wird es viel zu schnell wieder vorbei sein.

Den Samstagplausch organisiert Andrea und wer noch so mitgemacht hat, könnt Ihr auf ihrer Seite nachlesen.

Freitagsfüller 421 – 2

1. Es gibt nichts, was so wichtig ist wie die Familie oder überhaupt wie Menschen, auf die man sich in allen Dingen verlassen kann.
2.  Wenn man sich auf angebotene Möglichkeiten wirklich einlassen kann, geht alles, naja, fast alles.
3. Wie konnte ich nur annehmen, dass der Freitagsfüller immer ganz einfach zu bearbeiten ist? Bei manchen Texten muss ich schon eine ganze Weile überlegen.
4.  Was ich definitiv nicht brauche, ist eine Handtasche von irgendeinem Designer, ich schaue lieber danach, was mir gefällt und meinen Bedürfnissen entspricht.
5.  Es gibt nichts schön zu reden, Strickzeug ist mein Lieblingsspielzeug.
6.  Der Eurovision Song Contest nervt mich sehr und ich verstehe nicht, warum Deutschland immer noch dabei ist – anschauen werde ich ihn vermutlich trotzdem, auch wenn das inkonsequent ist .
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein nettes Essen mit Freunden , morgen habe ich geplant, weiter meine Liste von Haushaltsdingen abzuarbeiten, weil ich ja weiß, dass ich monatelang vieles nicht werde machen können und Sonntag möchte ich am liebsten nichts anderes machen als Stricken !

Vielen Dank an Barbara für die tollen Ideen.

 

Samstagsplausch 18 / 2017

Mein Samstagsplausch ist in dieser Woche ein Sonntagsplausch. Was auch mal ganz schön ist.

In der vergangenen Woche haben wir eine große Hürde genommen: der Sohn hat eine Wohnung in Wetzlar. Am Dienstag bin ich sehr früh am Morgen in den Zug nach Gießen gestiegen und habe mich dort mit dem Sohn getroffen. Den Nachmittag über haben wir uns dann verschiedene Wohnung in Wetzlar angesehen und sind schon ziemlich verzweifelt gewesen, als wir an der letzten Adresse ankamen. Doch die Wohnung ist ganz schön, liegt in einer ruhigen Seitenstraße und sehr günstig zur kommenden Arbeitsstelle. Leider ist sie ziemlich runtergewirtschaftet und erfordert einiges an Renovierungsarbeit, aber man kann sie sich wirklich hübsch machen. Und sie hat einen wunderbaren Ausblick über ein kleines Tal mit bewaldeten Hügeln im Hintergrund. Das passt schon. Danach sind wir dann wieder in den Wagen gestiegen und noch die 400 km nach Hause gefahren. Ziemlich genau 18 Stunden nachdem ich das Haus am Morgen verlasse hatte, kamen wir wieder zu Hause an. Das war extrem anstrengend für mich und ich war froh, dass ich noch einen Tag frei hatte, bevor ich wieder zur Arbeit musste.
Mit den Renovierungsarbeiten habe ich nun nichts zu tun und die Organisation vom Umzug und die vorbereitenden Arbeiten sind keine große Herausforderung mehr für mich.

Gestern habe ich dann endlich meinen Geburtstags-Gutschein von meinen Strickmädels eingelöst. Ich bin schon näher am nächsten Geburtstag dran, als der letzte zurückliegt und das wurde Zeit. Außerdem wollte ich das noch unbedingt vor der Operation erledigen, weil ich danach ja ungefähr ein halbes Jahr lang kein Auto fahren darf. Wir hatten also einen netten Vormittag im Wollgeschäft und ich habe mir ein paar tolle Projekte für die Zeit im Krankenhaus und in der Reha ausgesucht. Das ist dann etwas, worauf ich mich bei allem Ungemach, das mich erwartet, wirklich freuen kann.

Hoffentlich bis dahin fertig sollte mein 36-Colors-Schal sein. Da bin ich jetzt inzwischen bei den warmen Farben angekommen. Nachdem ich mich erst ein wenig schwer getan habe, läuft es jetzt ganz gut und mir macht der Schal Spaß. Die Lust am Stricken ist also zurück, alles wieder im grünen Bereich und ich bin reichlich erleichtert.

Den Samstagplausch gibt es jede Woche bei Andrea und ich werde jetzt nachsehen, wie die Woche bei den anderen Mitschreibenden war.

Freitagsfüller #420 – aber mein erster

1. Ich persönlich glaube, dass es doch langsam mal Zeit für etwas mehr Wärme wäre .

2. Ganz ehrlich: „The Walking Dead“ ist totaler Quatsch, wenigstens für mich.
3. Meine Nachbarn haben leider überhaupt kein Interesse an kreativen Dingen, das gibt schon manchmal merkwürdige Blicke, wenn Wolle zum Trocknen auf der Leine hängt.
4.  Meine Holzhaspel war ein Fehlkauf, obwohl nur ganz selten benutzt, ist sie nun schon kaputt:
5.  Wenn ich frische Blumen kaufe, sind das jetzt am liebsten bunte Frühlingsblumen.
6.  Die obligatorische Klappstulle mit Leberwurst hatte ich gestern zum Abendessen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein wenig stricken auf dem Sofa vor dem Fernseher, morgen habe ich geplant, endlich mal meinen Wollgutschein einzulösen und treffe mich dazu  mit einer lieben Strickfreundin im Wollladen und Sonntag möchte ich lieber nichts machen, muss aber unbedingt die Unterlagen für die Steuererklärung zusammen stellen!

 

Den Freitagsfüller gibt es immer hier.

Samstagsplausch 17 / 2017

Gestern war die Akademische Feierstunde, in der der Sohn sein Zeugnis und gefühlt hunderte von Unterlagen bekommen hat. Die TU Clausthal veranstaltet zweimal jährlich eine solche Feierstunde und ehrt damit die Studenten, die ihr Studium abgeschlossen haben, egal ob sie Bachelor, Master oder einen Doktortitel erreicht haben. 362 Studenten bekamen gestern ihre Zeugnisse – damit erklärt sich auch, warum solche Feierstunden meist nur in kleinen Universitäten in einem solchen Rahmen gefeiert werden.

Die Feierstunde fand in der Aula statt, ein wunderbarer Kuppelsaal mit Galerie und beeindruckenden, alten, verzierten Holzstühlen.

Die Kuppel zieht immer wieder die Blicke auf sich.

Es war eine schöne Feier und für den Sohn ist damit nun das Studium abgeschlossen. In einem Monat wird er seinen Umzug hinter sich haben und ins Berufsleben starten. Welch ein erhebendes Gefühl. Endlich Geld verdienen – keine Studentenbude mehr, sondern eine ernst zunehmende Wohnung – nicht mehr das alte, altersschwache, vom Opa geerbte Auto, sondern einen kleinen Jahreswagen-Flitzer. Aber auch: 8-Stunden-Arbeitstage mit geregelten Arbeitszeiten – keine Vorlesungen mehr, die erst am Nachmittag beginnen -eine neue Stadt, die man sich erobern muss – und keine Kommilitonen, die man auf ein Bierchen besuchen kann. Dafür neue Herausforderungen, die ja das Leben spannend machen. Ich freue mich so sehr für ihn.

Das Wochenende werde ich ziemlich ruhig weitergehen lassen. Ein bisschen Lesen, ein bisschen Stricken, aber auch ein bisschen Haushalt, das Spinnrad möchte mal wieder bewegt werden und es ist doch sooo schöner Shetland-Kammzug in einem Korb neben dem Rädchen.
Diese Woche ist tatsächlich mal wieder etwas fertig geworden, die Phase der kreativen Unlust scheint nun hinter mir zu liegen. Ein gutes Gefühl und ich nutze das, um ein paar Dinge fertig zu machen, die hier liegen.  Das passt dann schon.

Was habt Ihr denn an diesen wunderbaren langen Wochenende so vor? Ich schaue mal beim Samstagsplausch von Andrea vorbei und lese, was Ihr so plant.